Sonne, hyperventilation

S
Es war echt ein Scheißgefühl, so vorm Chef. Nee, erstmal der Abend, klar, wir hatten ein bisschen viel Wein genehmigt, na und die Obstler zwischendurch, ich sage dir, ich war hacke, einfach hacke. Dafür habe ich die Nacht nicht ganz mitgeschnitten. Thomas schon eher, der war am morgen gar nicht easy drauf, völlig verspannt.

Ich hätte ihn am liebsten, na lass mal, der Junge kann auch nichts dafür. Schließlich, wozu hat man denn Freunde, aber ehrlich, so aufzudrehen. Mir brummte der Schädel und er schrie wie ein, na, ich verkneife es mir, wirklich, er kann ja nichts dafür, aber irgendwie ist es schon bescheuert, zuvor erzählte er mir was von irgendwelchen Geräuschen nachts. Na, ich hatte geschlafen, wie die anderen Jungs auch. Der Chef, der hatte sich schon Tage vorher verdrückt, ohne alles. Thomas hockte sich hin, vors erweckte Feuer und die Sonne schob sich gerade zwischen den Bäumen, plötzlich schreckte er hoch und schrie. Mein Kopf war gerade ein Stück leichter geworden, so dass ich zurückbrüllen wollte, doch da fing er an zu röcheln, als drücke ihm jemand die Kehle zu. Ich hätte ihn dabei am liebsten im Arm genommen, aber vor all den anderen, nee, die Jungs kommen dann wieder auf blöde Gedanken. Er hätte einen Schädel gesehen, im Feuer, keuchte es aus ihm, ein Schädel vom Menschen. Ich konnte nichts erkennen. Und eine Atmung hatte der Junge, kaum war die Luft drin, da war sie schon wieder draußen, so richtig schnell ein, aus, als würde er hundert Meter rennen. Einer der Jungs kam angerannt mit einer Tüte und drückt sie Thomas ins Gesicht, meint dazu noc, er kenne das von seiner Frau. Hoffen sollen wir, dass er uns nicht umkippt. Klar, gehofft habe ich, aber genützt, plötzlich war er weg, fiel einfach nach vorne und schniefte kurze Zeit überhaupt nicht mehr. Ich nahm mir erstmal den Rest vom Obstler. Dass mit dem Verbrennen vom Chef, nachts, war wohl doch nicht der Hit.

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