Ein runder Tisch zur Palliativmedizin

Ein neuer run­der Tisch wurde “gegrün­det” zum The­ma Pal­lia­tivmedi­zin. Und wer sitzt dran? Die Bun­desärztekam­mer (BÄK), die Deutsche Gesellschaft für Pal­lia­tivmedi­zin (DGP) und der Deutsche Hos­piz- und Pal­lia­tivver­band (DHPV). Es soll eine Char­ta aus­gear­beit­et wer­den zur Betreu­ung schw­er­stkranker Men­schen und Ster­ben­der, also Pal­lia­tiv­pa­tien­ten. Dazu gehört eine Ist-Analyse und natür­lich eine Zielfor­mulierung, was und wie muss es geän­dert wer­den in DE. Eine Frage bleibt bei der Pressemit­teilung für mich offen. Schließt der Arbeit­skreis auch die Sit­u­a­tion der schw­er kranker Kinder ein? Ich frage nicht ohne Grund, zum einen sitzt laut der Nachricht kein Spitzen­ver­band der Kinder­hos­pizarbeit oder -pal­lia­ti­var­beit mit in der Arbeits­gruppe und eine Ziel­rich­tung der Char­ta ist die Bil­dung eines Gegen­pols zu den Ange­boten des assis­stierten Suizids. Kinder sind kaum die Ziel­gruppe eben dieser Ster­be­hil­fe. Und an sich, schaut man sich den Rah­men­ver­trag zur sta­tionären Hos­pizpflege an, hat man dort deren beson­deren Belange auch nicht berück­sichtigt. Aber zumin­d­est gibt es in der europäis­chen Vere­ini­gung für Pal­lia­tivver­sorgung (EAPC) ein Doku­ment zum (gewün­scht­en) Stan­dard der Pal­lia­tivver­sorgung (IMPaC­CT) von Kindern. Vielle­icht find­et dieses einen Weg zum run­den Tisch.

Nachtrag (20.02.2009)

Die Kinder­hos­piz- und Kinder­pal­lia­ti­var­beit sitzt doch mit am Tisch, dies ergab eine Nach­frage, vertreten unter anderem vom Bun­desver­band Kinder­hos­piz, der Deutsche Kinder­hos­pizvere­in wie auch der Bun­de­sar­beit­skreis Pädi­a­trische Pal­lia­tivver­sorgung.

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