Arzt & Sucht: Die andere Seite

Sitzt man ständig im Wartezimmer oder man hat das Gefühl, durch seine Erkrankung gehört man schon dem Inventar seiner „Stammklinik“ an, so muss man auch mal auf die andere Seite schauen. Wie ergeht es dem Arzt oder der Schwester, den Pfleger, wenn er oder sie mit viel Leid, schweren Erkrankungen arbeiten müssen?

Sicherlich, es folgt schnell die Antwort: Er könne doch abschalten oder solle es sogar, dies sind die Spielregeln der professionellen Beziehung. Geht, geht nicht, könnte darauf eine weitere Antwort lauten. Beziehung bedeutet eben auch, man nimmt teil beim anderen, egal wie professional man es gestalten möchte, man kann nicht alles ausblenden. Manch eine Biographie eines kleinen oder großen Patienten geht dem Arzt oder der Schwester näher, als sie es vielleicht möchten, eine andere Lebensgeschichte nicht.

Und wir möchten doch auch von Menschen behandelt werden, die auch emotional erfassen können, wie es einem ergeht. Die Diagnosestellung ist das eine, das andere die Behandlung und der Erfolg dieser richtet sich mit an der psycho-sozialen Situation des Patienten, ob dieser sich auch verstanden sieht vom Arzt und so auch Vertrauen hat in die Behandlung.

Wie ergeht es nun den Arzt? Die Sendung 37º geht dieser Frage auf der Spur mit „Halbgötter in Not“ – mehr als 20.000 Ärzte suchtmittelabhängig. Morgen, den 07.07.09 um 22:15 Uhr im ZDF.

Gefunden über: www.bibliomed.de/cps/rde/xchg/bibliomed/hs.xsl/90_15820.htm ;abgerufen 6.7.2009

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