Espresso, Kaffeekultur und Hitzestau

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In der Früh, wenn man es noch nicht geschafft hat, die Zahn­bürste in die Hand zu nehmen, begin­nt man, über eine Kaf­feekul­tur nachzusin­nen. Man denkt an Alber­to Gia­comet­ti und die Idee, von seinem extremen Kaf­feekon­sum gehört zu haben. Eben aber auch nur gehört. Gestern, wieder ein Hitzereko­rd­tag, musste nach 3 Tagen der Frei­heit von Kaf­fee oder kaf­feeähn­lichen Getränken die Espres­so­mas­chine angestellt wer­den. Meine Zunge suchte nach dem bit­teren Geschmack, und ich ließ ihre Suche gewähren.  

Vorgestern war nicht nur ein­er der vie­len Hitzereko­rd­tage, son­dern auch ein Tag mit Hitzes­tau bei der Madame. Hitzes­tau? Sie kon­nte nicht schwitzen. Ihr Gesicht, ihre Haut war rot und wenn man sie mit den Lip­pen berührte, war sie heiss. Das Fieberther­mome­ter zeigte bei ihr über 38 Grad an. Kein Schwitzen, kein einziger Schweißtropfen tritt aus den Poren um abzukühlen, obwohl alle Blut­ge­fäße weit gestellt sind und die Wärme innen an die Haut gedrückt wird, damit sie ein Wind mit­nimmt. Wenn sie nicht schwitzen kann, so heißt es die Idee vom Schwitzen bei ihr zu ver­wirk­lichen, indem wir sie mit einem nassen Tuch am Kopf, den Hän­den, Armen wie Füßen und Beinen abtupfen. Hitzes­tau und dage­gen hil­ft auch ein wenig die Homöopathie: Bel­ladon­na.

Zumin­d­est schafften wir es mit bei­den Mit­teln, dass die gerötete Haut umschlug in ihre nor­male Fär­bung und es der Madame sichtlich wohler ging: Sie war wieder wohl gelaunt. Fragt man nach den Ursachen der Unfähigkeit schwitzen zu kön­nen, dann stoßen wir auf das Hören-Sagen vom Topa­max: ihr Mit­tel gegen Epilep­sie soll es sein, das dies verur­sacht. Zumin­d­est haben andere Kinder, die dies ein­nehmen, auch häu­fig dies Prob­lem. Doch zurück zur Kaf­feekul­tur oder der Kul­tivierung des Kaf­fee­genuss­es. Man bere­ite sich gle­ich mor­gens zum Start in den Tag einen Espres­so zu, neben­her trinke man Wass­er, und überkommt einen dann gegen frühen Nach­mit­tag die Lust zum Schlaf, ohne dass man ihr nachgeben möchte, tut ein klein­er Kaf­fee auch wieder gut seine Dien­ste. Dies aber immer nur mit der Maxime: Die Kun­st der Kaf­feekul­tur ist die milde Anre­gung.

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Ein Blog, kleine "Skizzen" aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege "lebt", ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen ... Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady ...

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