Die Haltbarkeit von Medizinprodukten: Dauersensor

Wie lange sollte ein Dauersensor halten? Diese Frage konnte uns der Servicemann vom Monitor für die Überwachung von Puls und Sauerstoff bei der Madame auch nicht gut beantworten, aber er konnte uns versichern, dass die Haltbarkeit von vier oder fünf Monaten zu gering ist. Klar, denken wir auch und der Dauersensor der Madame hat es leider nur auf diese Zeit gebracht. Was er uns nicht beantworten konnte, ist, warum wir jetzt eine Verordnung für einen neuen Sensor brauchen, denn gehe ich von der Gewährleistungspflicht aus, müsste die Firma doch den Schaden wieder beseitigen, auf ihre Kosten.  

Doch soll sich hier die Krankenkasse mit der Firma herumstreiten, wenn sie es überhaupt macht. Wir sind ganz froh, dass er es geschafft hatte innerhalb von 24 Stunden aufzukreuzen um die Überwachung wieder „zu reparieren“, eben mit Anschluss eines neuen Sensors, eines Einwegsensors. Doch auch hier mussten wir eine (zweite) Verordnung über einen Einwegsensor pro Tag machen, sprich 5 Stück bis die Firma vom Servicemann einen neuen Dauersensor uns zugeschickt hat.

Aber was macht denn ein Dauer- gegenüber dem Einwegsensor aus? Direkt: der Preis, er ist teurer, doch soll er über lange Zeit billiger sein. Voraussetzung hierbei ist aber: er hält und hält am besten ein Jahr, denn das Kabel zeigt häufig mit der Zeit seine Schwäche, es bricht und wenn dies passiert, dies kennt man vom Kopfhörer oder dem Ohrenstöpsel: es dringt keine Musik vom MP3-Player ins Ohr. Beim Sensor heißt dies: es kann nicht mehr gemessen werden am Patienten. Ein Wort zum Preis: Ein Einwegsensor kostet im Durchschnitt 30 Euro beim Überwachungsmonitor der Madame. Ein passender Dauersensor soll um die 600 Euro kosten. Zumindest sind dies die Preise bei den Händlern im Internet. Laut dem Großhändler des Monitors sollen die Sanitätshäuser oder die Versorger von Medizintechnik sehr, sehr große preisliche Unterschiede hier haben, so groß, dass er als Großhändler keinen Preis sagen kann. Preislicher Unterschied? Nun ergibt sich dies einmal damit, dass der Service, also die Dienstleistung der Versorger über die Mehreinnahme wie dem Sensor finanziert werden muss, sprich, es wird kaum Dienstleistung von den Krankenkassen gezahlt.

Möchte man einen Versorger mit gutem Support, dann kann man sich nicht an den Versorgern mit niedrigsten Preisen orientieren: Denn Niedrigpreisinhaber liefern nur das Produkt ohne oder mit nur geringem Support, wodurch die Rundumversorgung fraglich ist. Natürlich gibt es auch überzogene Preise.

Doch ein Wort zur Haltbarkeit von Einwegsensoren: Laut Bedienungsanleitung keine klare Aussage. Der Servicemann sagt: ein Sensor pro Tag. Damit würde sich der Dauersensor schnell amortisieren (30 Euro am Tag, so wäre der Dauersensor billiger, wenn er über 2 Monate hält). Doch unsere Erfahrung ist: 2 bis 3 Tage lässt sich der Einwegsensor bei der Madame gut nutzen. Doch ist dies nicht auf andere Patienten übertragbar, denn die Haltbarkeit ist hier mit abhängig von der Mobilität der überwachten Person und kann somit kürzer sein, also auch bei einem Tag liegen. Summa summarum, damit sich preislich ein Dauersensor bei der Madame lohnt, müsste dieser mindestens ein halbes Jahr halten. Na vielleicht schafft dies ja der neue Dauersensor.

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