Filterkaffee, Hitze und was ist nicht Beatmung

Kaffeekultur. Ich muss ein wieder dieses Thema anschneiden, da ich in den letzten Tagen immer zu hören bekam: „Es ist doch viel zu heiß, um Kaffee zu trinken.“ Dem kann ich nicht zustimmen oder sage ich es mal so, für die Variante Filterkaffee, wie sie hier in Deutschland oder den USA gern getrunken wird, wundert mich diese Aussage nicht. Denn ich selbst ziehe jetzt die Variante des Kaffeetrinkens wie in Italien oder Griechenland vor: Kaffee wird in kleinen Mengen serviert, eben Espresso oder Mokka.  

Doch bin ich mir allgemein unschlüssig über die Ablehnung im Sommer von Heißgetränken. Aber wenn ich schon mal bei Heiß und Hitze bin, so kommt mir gleich wieder das Thema Hitzestau bei der Madame in den Sinn. Gerade wenn wir außerhalb der Wohnung unterwegs sind, sieht man der Lady an, wie ihre Haut sich mehr und mehr rötet und sie kaum schwitzt. Dabei bin ich immer im Zweifel, ob sie nicht doch zu wenig Flüssigkeit bekommt an diesen Tagen. Sie selbst kann sich nicht äußern, ob sie Durst hat oder nicht und wir können uns nur an die Füllung der Windeln orientieren. Wenn die Windeln bei dem Wetter regelmäßig gefühlt sind, also alle vier bis sechs Stunden gut nass, dann müsste sie ausreichend Flüssigkeit bekommen.

Oder liege ich da total falsch? Vom Hitzestau zum Hitzekollaps soll es ja nicht weit sein und vorgestern kam auf dem MDR auch dazu eine Reportage über die medizinischen Notfälle wegen der Hitze. Dabei wurde deutlich, dass der mitteldeutsche Rundfunk als öffentlich-rechtlicher Sender nicht ganz seinen Bildungsauftrag erfüllte: Man zeigte eine Frau in der Notaufnahme, welche kollabiert und bewusstlos war. Sie lag in einen Bett, umpackt mit Kühlmittel und bekam über eine Maske, die Nase wie Mund leicht abdeckte, Sauerstoff. Der Sprecher redete hier von Beatmung. Doch ist die Gabe von Sauerstoff keine Beatmung, sondern eine medikamentöse Therapie. Beatmung ist ein technischer Vorgang. Vom Bild her sieht es auch anders aus, wie es sicherlich viele auch aus dem TV kennen, wenn Intensivstationen gezeigt werden: Vom Gesicht des Patienten oder seinem Hals gehen häufig zwei dickere Schläuche weg. Ein Teil des Schlauches mündet in eine Maschine, der andere endet frei. Hitze, Sommer, Heißgetränk. Ich bleibe, wie die letzten Tage schon, beim Espresso und Wasser.

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