Charlott 2 (b)

C
Mal durch­hän­gen, sich gehen las­sen, die Haa­re ein­fach nur in ein Kopf­tuch ste­cken, der Schwes­ter Guten Mor­gen sagen und dann ihr hin­ter­her schau­en, wie sie sich nach vor­ne beugt, in die Schu­he zwängt und die Tür hin­ter sich nach zieht. Sich dann wie­der aus­brei­ten, hin­le­gen, ein­fach das Ticken der Uhr aus­stel­len. Geht nicht, ging ein­fach nicht. Fritz braucht sei­ne Auf­merk­sam­keit, auch wenn er noch schläft. Stand­by, heißt der Modus, in dem man dann verfällt.

Ein gan­zes Leben in der War­te­schlei­fe, geweckt durch ein grel­len Alarm und wenn die Maschi­ne die Atmung wie­der hat und der Puls wie­der sei­nen Rhyth­mus gefun­den hat, Stand­by. Die meis­ten Elek­tro­ge­rä­te ver­brin­gen ihre Lebens­zeit in der War­te­schlei­fe. Auch Nachts, immer. Pfeift zu lan­ge der Alarm, klack­sen Schrit­te durch den Flur, ich schal­te um auf wach. “Mäd­chen, du musst dich schon ein wenig ordent­lich … Du kannst nicht ein­fach im Nacht­hemd vor den frem­den Leu­ten …” hat­te mir mei­ne Mut­ter erklärt. Klar, muss ich, ich bin jetzt öffent­lich, war­um nicht gleich in ein lee­ren Laden zie­hen, in die City, mit gro­ßen Schau­fens­ter. Na, so schlimm wird es nun auch wie­der nicht sein, mein­te Hil­de mal, als ich mich bei ihr aus­heul­te. Ich blieb still, hielt den Gedan­ke in mir fest und schrieb irgend­wann mal die Fra­ge auf eine alte Zei­tung: Ab wel­cher Behin­de­rung ist man eine öffent­li­che Per­son? Als Wer­ner es fand glotz­te er mich nur an. Er ver­steht auch nichts. “Geh doch mal aufs Amt.” schnitt ich ihn sein ers­tes Wort.

Kate­go­rie: 



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Ein Blog, klei­ne “Skiz­zen” aus dem Inten­siv­Zim­mer, der Füh­rung in der Pfle­ge, als pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge, dass Drum­Her­um, wie die Pfle­ge “lebt”, ihr gut tut, die Teil­ha­be wie in der Schu­le, was die Kranken‑, die Sozi­al­kas­sen … Wir mit­ten drin mit der Linn, unse­rer IntensivLady …

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