Charlott 2 (k)

C
Hat­te ich mich für die­ses Leben ent­schie­den. Hat­te ich es wirk­lich? Ich wüss­te nicht. Mei­ne Mut­ter hat mir auch nicht den bes­ten Start gege­ben. Der Tod mei­nes Vaters, da stand sie mehr neben sich als neben mir, als das sie für mich pre­sent war. Und neben mir ent­stand eine Lee­re. Eine Tür, die nicht geschlos­sen ist, aber man kann trotz­dem nicht hin­durch schau­en und doch ist einem bekannt, dahin­ter ist nichts, nur Lee­re. Dahin­ter war mal das Gemach des Königs, das Spiel­zim­mer für den Sohn. Ich bin nur eine Toch­ter, eben kein Rol­len­er­satz für eine Mutter.


Mein Spiel­zim­mer wur­de die Stra­ße. Die Spie­le zu hau­se, bei Regen oder Schnee paar­ten sich mit dem an die Hei­zung leh­nen, die glü­hen­de Hit­ze der Roh­re aus­zu­hal­tend, bis die Son­ne den Tep­pich wie­der auf­hell­te und der Him­mel sich blau färb­te. Doch, ich habe mich für Fritz ent­schie­den. Oft hielt ich Wer­ner mei­ne Hand hin und wenn er sie nahm, sie an sich zog, wuss­te ich, unser Weg ist der rich­ti­ge. Auch wenn unser jähr­li­cher Urlaub sich nicht im Süden aus­brei­te­te oder in der kla­ren Som­mer­küh­le im Nor­den. Es war egal, wenn wir uns eng an Fritz kuschel­ten, den Pfle­ge­dienst für ein oder zwei Näch­te raus­war­fen und den Kühl­schrank füll­ten mit guten Weiß­wein. Zusam­men­sein, Fami­lie, ob es am Ende mehr eine Illu­si­on war oder auch einer Wirk­lich­keit ent­sprach. Wir sind eine Fami­lie, eine mit All­tag, eine, die einen Schmerz in sich lebt, der uns abgrenzt nach außen, unser Allein­sein bestimmt.

Kate­go­rie: 



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