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Wie können wir in Zukunft unsere Miete und Essen zahlen? (II)

Update: als PDF-Datei der offene Brief (pdf)und eine tiefer­ge­hende Erk­lärung (pdf) zum, ich hoffe, besseren Ver­ständ­nis. Update II:unter FAQ find­et Ihr Antworten zu Fra­gen zu diesem The­ma. Für die Stadtver­wal­tung der Stadt Jena bin ich immer noch nicht ALG II berechtigt und auch nicht geeignet für die Sozial­hil­fe. Dies bedeutet, let­z­tendlich, ich bin für sie auch nicht hil­febedürftig, obwohl ich meinen Leben­sun­ter­halt nicht aus eige­nen Kräften bestre­it­en kann und auch nicht aus­re­ichend Hil­fe von ander­er Seite erlange (BAFöG gibt es halt nur, wenn man zur Uni oder zur Schule geht). Aber sie erken­nen an, dass ich kred­itwürdig bin und so “drück­en” sie mir ein Dar­lehen auf. Kred­itwürdig und doch kön­nen wir keinen Kred­it abzahlen. Irgend­wie wider­spricht sich das alles und es treibt einen zur Verzwei­flung. Hinzu macht die Stadt Jena mir das Recht auf Elternzeit stre­it­ig, mein­er Mei­n­ung nach, da sie mich in ein­er finanziell ungesicherten Sit­u­a­tion lassen. Wie bitte soll ich mit Exis­ten­z­sor­gen das Inten­sivkind noch gut pfle­gen?  

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Brief um des Briefes willen

Jet­zt habe ich den Start ins neue Jahr ver­daut und das Ärg­er­nis mit der Stadt Jena geht weit­er. Der Ober­bürg­er­meis­ter ver­ste­ht schein­bar nicht, was mit Beurlaubung im Studi­um gemeint ist laut ein­er Äußerung. Er sieht darin wohl etwas anderes als eine Unter­brechung des Studi­ums. Zumin­d­est werde ich nicht schlau aus sein­er Aus­druck­sweise. Tja, vielle­icht denkt er an seinen Jahresurlaub dabei. Ich würde dieses auch gerne so ver­ste­hen und ver­leben mit einem Inten­sivkind. Ist aber nicht drin. Beurlaubung an der Uni heißt Unter­brechung des Studi­ums. Vielle­icht sollte er es lieber mal ver­gle­ichen mit dem unbezahlten Urlaub eines Arbeit­nehmers, welchen dieser auch nicht unbe­d­ingt nimmt der Erhol­ung wegen, son­dern, da er sein Arbeitsver­hält­nis unter­brechen muss ohne gle­ich kündi­gen zu wollen, son­dern er möchte, dass sein Arbeit­splatz nach dem Urlaub für ihn erhal­ten bleibt.  

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Mit der Zeit tanzen gehen

Über Wei­h­nacht­en habe ich mal eine gedankliche Pause ein­gelegt. Meine Türen zum Weblog geschlossen, die Sachen gepackt und ab ging es gen West­en zu den Großel­tern der Maus. Ohne Pflege­di­enst. Wer brauch schon einen Pflege­di­enst. Die Nächte bekommt man auch ohne Schlaf gut hin, da sich entwed­er die Madame jede Stunde meldet oder die Mas­chine wegen irgend­wie und irgend­was. Doch dann spürt man, wie der fehlende Schlaf die Seele aus­raubt und man selb­st keine Gedanken mehr ord­nen kann. Zum Glück, gab es den ersten Ersten und der Pflege­di­enst kam 21 Uhr … endlich ein­mal richtig schlafen.

Vom OB kein Weihnachtsgruß

Der Schnee ist gegan­gen und die Stadtver­wal­tung geht auch in die Wei­h­nachtspause. Doch gab es zuvor noch eine Diskus­sion mit dem OB (eine interne Ver­samm­lung) über unseren Fall, ob uns nun ALG II zuste­ht oder nicht. Der OB schließt sich der Mei­n­ung sein­er ALG II Stelle an; man könne mir ein Dar­lehen gewähren. Was wäre die Alter­na­tive? Laut eines Mitar­beit­er des Sozialamtes der Stadt gäbe es ja noch die Möglichkeit der Bei­hil­fe als Zuschuss zum Leben, aus dem Topf der Sozial­hil­fe. Und Schwups – mein Spamde­tek­tor am Postkas­ten hat nicht angeschla­gen: Ein Brief von der Stadt. Ich erhalte jet­zt ein Dar­lehen. 

