Tetrazepam, was ist die Alternative

Tetrazepam ist beendet und nach mehreren Wochen spüren wir die höhere Anspannung, den festeren Muskeltonus. Es gab eine Wirkung beim Tetrazepam und ich frage mich, warum ist meine Krankenbeobachtung nicht gut genug, eher zu erkennen, wie sich der Tonus und die Spastik entwickelt unter Medikamenten. Gut, gut, es fehlten mir vielleicht die Instrumente oder auch der objektive Blick derer, die nicht jeden Tag das Intensivkind versorgen. Also der Blick von denen, die den professionellen Abstand haben, die klar sagen können, so oder so ist es.

Tetrazepam ist vom Markt verschwunden und was ist die Alternative? Welche Medikamente gibt es noch gegen die Spastik, gegen einen zu hohen Muskeltonus beim Intensivkind?

  • Baclofen, das hatten wir schon ausprobiert und die Nebenwirkungen waren zu stark.
  • Tolperison, dies war leider erfolglos.
  • Sirdalud
  • Ortoton, dient wohl eher nur zur Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen und die Anwendung wird bei Epilepsie verneint.
  • Dronabinol

Aktuell wird die Diskussion von den Fachärzten über Sirdalud oder Dronabinol geführt. Ich wünsche mir ein schnelles Ergebnis, dem ich gut zustimmen kann. Wenn es Dronabinol wird, hoffe ich neben der Spastik, dass wir die Baustelle "Schmerzkrisen" und "Schlafstörung" verkleinern können. Aktuell hat die Schlafstörung neben der Muskelspannung die höchste Priorität gewonnen. Dagegen wirkt die Epilepsie wie etwas gewohntes, etwas, was den Alltag nicht besonders stört bis auf ...

Ein Kommentar zu „Tetrazepam, was ist die Alternative

  1. Ich wün­sche Ihnen sehr gute Ner­ven und dem Inten­sivkind eine Lob­by, die sich für ehe­ma­lige Tetrazepam-Patien­ten ein­set­zt. Nur scheint es die nicht zu geben, hätte jemand etwas anderes erwartet?!

    Über Schlaf­störun­gen und Schmerzkrisen kann ich nichts sagen. Aber da ich sel­ber ein “Spasti” (nen­nen wir es mal beim Namen :-)) bin, weiß ich, wie fies diese sein kann. Tonuser­höhend wirkt ja schon eine volle Blase, ein biss­chen Aufre­gung oder Käl­tereiz (Juhu, der Win­ter kommt). Oder Krankheit. Oder ein schlechter Tag. Ich kann mir (ohne Medis) helfen, habe aber auch nur sehr geringe Spastik. Aber selb­st das langt manch­mal schon… Von daher: Haben die Ver­ant­wortlichen mal wieder von Zwölf bis Mit­tag gedacht.
    Hof­fentlich wird bald ein Mit­tel gefun­den, das vom Inten­sivkind auch ver­tra­gen wird und ihm hil­ft!

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