Die Kopf­pauschale wird, wenn ich es richtig ver­ste­he, gewisse Weichen stellen für ein Gesund­heitssys­tem mit der Aus­rich­tung in die pri­vate Ver­sicherung. Also das Sol­i­darprinzip von heute wird ein­mal von gestern sein.

Ein Prob­lem, denn wenn die Kranken­ver­sicherung nicht mehr von allen getra­gen wer­den kann, wird sie für die einen unbezahlbar. Für die anderen gibt es dann nur noch eine Min­i­malver­sorgung und die Drit­ten mit gutem Ver­di­enst kön­nen sich dann die wichti­gen “Fea­tures” dazu kaufen.

Also wie gut meine Krankheit behan­delt wer­den kann ist eine Frage, wie viel Geld ich neben den “all­ge­meinen” Leben­shal­tungskosten noch besitze.

Kein angenehmes Bild, wenn man ein­mal chro­nisch erkrankt ist und eine Ther­a­pie bedarf, die mehrere tausend Euro ver­schlingt im Monat. Die Teil­habe an ein­er Kranken­be­hand­lung nach den mod­ern­sten medi­zinis­chen Behand­lun­gen wird schnell eine eigene Kosten­frage. Kann ich mir es leis­ten?

Ein Kind, bei dem die Frage aufkommt, mit ein­er Beat­mung kön­nte es eine sehr gute Leben­squal­ität erre­ichen, kön­nte es an der Gesellschaft teil­haben und so sog­ar in die Schule gehen. Diese Frage wird dann, ob es die Beat­mung bekommt oder nicht, wohl beant­wortet wer­den mit dem, was meine Ver­sicherung bere­it ist zu zahlen. Habe ich den falschen Tarif, so heißt es, Pech gehabt.

Was wollen Sie? Köpfe gegen Kopf­pauschale.