Klage & Pflegestufe: Ein Gutachten vertritt die drei

Mancher Leser erinnert sich: Vor Jahren ... Nun so lange ist es wiederum auch nicht her. Aber zum Beginn des dritten Lebensjahres vom Intensivkind, als jetzt sind über zweimal 365 Tage rum, hatten wir die Pflegestufe drei beantragt und dann kam ein Gutachten vom MDK für die Prüfung des Anspruchs, dann kam noch ein Gutachten und doch sollte es mit der drei nichts werden, obwohl der Pflegeaufwand nicht weniger geworden ist. Die beiden Gutachter vom MDK wichen nicht von ihrer Meinung ab: Uns stehe nur die Stufe zwei zu. Wir, und auch andere, konnten diese "Empfehlung" für die Pflegekasse nicht nachvollziehen.

Ein Grund war, unser erstes Gutachten wies einen Pflegeaufwand in Minuten auf, der im zweiten Lebensjahr zwar der Stufe zwei entspricht, laut den Richtlinien, aber im dritten Lebensjahr damit die Stufe drei gelten müsste. Die Pflegekasse schloss sich aber der Meinung vom MDK an und wir bekamen weiterhin die zwei. Aus einem Widerspruchsverfahren wurde dann eine Klage vor dem Sozialgericht.

Und mit einer "gewissen" Zeit nach Klageeinreichen meldete sich eine weitere Gutachterin, bestellt vom Gericht. Sie betrat gut vor einem Jahr unsere Wohnung und nahm mit ihrem Fachwissen die Pflegesituation auf. Und jetzt liegt uns deren Ergebnis vor: Die Pflegestufe drei sei es, fand sie heraus. Ein Ergebnis, was erklärt wird mit einem Dokument von gut 70 Seiten.

Nun unsere Meinung dazu, für das Gericht, ist: Wir teilen dieses Ergebnis des Gutachtens, natürlich. Jetzt sind wir gespannt, was denn nun von Seiten der Pflegekasse oder deren Rechtsvertreter kommt. Ein neuer Vergleich? Einen hatten wir ja schon, doch den hatten wir abgelehnt, da dieser den Pflegeaufwand nicht anerkannte: Wir würden die drei gezahlt bekommen, für das vierte Lebensjahr. Aber bitte, da hatten wir sie schon, nach einem neuen Antrag für die Höherstufung, genehmigt bekommen und somit hätten wir keinen Ausgleich erfahren.

Und wenn dann die Meinungen der beiden Streitparteien, wir und die Kasse, dem Gericht vorliegen, so wird dieses Verfahren dann entscheiden, welcher Meinung das Gericht sich anschließt, also ob es auch die Ansicht des in Auftrag gegebenen Gutachten vertritt oder diese (zum Teil) nicht annimmt. Doch bis eine solche Entscheidung vorliegt, kann es erneut dauern ...

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