Grundsicherung & Krankenkasse: den Zusatzbeitrag müssen Sie selbst tragen

Für chro­nisch Kranke und Men­schen mit Behin­derung, die ständig auf Leis­tun­gen der Krankenkasse angewiesen sind, und Grund­sicherung oder ALG II beziehen, ist dies Urteil vom Sozial­gericht Freibug (S 14 AS 3578/109) eine Belas­tung­sprobe. Ein Recht darauf, das der Zusatzbeitrag der Kranken­ver­sicherung über­nom­men wird von der Grund­sicherung, beste­ht dem nach nicht. Dies bedeutet, die Betrof­fe­nen müssen immer die bil­lig­ste Krankenkasse wählen, die es auf dem Markt gibt. Aktuell müssen sie also aus denen auswählen, die auf einen Zusatzbeitrag verzicht­en kön­nen.Ein Wech­sel der Krankenkasse kann schwierig wer­den, wenn man dadurch zum Beispiel sein San­ität­shaus ver­liert, eben auch den Rehat­e­ch­niker, der sich auf die indi­vidu­ellen Bedürfnisse der Betrof­fe­nen eingear­beit­et hat. Dies, weil das San­ität­shaus kein Ver­tragspart­ner der neuen Kranken­ver­sicherung ist. Oder man muss sich auf neue Hil­f­s­mit­tel ein­stellen, die eine andere Qual­ität aufweisen als die gewohnte, wie zum Beispiel bei Windeln.

Und schwierig wird es auch dann für die Betrof­fe­nen, wenn sie sich mit lang­wieri­gen Wider­spruchsver­fahren die eine oder andere Leis­tung der Krankenkasse erstrit­ten haben. Falls die neue Kasse die erkämpften Lösun­gen nicht anerken­nt, dann geht das Spiel “Wider­spruch” von vorne los und die bish­erige notwendi­ge Leis­tung von der Krankenkasse kommt (erst­mal) zum erliegen.

 

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