Das unser Gesund­heitswe­sen teuer ist, ist ein “alter Hut”, wie man so über Alt­bekan­ntes sagt. Inter­es­sant war oder ist hier­bei schon immer die Frage: Wie teuer ist ein Gutacht­en vom MDK? Über das The­ma “Qual­itätssicherung in Pflege­heimen” bin ich auf ein “net­ten” Tages­satz, ein­er Pauschale, des MDK-Gutachters gestoßen: 1.200 Euro pro Tag wird für den ärztlichen Gutachter ver­an­schlagt bei der Prü­fung ein­er Pflegeein­rich­tung. Prüft eine Pflege­fachkraft, dann sind es noch gute 900 Euro pro Tag. Nehmen wir nun an, es sei ein reg­ulär­er acht Stun­den Tag, also 160 Stun­den im Monat, so kom­men wir auf 24.000 Euro im Monat für den ärztlichen Gutachter und 18.000 Euro für die Pflegekraft. Ein sehr guter Ver­di­enst: Über­schla­gen im Jahr würde so ein MDK-Gutachter gut 200.000 Euro in die “MDK-Kasse” spie­len. Doch, so müssen wir bedenken, die Pauschale soll gel­ten für die Prü­fung von Pflegeein­rich­tun­gen. Aber es zeigt gut an, wie der MDK e.V. seine Dien­stleis­tun­gen “bew­ertet”. <--break->

Zum Ver­gle­ich: Nach dem Gesetz über die Vergü­tung von Sachver­ständi­gen kostet die Stunde 60 Euro für den Gutachter, also ein biss­chen mehr als die Hälfte als die Pauschale ein­er Pflege­fachkraft bei der Begutach­tung ein­er Pflegeein­rich­tung. Sicher­lich, damit habe ich immer noch keine Antwort gefun­den auf die Frage, was ein Gutacht­en kostet bei der Krankenkasse über ein Ja oder Nein zur Genehmi­gung eines Hil­f­s­mit­tels. Aber wenn dort auch der Stun­den­satz gut über der “geset­zlichen” Vergü­tung liegt, so ist es kein Wun­der, wenn Eltern behin­dert­er Kinder häu­fig den Ein­druck haben: Der MDK lehnt eh das beantragte Hil­f­s­mit­tel erst­mal ab, um Kosten zu sparen. Eine Rech­nung, die aufge­ht, solange ein guter Teil der Patien­ten nicht einen Wider­spruch ein­re­icht. Denkt man darüber weit­er nach, wird einem klar: Die Gutacht­en möcht­en sicher­lich auch bezahlt sein. Ist am Ende ein Gutacht­en teur­er als das Hil­f­s­mit­tel, so stellt sich schon die Frage der Wirtschaftlichkeit. Gefun­den über Healt-Care-Blog: “Zweier­lei Maß” in einem Ver­gle­ich, was eine Betreu­ung für Demen­zkranke erhält pro Stunde: gute 6 bis 7 Euro