Eva Prinzip vs. EVA-Prinzip

Vorweg, ich habe dieses Buch "Eva-Prinzip" von Eva Herman nicht gelesen, aber von dem, was ich bisher vernahm aus der Breite der Medien, wie Fernsehen, Radio oder Zeitung, scheint es sich ganz gut mit der aktuellen Thüringer Familienpolitik auf einer Linie zu bewegen: Frau, voll berufstätig und Kind verträgt sich nicht und damit die Frau, also die Mutter, auch dies merkt (Ausgabe), werden die Leistungen für den Kindergarten gekürzt (Eingabe) und dies sogar beim behinderten Kind, ohne den wirklichen Bedarf anzuerkennen (Verarbeitung). Aber an sich machte mich der Titel stutzig und dann wurde mir klar, als ich im Untertitel "neue Weiblichkeit" las, dieses Buch hat wohl nichts mit dem Grundschema der elektronischen Verarbeitung zu tun, wie ich es im Informatikuntericht lernte: Eingabe - Verarbeitung - Ausgabe (EVA). Oder doch?

Doch bevor mich der Wille überfällt, doch dieses Buch zu bestellen, denn die folgende These der Eva H. in ihrem Buch reizt mich schon sehr:

"Nie in der Menschheitsgeschichte haben Männer die Hausarbeiten freiwillig verrichtet oder Kinder aufgezogen, aufgrund ihrer Veranlagungen sind sie auch nicht dafür vorgesehen.,"

Versuche ich mich an meine Schulzeit zu erinnern und denke, dass es die Autorin mit der "Historie" nicht so ernst nimmt, denn wozu hatten die Römer Sklaven für den Haushalt, wenn doch die Frau so gerne im Haushalt tätig sei, was ja das Wort freiwillig ausdrückt oder wie ist es denn auf dem Bauernhof gewesen und heute noch in vielen Ländern: Die Kinder laufen nebenher, die Kleinen von den Großen betreut, und alle Hände müssen mit anpacken, ob es im Stall ist, bei der Ernte oder wenn das Korn gedroschen werden muss. Somit halte ich mich lieber an das Zitat von Alice Schwarzer:

"Solche 'Zurück-ins-Haus'-Parolen - übrigens vorwiegend ausgegeben von Karrierefrauen - sind pure Provokation und Geschäftemacherei. Wir Frauen haben besseres zu tun, als uns durch solche Spielchen aufhalten zu lassen."

(Alice Schwarzer über „Das Eva-Prinzip“) in FAZ.net

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Dirk Strecker

Er arbeitet im und führt das PflegeTeam von Linn im Arbeitgebermodell (PflegeTeam bei Zitronenzucker) - gepaart mit seinen Erfahrung aus der Leitungsarbeit in ambulanten Kinderkrankenpflege / Intensivpflege. D.S. administriert Selbsthilfe-Webprojekte und wirkt vor Ort mit bei Themen der Selbsthilfe, Integration - Inklusion und der Kinderhospizarbeit. Er war Koordinator für den Kinderhospizdienst und berät jetzt beim Bundesverband Kinderhospiz.

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