Ist Ihre Klinik schon Vertragspartner?

Ver­tragspart­ner ist wohl mit das mächtig­ste Schlag­wort heute im Gesund­heitswe­sen oder der Gesund­heitswirtschaft. Ist Ihre Apotheke oder das San­ität­shaus kein Ver­tragspart­ner Ihrer Krankenkasse, dann bekom­men Sie auch nicht das rezep­tierte Hil­f­s­mit­tel oder die Ver­brauchs­ma­te­ri­alien dazu. Ziel ist es auf diesen Weg wirtschaftlich­er arbeit­en zu kön­nen. Der Ver­tragspart­ner kann bil­liger sein Pro­dukt anbi­eten und sichert damit seinen Absatz, da die Krankenkasse ihm den Auf­trag für die Ver­sorgung gibt. Klingt gut, Prob­lem kann dabei die Qual­itätssicherung sein. Denn wer ver­bil­ligt, sprich mit einem Dump­ing­preis, sein Pro­dukt anbi­etet, muss woan­ders Abstriche machen, zum Beispiel beim Ser­vice.

Eine weit­ere Idee hierzu ist, dies Mod­ell auf Kliniken auszuweit­en, um weit­ere Kosten der Kranken­ver­sicherun­gen zu sparen:

Krankenkassen sollen ihren Ver­sicherten die Kosten nur für Kliniken erstat­ten, mit denen sie Verträge haben, und diese bekom­men nur Häuser mit sehr guten Behand­lungsergeb­nis­sen. aus: Die Idee von “Selek­tiv-Verträ­gen” lässt Kliniken zit­tern. Das GKV-Net­zw­erk. 20.02.2011

Mit dem let­zten Satz kön­nte es eine qual­itätssich­ernde Idee sein, aber was ist, wenn Sie einen medi­zinis­chen Not­fall haben und müssen akut mit den Ret­tungswa­gen in die Klinik. Scan­nt dann der Ret­tungsas­sis­tent erst ihre Ver­sichertenkarte ein, eben wie in der Apotheke das Rezept, und fährt sie dann in die “richtige” Klinik mit Ver­trag? Aber was ist, wenn diese über­füllt ist, alle Inten­siv­bet­ten belegt sind? Müssen Sie dann die Behand­lung selb­st tra­gen, wenn der Ret­tungswa­gen sie in eine andere Klinik fahren muss, die kein Ver­tragspart­ner ist? Fra­gen über Fra­gen …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.