Charlott 2 (s)

Visite. Wenn dann die Ärzte so über Fritz hinweg schauen, da stellte sich mir oft die Frage: Was denken die? Worüber wird hier eigentlich verhandelt? Häufig war es mir gar nicht klar. Sicherlich, wenn da so ein kleiner Junge liegt, … Weiterlesen

Charlott 2 (r)

Wie sie sich fühlen sollen, wenn ihrem Kind eine Therapie abgelehnt wird. Ich fühle gar nichts, ehrlich. Man wird Stumpf, ganz klar. Der Ärger, ab einen Punkt lohnt es nicht mehr. Man fragt auch nicht mehr, was der ganze Wahnsinn … Weiterlesen

Charlott 2 (q)

Letztens stand ich vor dem Spiegel und wollte wissen, ob man sie zählen kann, die Falten. Sie werden mehr, so hatte es mir die Hilde erklärt. „Wie mehr?“ fragte ich sie. Sie schaute mich nur an und ich wusste, was … Weiterlesen

Charlott 2 (p)

An manchen Tagen, wenn es mir mit Fritz zu viel wurde, die Schwestern vom Pflegedienst auch nur mein Dasein als ihre eigene Entlastung sahen, stieß ich schnell an die Frage, ob ich nun einfach gehen oder die Luft anhalten solle. … Weiterlesen

Charlott 2 (o)

Fernseher. Überall gibt es diese Kisten, selbst in der Klinik. Doch komme ich einfach nicht mehr ins Programm rein. Entweder, ich denke bei jeder kleinen Serie, es ist mir zu langweilig oder ich habe Angst vor ein dramatisches Ende. Die … Weiterlesen

Charlott 2 (g)

Sie brauchen sich gar nicht so darin reinhängen. Es bringt eh nichts, hatte mir die Frau am Telefon gesagt. Beratung nennt sich das, Beratung für das behinderte Kind. Ich glaub, da hätte ich mir die Mühe sparen sollen. Suchst dir … Weiterlesen

Charlott 1 (f)

Kannste echt in den Skat drücken. Eigentlich ein Satz von meinem Großvater, aber seitdem Fritz geboren ist, ist der Satz auch nicht mehr aus meiner Welt wegzudenken. Einmal sind es die Leute in der Krankenkasse und dann der ganze Mief … Weiterlesen

Charlott 1 (e)

Fieber und bitte keine Rede von, jetzt geht doch endlich mal in die Klinik. Der Kinderarzt war da und starrte auf den Jungen als wollte er sagen: dass der noch lebt. Ich frage mich jedes mal bei seiner Anwesenheit, ob … Weiterlesen

Charlott 1 (d)

„Schau mal, zu der Zeit, wo alles begann und vergiss …“ Ich legte den Hörer auf. Ich lass mich doch hier nicht bequatschen, was gut war, was nicht und dies von meiner Mutter. Was habe ich, wir alles erreicht, bewältigt … Weiterlesen

Charlott 1 (c)

Unzufriedenheit, manche meiner Nachbarn geben mir immer wieder zu verstehen, ich sei doch unzufrieden. Die blühende Unzufriedenheit. Ich fragte meine Mutter, was sie meint. Sie zündete sich eine Zigarette an, blickte auf mich und ging nach fünf Minuten fort. Abends … Weiterlesen