Mit Krise startet der Herbst

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Der Start in den Herbst war nicht geglückt oder vielleicht doch? Wir haben eine Krise überstanden, auf die wir hätten verzichten können, die wir nicht brauchten. Mitte September bekam unser Intensivkind eine Lungenentzündung und weil dies nicht reicht, zeigte die Epilepsie einmal mehr, was sie leisten könne. Eine Krise, die klar stellte, mit der Schule ist erstmal Schluss und die Intensivstation könnte der nächste Weg sein. Könnte.

Fieber, zweistündliche Inhalationen, ein weiteres Antiepileptikum, ein Antibiotikum und Sauerstoff bestimmten den „neuen“ Tagesablauf. Zum Glück fiel keine Pflegefachkraft durch eigenes Krank aus, denn unser Alltag (Beruf und Geschwisterkind) musste aufrecht erhalten werden. Dies raubte Energie, denn wenn wir nach Hause kamen mussten die „Regieanweisungen“ im häuslichen IntensivZimmer neu geordnet, überprüft und aufgetretene Fehler nachgebessert werden.

Eine Woche ohne Besserung

Das erste Antibiotikum zeigte bis auf das Fieberende nicht die Wirkung, wie wir es gehofft hatten und nach einem weiteren ärztlichen Gespräch gab es Antibiotikum Nr. Zwei. Daraufhin ging es dem Kind besser. Die Epilepsie wurde besser. Ihre Aktivität schwand mit dem Einsatz vom Frisium. Bisher hielten wir uns fern von diesem Benzodiazepin, doch nach aktuellem Stand der Erkrankung und den Ideen dazu, ist die Wahl von Antiepileptika massiv eingeschränkt - ich könnte auch sagen, aktuell gibt es keine „ordentliche“ und sichere Alternative.

Die Epilepsie ließ sich durch das Frisium unterdrücken. Sie gab uns ein anfallsärmeres und wacheres Intensivkind wieder. Das Könnte, was uns immer wieder die Fantasie eröffnete - wir fahren unser Kind auf die Intensivstation - verlor sich mit dem zweiten Antibiotikum, denn auch die Beatmung wurde besser. Sie brauchte nachts keinen Sauerstoff mehr und bekam wieder in der Rückenlage wie auch in den Seitenlagerungen eine gleichmäßig gute Belüftung der Lunge. Keine Gedankenspiele mehr über Intensivstation und wird sie uns verlassen - tiefes Durchatmen. Bis zur nächsten Krise, doch hoffe ich, diese lässt auf sich warten …

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Von Dirk Strecker

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