Argumente vs. KiTa-Gebühr

Warum soll­ten Eltern eines behin­derten Kindes, das in einen inte­gra­tiv­en Kinder­garten geht, beim Eltern­beitrag für den Kinder­garten (KiTa-Gebühr) berück­sichtigt wer­den? Diese Frage wurde mir gestern klar als ich einen Brief an den Behin­derten­beauf­tragten vom Thürin­gen fer­tig schrieb. Heute habe ich diesen dann nach Erfurt gefaxt und bekam auch schnell eine Rück­mel­dung über das Tele­fon. Da wurde mir dann klar, es sieht nicht ein­fach aus diese neue Regelung zu dämpfen oder gar zu beseit­i­gen. Und was braucht man dafür: Argu­mente – dann pro­biere ich es mal: 

  • Finanzieller Mehrbe­darf: Fam­i­lien mit einem behin­derten Kind haben häu­fig zusät­zliche Aus­gaben wegen der Behin­derung und / oder Erkrankung des Kindes:
    1. Hil­f­s­mit­tel und Ther­a­pie, die sie selb­st tra­gen müssen,
    2. eine bar­ri­ere­freie und größere Woh­nung,
    3. größeres Auto als üblich.
    4. Durch die Pflege des Kindes fällt ein Eltern­teil aus als Ver­di­ener.
  • Möglichkeit­en der Ent­las­tung mit einem behin­derten Kind sind begren­zt, da viele das Kind, allein schon die Großel­tern, nicht betreuen kön­nen, weil sie es sich nicht zu trauen oder aber auch medi­zinis­che Fer­tigkeit­en gefragt sind z.B. bei Nahrungssonde; die Ent­las­tung ist ein­mal beson­ders wichtig bei weit­eren Kindern oder auch den Wun­sch nach weit­eren Kindern, aber auch um wieder Nor­mal­ität im All­t­ag zu find­en und umpsy­chis­chen Druck zu lösen.
    1. Der All­t­ag mit einem behin­derten Kind kann schnell an die per­sön­lichen Gren­zen gehen. Der Kinder­garten­platz hil­ft eine Dauer­be­las­tung zu ver­mei­den und stärkt somit die Gesund­heit der Eltern.
  • Der Inte­gra­tive KiTa-Platz ist nicht nur ein ein­fach­er Betreu­ungsplatz son­dern zugle­ich auch Förderung und Ther­a­pie, um eine weit­ere Behin­derung zu ver­hin­dern und / oder eine Behin­derung zu verbessern
  • Die Chance für das Kind auf eine Teil­habe am Leben der Gemein­schaft; durch die Ori­en­tierung von behin­derten Kindern an die anderen Kindern kön­nen diese Ler­nen und wer­den mit gezo­gen, was wiederum hil­ft die Behin­derung zu beseit­i­gen

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