Charlott 2 (s)

C

Visite. Wenn dann die Ärzte so über Fritz hinweg schauen, da stellte sich mir oft die Frage: Was denken die? Worüber wird hier eigentlich verhandelt? Häufig war es mir gar nicht klar. Sicherlich, wenn da so ein kleiner Junge liegt, fiebernd, angeklemmt an an einer surrenden Maschine. Mir treibt es zumindest jeden Morgen erstmal die Tränen in die Augen. Nichts von Gewöhnung, denkste. Meine Mutter meinte es zumindest, es ginge, als sie mich in der Klinik abgeben musste. Ich hatte mein Bein gebrochen. Zu Hause bleiben, das war ausgeschlossen für sie, das gab es nicht. Und wie ich da im Bett gelegen haben soll, jammernd, wimmernd. Am Anfang biss sie sich auf die Lippen. Sie hatte einfach Angst vor mir in Tränen zu stehen und zu sagen: “Kind, du tust mir so leid. Ich kann dir einfach nicht helfen.” “Ja,” sagte sie, “so war es an den ersten Tagen. Nach einer Woche, da…” Wie? Es Sie musste kein Mitleid mehr aufbringen. Es ging mir besser, sicherlich, wie sonst hätten die mich nach noch einer weiteren Woche entlassen. Ich hatte weder einen Schnorchel im Mund stecken, noch fieberte ich. Ich war nur ein kleiner chirurgischer Patient, ein Kind was nicht laufen konnte, was Schmerzen hatte zum einen, aber auch alleine im Krankenhaus war. Kein Kind, wo der Tod mit am Bett sitzt und die Gespräche ansummt, wie auch die Traurigkeit.

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Ein Blog, kleine “Skizzen” aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege “lebt”, ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen … Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady …

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