Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Charlott 2 (o)

C

Fern­se­her. Über­all gibt es die­se Kis­ten, selbst in der Kli­nik. Doch kom­me ich ein­fach nicht mehr ins Pro­gramm rein. Ent­we­der, ich den­ke bei jeder klei­nen Serie, es ist mir zu lang­wei­lig oder ich habe Angst vor ein dra­ma­ti­sches Ende. Die Sto­ry ein­fach als eine erfun­de­ne Geschich­te zu betrach­ten, dar­an schei­te­re ich. Es ist für mich zu real, die Gefüh­le, wel­che im Appa­rat auf­ge­bauscht wer­den, die sind mehr ein­fach zu hef­tig. Und Kri­mi, denn kann ich gleich vergessen.

Ich habe ein­fach kei­ne Kraft mich in ande­re Dra­mas zu hän­gen. Es mag viel­leicht gehen, wenn man den gan­zen Tag nichts bewe­gen­des erlebt hat, wenn man um sich her­um nur Mono­to­nie sieht. Dann erhebt sich dies Medi­um als die Quel­le, damit man über­haupt etwas erlebt. Vor Fritz, da klapp­te es auch ganz gut die lee­ren Tage damit zu fül­len, auf zu pep­pen, wie die Hil­de sag­te. Wir brau­chen was gegen den trost­lo­sen Abend, mein­te sie immer dann, wenn wir uns ent­schlos­sen vor die Kis­te aus­zu­brei­ten. Sie koch­te dazu immer eine Kan­ne Kakao mit Schuss und dann wan­der­ten wir durch die Erleb­nis­se in den ver­schie­de­nen Kanä­len. Doch war der eigent­li­che Grund, dass wir kein Cent mehr in der Tasche hat­ten, um durch die Läden zu zie­hen. Und jetzt, sel­ten, dass die Hil­de abends vor­bei schaut. Ich sitz allei­ne da. Die Schwes­ter hat mir Fritz abge­nom­men, wie jeden Abend und ich sit­ze ein­fach nur da. Die Kis­te bleibt still, das Zim­mer bleibt still und dann wäl­ze ich mich in mein Bett. Schla­fen geht eh nicht und lesen. Ein Buch. Wenn dann schaf­fe ich gera­de nur die­se Roman­hef­te. Es passt irgend­wie in letz­ter Zeit nichts rein in den Schä­del und dann, wenn irgend­was fiebt bei Fritz, dann sitz ich wie­der im Bett und hof­fe, dass die Tür zum Kin­der­zim­mer geschlos­sen bleibt und ich mei­ne Ruhe behalte.

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Ein Blog, kleine "Skizzen" aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege "lebt", ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen ... Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady ...

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