Krankenpflege: Pflegenotstand und damit Hauptschulabschluss

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Der Pflegenotstand, dass hört man von vielen Seiten, ist Wirklichkeit. Ob er nun hausgemacht ist oder nicht, darüber mag man sich streiten. Doch die Gründe sind mit die schlechte gesellschaftliche Anerkennung der Krankenpflege und für die Pflegefachkräfte der eingeschränkte berufliche Werdegang. Kein geringer Teil verlässt wieder den Beruf, auch aufgrund der Arbeitsbedingungen.

Um den Pflegenotstand zu begegnen gedenkt die Politik der großen Koalition (SPD,CDU,CSU) das Krankenpflegegesetz zu ändern: Für die Ausbildung braucht man nicht mehr den Realschulabschluss, nein, der Hauptschulabschluss würde reichen.

Hiermit wird nicht nur das schlechte Image der Krankenpflege deutlich, was die leisten könne doch jeder, sondern es wird den Pflegenotstand nicht abhelfen. DieAusbildung verlangt schon einiges Wissen und Können ab und dafür bedarf es eben eine solide schulische Grundbildung. Es sei denn, man kommt dann auf die Idee, die Ausbildungsstandard für die Krankenpflege herunter zu schrauben. Ich hoffe nicht, denn von einer Qualität der Krankenpflege kann dann keine Rede mehr sein. Daneben wird es Krankenschwestern oder -pflegern nicht mehr möglich sein, innerhalb der EU außer Deutschland in der Krankenpflege arbeiten zu können.

Pflegenotstand – viele Eltern von Intensivkindern, die ihr Kind zu Hause vom Kinderkrankenpflegedienst versorgen, merken jetzt schon die Probleme, gutes Personal zu finden. Von so manchen Kinderhospiz hörte ich ähnliches. Ein Grund ist hier hinzu die Zusammenlegung der Ausbildung der Kinderkrankenpflege mit der Erwachsenenpflege. Die Kinderkrankenpflege nimmt nur noch einen geringen Teil ein, so dass die Ausgebildeten nur selten in selbstständigen Bereichen der Kinderkrankenpflege bei schwer kranken Kindern arbeiten können.

Mehr Infos: Änderungsantrag der CDU/CSU und SPD zum Gesetzentwurf der Bundesregierung (BT-Drs. 16/12256) zu Artikel 12a Änderung des Krankenpflegegesetz

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