Lungenentzündung@home II.

Nicht alles lässt sich mana­gen in der häus­li­chen Inten­siv­kran­ken­pfle­ge – dies könn­te jetzt mein Fazit sein. Ich grei­fe vor­weg – der gest­ri­ge Abend war weit ent­fernt vom ritua­li­sier­ten Sonn­tag­abend. Kein Tat­ort, die Uhr zeig­te, jetzt wäre der Mord im Film schon gewe­sen, und die Madame offen­bar­te eine schlech­te Sauer­stoff­sät­ti­gung, trotz stei­gen­den Sauer­stoff­fluss. Die Lage­rung zur bes­se­ren Beatmung brach­te auch kei­ne Wir­kung auf die Sauer­stoff­sät­ti­gung laut Puls­oxy. Was blieb, es war der Anruf auf der Inten­siv­sta­ti­on, der Ret­tungs­leit­stel­le und die Fahrt ging mit ihr in die Klinik.

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Behinderung, Lebensschutz und die PID

Lie­be Eltern mit einem schwer kran­ken Kind ohne Lebens­er­war­tung auf­ge­passt: Das Leben ihres Kin­des ist nicht schüt­zens­wert, wenn man die­se Pres­se­stim­me aus “Die Welt” zitiert in der Mem­min­ger Zei­tung liest:

So ist schwer zu ver­ste­hen, war­um die Ver­bots­an­hän­ger zu Abwehr der wei­te­ren Zulas­sung nicht jenem Ent­wurf eine Mehr­heit ver­schaff­ten, nach dem die PID nur bei Ver­dacht auf sol­che Gen­de­fekt zuzu­las­sen wäre, an denen das Kind vor oder kurz nach der Geburt ver­stirbt. Da blie­be der Lebens­schutz unan­ge­tas­tet, weil kein Leben ent­steht, das zu schüt­zen wäre.” aus: Pres­se­stim­men. Die Welt in Mem­min­ger Zei­tung. 9./10. 7. 2011 Nr. 156

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Spezialisierung mit Sub – vor Ort nicht “einfach” gegeben

Die Kontrolle des Tracheostomas beim Kind ist mehr als ein  “Standard”, was die HNO leistet.

Ken­nen Sie noch das The­ma: Kran­ken­häu­ser soll­ten sich am bes­ten auf ein Gebiet spe­zia­li­sie­ren. Es ist gar nicht so lan­ge her, doch die Finanz­kri­se ver­dräng­te das The­ma „Finan­zie­rung der Kran­ken­häu­ser“ ganz nett. Spe­zia­li­sie­rung der ein­zel­nen Häu­ser ist gut, wenn es dann auch das „gewünsch­te“ Haus in der Nähe geben wür­de, wie für ein Kind mit einem Luft­röh­ren­schnitt. Vor Ort, hier in Jena, hat­ten wir mit der Hals-Nasen-Ohren-Kli­nik (HNO) nicht das Glück, im Punkt, was ist die rich­ti­ge Kanü­le, ver­wies damals, vor gut drei Jah­ren, eine HNO-Ärz­tin auf einem ein­zi­gen Her­stel­ler. Sie gab uns deren Visi­ten­kar­te in die Hand. Einer ordent­li­chen Kanü­len­ver­sor­gung ent­spricht dies dem aber nicht, so unser Wis­sen, auch von ande­ren mit einem Inten­siv­kind bestä­tigt, denn zum einen gibt es nicht nur einen Her­stel­ler und somit unter­schied­li­che Typen von Kanülen.

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Intermezzo vs. Intensivstation

Ein hal­bes Jahr ist nun rum, ohne dass die Lady das nächt­li­che Innen­le­ben der Kli­nik erfah­ren muss­te. Doch soll­te es nur bei einem hal­ben Jahr blei­ben, denn ges­tern ging es mit den Hil­fen des Ret­tungs­we­sens ab in die Kli­nik. Hyper­ven­ti­la­ti­on, Epi­lep­sie waren die Dia­gno­sen und heu­te gegen Mit­tag ging es wie­der raus, zurück in die eige­nen vier Wän­de. Inter­mez­zo für ein Inten­siv­kind, um ihrer Inten­siv­sta­ti­on in der Kli­nik zu zei­gen: “He, mich gibt es auch noch!” 

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Befunde, objektiviert

Wo kom­men wir denn dahin, wenn Pati­en­ten erfah­ren, wie ihre Blut­wer­te sind? Also ich per­sön­lich, den­ke, man kommt da nir­gend­wo­hin. son­dern ich sehe es als per­sön­li­ches Recht des Pati­en­ten, sei­ne Ergeb­nis­se eines Blut­un­ter­su­chung zu erfah­ren und so lern­te ich es als Kran­ken­pfle­ger ken­nen. Doch muss­te ich es heu­te anders erfah­ren im Labor der ört­li­chen Kli­nik: Wir lies­sen bei der Madame die Blut­ga­se unter­su­chen und frag­ten, wann denn die Ergeb­nis­se vor­lie­gen. Zuerst erwi­dert man uns 10 bis 15 Minu­ten, doch dann folg­te: Die dür­fen wir Ihnen nicht aus­hän­di­gen, son­dern faxen sie ihren Kin­der­arzt zu.

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Hörgerät – nix da

Hört sie? Wenn ich zu erzäh­len begin­ne … Als Kind such­te ich den Schoß mei­ner Oma, um mich zu ver­ste­cken vor dem Allein­sein und for­der­te das gele­se­ne Wort. Dann sah ich ihr zu wie ihre Augen über die Buch­sta­ben wan­der­ten, ihr Mund tanz­te und färb­te jedes Wort ein von dem Mär­chen, was sie mir schon ges­tern und vor­ges­tern vor­las. Die Sät­ze “Oma, bit­te noch mal.” und “Aber du kennst es doch schon.” wur­den zum Spiel, wobei der Sieg dar­in bestand, in dem Genus der Stim­me zu geraten. 

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