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4. Advent – Suche nach wohlige Weihnacht

Ob Tee oder Kaf­fee. Irgend­wie ist Wei­h­nacht­en und ich habe ein­fach kein Nerv mehr, mein Wohl­sein durch die Entschei­dun­gen vom Amt senken zu lassen. Doch let­z­tendlich haben sie noch gar nichts entsch­ieden, zumin­d­est laut unserem Briefkas­ten. Vielle­icht hat ja der Postkas­ten einen falsch eingestell­ten Spamde­tek­tor und lehnt jegliche Post der Stadt ab.  

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Amt o Amt und armes Kind in DE

Also mit was man nicht alles zu tun hat, wenn man mit einem Inten­sivkind lebt. Da ruft die Mitar­bei­t­erin am 8 Dez. der örtlichen ALG II Stelle an und teilt mit, das mein Antrag für ALG II abgelehnt wird, aber wenn ich ein Dar­lehen möchte … So und deshalb hat­te ich die ganze Woche etwas anderes zu schaf­fen als ins Weblog zu schreiben. Schließlich muss ich ja auch von etwas Leben und nicht nur das Kind, was  Sozial­geld bekommt. Vielle­icht sollte ich, um Lebenser­hal­tungskosten zu sparen, die kleine Maus ein­fach rund um die Uhr mit Son­denkost voll pumpen lassen, die Kosten der Son­denkost übern­immt schließlich die Krankenkasse, voll und ohne Zuzahlung.

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Armes Kind in Deutschland

oder bess­er Kind armer Eltern. Dabei war mir schon klar, wenn ein­er von uns die Pflege oder Erziehung des Kindes am Tage zu Hause übern­immt, dass man da nicht von wohlhabend wird, ins­beson­dere wenn bei­de sich noch dem Studi­um wid­men wollen oder auch müssen, zwecks Aus­bil­dungsab­schluss. Aber man wird arm, zumin­d­est wenn ich dem Geschehen glauben darf, was mir auf der Ombudsstelle für Hartz IV passiert ist:  

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Kaffee und Rollenverständnis

Schlecht gemahlen­er Kaf­fee, auf dieser Basis soll man einen Weblog schreiben, ins­beson­dere auch dann, wenn man noch Teile von Bohnen zwis­chen die Zähne bekommt. Schlecht gemahlen ist wie: Was für eine Rolle nehme ich ein: Eigentlich beurlaubter Stu­dent. Doch diese Rolle kann ich gle­ich stre­ichen, wenn ich das Kinderpflege­bett neben an, im Inten­sivZ­im­mer sehe. Nun, Vater oder Papa. Oh ja, das kommt mein­er aktuellen Rolle näher, doch hat diese Rolle den päd­a­gogis­chen Charak­ter ver­loren. Aber dazu hat sie die den Krankenpflegers erhal­ten. Doch möchte ich mich, darin selb­st aus­ge­bildet, nicht zu Hause als Krankenpfleger definieren. 

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Sonntag mit Ausblick

Son­ntag ist der Tag, wo die einen Wer­be­blät­ter austeilen und die anderen in Abfall­ton­nen steigen und den Müll sortieren nach recycel­bar und Rest­müll. Alles erfass­bar mit einem Blick aus dem Fen­ster und selb­st hofft man heute mal nicht raus gehen zu müssen und doch hab ich wieder dabei ein ungutes Gefühl in der Woh­nung kleben zu bleiben. Vielle­icht ist es die Angst durch die fehlende Bewe­gung unzufrieden zu wer­den am Abend. Doch was mich dabei eher stört, ist, das man so der kleinen Madame den Hauch der Welt ver­weigert, der ums Haus weht.

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Der Dienstag, mitten

Ein Tag wie jed­er und … Es gibt kein und und es gibt kein: es ist wie jeden Tag. Ein Aus­sage, die in meinem Leben noch nie eine Wahrheit gefun­den hat. Ein­mal lag es mit an der fehlen­den zeitlichen Struk­tur im All­t­ag, ein ander­er Grund ist die Furcht, jed­er Tag ver­läuft nun ein­mal genau­so wie die Tage zuvor. Jet­zt, also heute, muss ich ein­fach ein zeitliche Struk­tur schaf­fen für die Madame, was heißt: feste Zeit­en für die Nahrung, feste Zeit­en zum Schlafen und Waschen. Jeden Tag die gle­ichen Zeit­en. Selb­st in Kreis­cha, in der Rehak­linik, wo sich vieles wieder­holt, sog­ar die Geschicht­en, ist jed­er Tag anders, zumin­d­est in der Erin­nerung. 

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