Melatonin: Regressforderung an Arzt

Langsam frage ich mich, ob es bei der Krankenkasse noch irgendwo ein Bereich gibt, wo wir noch keine Probleme hatten, was mit der Versorgung des Kindes zusammen hängt. Jetzt ist noch der Bereich: medikamentöse Versorgung dazu gekommen. Sprich: Rezepte für Medikamente und ihre Richtigkeit der Verschreibung. Unser Arzt vom sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) hat jetzt eine Regressforderung von der Krankenkasse erhalten wegen der Verschreibung von Melatonin.

Melatonin, nun, das ist ein Hormonpräparat, was mit in den Schlafwachrhythmus eingreift oder eingreifen soll. Am Tag, bei Sonnenschein, na es muss nur gut hell sein, wird es produziert vom Körper, wodurch man mit am Abend seine Bettschwere bekommen soll. Dieses Hormon, in der USA frei käuflich, ist in Deutschland (eigentlich) nur bei Jetlag zugelassen. Doch wird es auch bei blinden und schwerbehinderten Kindern verschrieben, weil man damit, mit viel Glück, gut den Tag- und Nachrhythmus steuern kann, wie in unseren Fall. Die Verschreibung sorgt immer mal für Streitigkeiten durch die Krankenkasse, des nicht so richtig als Medikament zugelassen ist.

Doch mit dem Melatonin können wir auf starke Schlafmittel (mit ihren Nebenwirkungen wie Abhängigkeit oder die schlechte Wirkung auf die Epilepsie) verzichten. Doch möchte es wohl die Krankenkasse anders. Bitte, dann sollte sie aber auch richtig konsequent sein und für viele Medikamente in der Kinderheilkunde einen Regress fordern, da es nur wenige Medikamente gibt, die für Kleinkinder zu gelassen sind.

Es spart sicherlich gut Kosten, wenn wir keine funktionierende Kinderheilkunde mehr haben.

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