Kinderhospiz: 7/8 gehört dem Kinde

Wenn sie denn endlich losgeht, die Reise ins Kinderhospiz, dann spürt man nicht nur im vorbeistreichen der Stunden den Aufwand, wenn das IntensivZimmer verpackt wird, sondern man sieht auch am Ende: Ein Achtel vom Auto, das sind unsere Habseligkeiten, der Rest ist das IntensivZimmer nebst Rehabuggy und Sitzschale. Mehr passt nicht, der Stehtrainer muss zurück bleiben, das Lagerungskissen auch.

Aber das seelische Gepäck, was man immer mit sich trägt, da passt noch was rein, einmal nimmt man den Ärger mit wegen der Ablehnung der Hospizpflege, dann die Fragen: Ist die Sternenbrücke noch so, wie wir sie in Erinnerung haben? Können wir an der Phase wieder anknüpfen und ein Stück Stabilität zurück gewinnen? Man sucht während der Fahrt das Band, was das Damals im Kinderhospiz mit dem Kommenden verbindet. Daneben trifft man auf die Frage, wird das Intensivkind ihre Physiotherapeutin verlieren, da der Kindergarten sie wahrscheinlich nicht mehr einstellen darf. Und wie viel Platz habe ich eigentlich noch, wie viel kann ich noch aufnehmen, so dass ich noch aufrecht laufen kann. Es geht schon, man darf es bloß nicht verinnerlichen, summt da eine Stimme. Es geht schon, klar geht es, das Funktionieren, wo man am Ende nicht mehr spürt, was motiviert das Funktionieren eigentlich. Das Auto war gepackt, das IntensivZimmer hat nun seinen Platz in Hamburg gefunden und das Wetter verbürgt einen Strich der Ahnung, wie es werden könnte, als die Sonne durchschimmert in den Abendstunden, neben dem Regen. Unser Gepäck haben wir in den Schränken verstaut.
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