Circadin getrennt vom Melatonin

Gestern kam mit der Post ein Schreiben von der Krankenversicherung, dass unser Widerspruch zur Ablehnung vom Medikament „Circadin“ (ein Melatonin-Retardmedikament) nun doch als einzelnes Verfahren gehandhabt werden soll. Dies war laut einem Infoschreiben der Krankenkasse zum Arbeitsstand nicht ersichtlich. Schließlich, Melatonin als Rezeptur und Circadin sind zwei verschieden Verordnungen. Wie auch immer, so richtig glauben mag ich eine „ordentliche“ Trennung nicht, da es zeitgleich mit der Ablehnung vom Melatonin beim Widerspruchsausschuss verhandelt werden soll und uns zum Circadin kein Anhörungsrecht mehr eingeräumt wird, laut dem Schreiben.

Daneben verwendet die BKK für die Ablehnung vom Circadin ein Gutachten vom MDK, was zum Einsatz von Melatonin als Rezeptur gemacht wurde und der MDK empfahl das Melatonin nicht, wies aber auf Circadin hin, mit einer Art Zusammenfassung der Fachinfo. Dabei wird Circadin bei Kindern nicht empfohlen einzusetzen. Klar, da die Pharmafima es nicht bei Kindern getestet hat, deshalb ja Off-Label-Use, doch es wird kein MDK-Gutachten zum Einsatz als Off-Label-Use geben. Aber mehr dazu gibt es beim Beitrag: Melatonin – nun geht es endlich in den Widerspruchsausschuss

Mal ganz nebenbei, warum wird eigentlich dem verschreibenden Neuropädiater mit seinen Erfahrungen und Wissen weniger geglaubt als dem MDK? Beim MDK ist nicht mal ersichtlich, auf welchen Fachgebiet er spezialisiert ist, aber seine Meinung zählt mehr. Ein Neuropädiater wird wohl kaum ein Medikament verschreiben, um dem kranken Kind zu schaden, oder verstehe ich da was falsch? Hinzu haben andere Eltern, wie ich letztens erfuhr, Circadin von ihrer Krankenkasse genehmigt bekommen.

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