Telefonieren vom Klinikbett aus: Gehts billiger?

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Sie ken­nen es sicher­lich. Sie kom­men in die Klinik und zuerst heißt es, tele­fonieren mit dem Handy ver­boten. Ger­ade mit einem behin­derten Kind beste­hen häu­fig län­gere Klinikaufen­thalte, also sel­ten dreht es sich um ein, zwei Tage. Allein schon eine Epilep­siee­in­stel­lung dauert min­destens ein bis zwei Wochen. Das Tele­fon, will man als Mut­ter oder Vater nicht ganz den Kon­takt zur Außen­welt ver­lieren, wird zum Muss. Ja, heißt es dann, sie kön­nen sich den Appa­rat auf dem Zim­mer anmelden. Dies kostet am Tag eine gute Miete und dazu kommt noch die Tak­t­ge­bühr beim Tele­fonieren, welche in der Regel weit über den üblichen Tar­ifen liegt, wo man zu Zeit­en von Tele­fon­fla­trates mehr den Ein­druck gewin­nt: Hier wird gut ver­di­ent, auf Kosten der Patien­ten.

Sicher­lich, die Tech­nik möchte bezahlt sein, auch der Sup­port des betreuen­den Unternehmens, wenn mal was ist. Doch min­dert bei diesem Preis selb­st der Ver­di­ener sein Einkom­men darüber. Denn, ist man mal Patient und schaut um sich, dann wird von vie­len ver­sucht, diese Kosten möglichst aufs Notwendig­ste zu beschränken, in dem man den “Ser­vice” der Klinik umge­ht und heim­lich doch per Handy tele­foniert oder sich dem SMS schreiben wid­met, weil dies dem Gefühl nach bil­liger ist.

Andere melden den Appa­rat an, manch­mal ist dies sog­ar notwendig, um den Fernse­her nutzen zu kön­nen, und lassen sich dann anrufen. Doch ist dies selb­st nicht mehr in jedem Haus kosten­los. Die Num­mer, auf der man angerufen wer­den begin­nt mit ein­er 0180. Auf die Idee, dass man ein­fach die Gebühr vom Zeit­takt senkt, scheint man nicht kom­men zu wollen. Dabei weist die Erfahrung der Dis­counter doch auf, bil­liger regt auch zum Kon­sum an, da sich der Kunde nicht abge­zockt sieht. Ins­beson­dere gilt dies zu bedenken bei “Dauergästen” in der Klinik, welche häu­fig dann noch durch Ver­di­en­staus­fall und beste­hen­den Krankheit­skosten zum Sparen gezwun­gen sind. Was ist der Ausweg, wie kann man trotz­dem bil­lig tele­fonieren im Kranken­haus? Eine Rei­he von Tipps hat Teltarif zusam­men getra­gen. Der Weg zur Tele­fonzelle am Ein­gang der Klinik schei­det dabei aber sofort aus. Die einen sind am Bett gefes­selt oder warten den hal­ben Tag auf die Vis­ite bzw. bei Eltern gilt, die müssen sich mit um das Kind sor­gen. Aber auch möchte man gewisse Details der Krankheit oder über dem Ärg­er im Kranken­haus nicht in aller Öffentlichkeit dar­legen.

Ist die Benutzung von mobilen Tele­fon erlaubt, ver­fol­gt man den Artikel, dann sieht es mit den Kosten schon bess­er aus, je nach Tarif und der Möglichkeit, sich kurzfristig eine Dis­counter-SIM-Karte mit ein­er gerin­gen Fes­t­net­zge­bühr zu besor­gen. Voraus­set­zung ist aber hier auch ein Handy, was nicht ges­per­rt ist für fremde SIM-Karten. Ein altes Handy find­et sich vielle­icht, wenn nicht im eige­nen Haushalt, dann bei Fre­un­den oder Bekan­nten.

Doch uner­wäh­nt bleibt im Artikel: Das Inter­net. Einige Häuser sollen es ja schon haben, WLAN auf dem Patien­ten­z­im­mer, zum Beispiel die Uni-Klinik Jenain Lobe­da. Da liegt die Idee doch nahe, je nach gegeben­er Band­bre­ite und sta­bil­er Verbindung natür­lich, über einen preis­güngsti­gen VOIP-Provider zu tele­fonieren. Manch­es mod­ernes mobile Endgerät für die Tasche hat sog­ar WLAN und die Vorauset­zung von VOIP mit dabei. Natür­lich stellt sich dann hier die Frage, ob das Kranken­haus nicht ver­sucht über eine Fire­wall den Ser­vice zu sper­ren. Aber ein Ver­such ist sicher­lich wert, ger­ade dann auch, weil so manche Soft­ware die Fire­wall ver­sucht zu umge­hen. Scheit­ert es, dann bleibt aber zumin­d­est der stille Chat, um seinen Kum­mer los zu wer­den.

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Ein Blog, kleine "Skizzen" aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege "lebt", ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen ... Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady ...

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