Wartezeit vs. Diskriminierung

Wozu braucht man die Krankenkasse, nein, ich formuliere es anders: Warum gibt es noch keine Hilfsmittelkasse? Eine gute, eine schlechte Frage? Das Urteil darüber mag ich nicht formulieren, deutlich ist, Genehmigungen für Hilfsmittel sind die Dinge, die bei unserer Krankenkasse einen langen, langen Weg brauchen, so lange, das ich schon von Diskriminierung sprechen möchte. Denn das Warten auf die Genehmigung von vier verordneten Hilfsmittel dauert schon gute zehn Monate. Diskriminierung, na da sie ihrer Aufgabe nicht nach kommen die Schwere der Behinderung auszugleichen und damit die Beeinträchtigung aberkennen.  

Diskriminierung, jetzt, da die Kasse sich schon mündlich geäußert hat, dass sie den zweiten Therapiestuhl nicht genehmigen für den Kindergarten oder anders herum, würde sie in die Schule gehen, dann sei dieser genehmigt. Doch beim Kindergarten sind sie als Rehabilitationsträger nicht zu ständig, sagte fernmündlich die Sachbearbeiterin. Na da hoffe ich mal, das innerhalb drei Wochen die Ablehnung kommt, denn wenn sie länger als zwei Wochen brauchen, müssen sie sich dafür zuständig sehen, aber wenn die Kasse sich nicht als Rehabilitationsträger für den Therapiestuhl sieht, dann müssen sie es weiterleiten an einen anderen Träger (Siehe SGB IX § 14). Würde eine Hilfsmittelkasse das Problem lösen? Ich denke kaum, da die Bestimmungen die gleichen bleiben und manchmal haben wir auch Erfolge in puncto Hilfsmittel: Die Orthesen sind jetzt genehmigt worden innerhalb eines Monats(!) und die Therapiematte nach zehn Monaten. Nach zehn Monaten, stelle sich einer mal vor, so lange müsste man auf die verordnetes Medikamente warten.

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