Heute ist Europäis­ch­er Protest­tag zur Gle­ich­stel­lung von Men­schen mit Behin­derung, also wer mehr mit dem The­ma „verquickt“ ist, aus welchen Grün­den auch immer, sollte es sich gut notieren im Kalen­der für die näch­sten Jahre. Denn die UN-Kon­ven­tion greift erst jet­zt in Deutsch­land und es gibt einiges, nicht nur – es gibt vieles noch aufzubauen, zu entwick­eln, damit man von ein­er Gle­ich­stel­lung wie im Sinne von Chan­cen­gle­ich­heit und Teil­habe für die Men­schen mit Behin­derung und ein­er Umset­zung der Kon­ven­tion „reden“ kann

Ein Weg an deren Ende es solche Beispiele über eine schlep­pende Roll­stuh­lver­sorgung der Krankenkasse nicht mehr geben sollte, wodurch die Betrof­fe­nen fast in ihrer Woh­nung „gefan­gen“ sind. Von Teil­habe kann hier keine Rede mehr sein. Aber auch mit dem Son­der­schul­weg sollte Schluss sein, zumin­d­est für die, wo sich die Eltern für den Weg des Kindes auf der reg­ulären Schule entschei­den. Wer­den Kinder, trotz des Wil­lens der Eltern, in die Son­der­schule bzw. Förder­schule gedrängt, so redet man schon von Diskri­m­inierung.

Die Beispiele oder Forderun­gen lassen sich weit­er und weit­er aufzählen:

Wann sind alle Arzt­prax­en bar­ri­ere­frei zugänglich, so dass auch schw­er­st­be­hin­derte Men­schen freie Arzt­wahl haben?
Wo sind die behin­derten­gerecht­en und bezahlbaren Woh­nun­gen?
Wann wer­den Kindergärten, Schulen, Uni­ver­sitäten Orte für alle Men­schen sein?

Wann wer­den die Krankenkassen und andere Kos­ten­träger endlich für die benötigten medi­zinis­chen Leis­tun­gen wie Medika­mente, Phys­io­ther­a­pi­en, Heil- und Hil­f­s­mit­tel, Pflegegelde­in­stu­fung u.v.m. aufkom­men?
Wer kon­trol­liert den Medi­zinis­chen Dienst der Krankenkassen (MDK)?“ Zitat aus: Erst ver­sprochen, dann gebrochen?. Kobi­nett-Nachricht­en vom 5.5.2009.