Mit Elternmentoren auf Augenhöhe

Eltern von Kindern mit Behin­derung oder anders, Eltern von einem Kind mit beson­deren Förderbe­darf, kön­nen schnell an «Augen­höhe» ver­lieren in den Ämtern, Behör­den, Ein­rich­tun­gen (Kita, Schule) oder den Dien­stleis­tern. Eine fatale Sit­u­a­tion, denn geht es den Eltern nicht gut, so kann sich dies auf das Kind auswirken.

Auf Augenhöhe

Sie ver­lieren die Augen­höhe zum Gegenüber, etwas, was Sie vielle­icht aus dem All­t­ag ken­nen: Ein Kon­flikt eskaliert in einen Stre­it. Ein Wort gibt das andere, sie wer­den angeklagt, wie ein Kind, eine untergegebene Per­son oder Bittsteller behan­delt. Sie denken, Sie sind weniger Wert, Sie haben einen gerin­geren Sta­tus als andere, als das Gegenüber. Sie sind mit ihm nicht mehr auf ein­er Ebene. Dies ist schwierig. Wenn ich mich als Bittsteller sehe, dann ver­liere ich meinen Glauben an meine Wirk­samkeit. Ich erlebe mich als schwach, abhängig und die Ver­sorgung meines Kindes wird zu Last. Ich kann meine Lebenssi­t­u­a­tion und die meines Kindes nicht gestal­ten, ich bin unwirk­sam – ich ver­grabe mich in meinen Selb­st­mitleid. Ich ver­liere den Blick, die Ideen, welche Wege ich für mein Kind eröff­nen kann, was ich bew­erk­stel­li­gen und gestal­ten kann, damit es ihm gut und best­möglich gefördert.

Rechte und Pflichten

Eltern müssen auf Augen­höhe kom­men. Sie müssen wis­sen, welche Rechte sie haben und diese müssen Ihnen gewährt wer­den. In den «Spiel­raum» ihrer Rechte und Pflicht­en kön­nen sie Möglichkeit­en find­en, für ihr Kind den besten Weg zu find­en und dafür auch zu Kämpfen. Wenn Eltern für ihre Rechte ein­treten, kann dies den Behör­den helfen, denn deren Rolle wird klar­er: Was hat ein Amt zu leis­ten. Diese müssen nach ihren rechtlichen Möglichkeit­en entschei­den. Wenn bei­de Seit­en, Behörde, Dien­stleis­ter und die Eltern, ihre Gren­zen und Möglichkeit­en ken­nen, kön­nen sie auf der Sachebene bleiben. Bei­de Kön­nen sich als Part­ner sehen, um das best­mögliche aus ein­er Sit­u­a­tion zu machen für das Kind.

Elternmentoren

In Jena hat sich jet­zt aus der Ini­tia­tive Eltern­men­toren Jena ein Vere­in am 1.7.15 gegrün­det. Dieser stellt sich unter anderem die Auf­gabe durch die Beratung und Begleitung von Eltern mit einem Kind mit beson­deren Förderbe­darf, diese Eltern auf Augen­höhe zu brin­gen. Mit­stre­i­t­erin­nen sind her­zlich Willkom­men!

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Dirk Strecker

Er arbeitet im und führt das PflegeTeam von Linn im Arbeitgebermodell (PflegeTeam bei Zitronenzucker) - gepaart mit seinen Erfahrung aus der Leitungsarbeit in ambulanten Kinderkrankenpflege / Intensivpflege. D.S. administriert Selbsthilfe-Webprojekte und wirkt vor Ort mit bei Themen der Selbsthilfe, Integration - Inklusion und der Kinderhospizarbeit. Er war Koordinator für den Kinderhospizdienst und berät jetzt beim Bundesverband Kinderhospiz.

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