Der Befeuchter und keimarmes Arbeiten

Da ist jemandem wohl ein kleiner Fehler unterlaufen in unserem Intensivzimmer. Eigentlich nicht tragisch, da es lange her ist und somit keine Folgen zu erkennen waren. Doch worum geht es: Das Beatmungssystem unserer Madame wird während der Beatmung befeuchtet.

Dies geschieht über einen Befeuchter der innerhalb des hinführenden Beatmungschlauch (einatmen) installiert ist.

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In der Befeuchterkammer wird steriles Wasser aufgeheizt bis 39 Grad und damit das verdunstete Wasser sich nicht einfach im Beatmungsschlauch ablegt und zum anderen gewärmt in der Lunge gedrückt wird, ist auch der Beatmungsschlauch beheizt.

Steriles Wasser? Ja, in den Befeuchter kommt steriles Wasser, um die ganze Beatmung möglichst keimarm zu halten. Denn wenn das Wasser die ganze Zeit über mit 39 Grad beheizt wird, bietet es ein wunderbares Milieu für Bakterien, also dass sie wachsen und sich vermehren können. Und es ist sicherlich allgemein bekannt, dass einfaches Trinkwasser nicht keimlos ist.

Doch damit dem Befeuchter nicht das Wasser ausgeht, wird ihm das H2O per Schwerkraft und einem Schwimmer zugeführt. Also die Flasche mit dem sterilen Wasser hängt über dem Befeuchter und der Schwimmer öffnet sich, wenn der Wasserpegel in der Kammer sinkt und schließt sich wieder bei ausreichender Füllung, eben wie im Spülbecken beim WC.

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Damit das Wasser in der Flasche auch steril (und sauber) bleibt, wird in der Herstellung über den Deckel der Flasche noch einen zweiter Deckel gesteckt oder eine Folie gezogen. Der eigentliche Deckel ist ein Gummistopfen, der mit einer Nadel des Schlauchs von Befeuchterkammer durchstochen wird. Also der Deckel oder die Alufolie in unserem Fall, wird abgezogen und die Plastiknadel vom Schlauch durch den Gummi gesteckt. Doch wurde in diesem Fall vergessen, die Folie abzuziehen, womit Keime von der Folie in das Wasser gelangen konnten.

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