Pflegende Angehörige: Pflege und Beruf besser absichern

Ein Bei­trag in Koope­ra­ti­on mit dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Fami­lie, Senio­ren, Frau­en und Jugend

Um die Ver­ein­bar­keit der Pfle­ge eines Ange­hö­ri­gen mit der Fami­lie und dem Beruf zu erhö­hen, hat die Poli­tik in den letz­ten Jah­ren ver­schie­de­ne Instru­men­te auf- und aus­ge­baut. Die letz­te Reform fand zum 1.1.2015 statt: Pfle­ge­un­ter­stüt­zungs­geld, Pfle­ge­zeit und die Fami­li­en­pfle­ge­zeit.

Mit die­ser Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf sind vie­le unter­schied­li­che Vor­stel­lun­gen und Erwar­tun­gen ver­bun­den. Kommt es zu einem Pfle­ge­fall, ent­ste­hen vie­le Ideen und Ängs­te, wie es im Job wei­ter­ge­hen kann. Denn schnell kann die Über­nah­me der Pfle­ge die Berufs­tä­tig­keit gefährden.

Aber unab­hän­gig aller Vor­stel­lun­gen soll­ten die Zie­le für die­se neue Lebens­si­tua­ti­on klar benannt sein. Als wich­tigs­te Zie­le wür­de ich setzen:

  • die Pfle­ge des Ange­hö­ri­gen / des Kin­des absichern
  • die Lebens­qua­li­tät der Fami­lie erhalten
  • im Job blei­ben; die Berufs­tä­tig­keit erhalten

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Zwillinge, Drillinge – welche Unterstützung möglich

Im Tanz der KinderDie ers­te Zeit Zuhau­se nach der Geburt von Zwil­lin­gen, Dril­lin­ge oder eben Mehr­lin­gen kön­nen für die Fami­lie eine beson­de­re Belas­tungs­pro­be wer­den. Es rollt ein All­tag auf die Fami­lie zu, bei dem es nicht sofort greif­ba­re Vor­bil­der und Lösun­gen gibt. Da klingt es wie eine Ent­las­tung, wenn eins der Geschwis­ter ein grö­ße­res gesund­heit­li­ches Pro­blem hat­te z.B. durch eine Früh­ge­burt und somit auf einen Kin­der­kran­ken­pfle­ge­dienst die ers­te Zeit ange­wie­sen ist, der über meh­re­re Stun­den am Tag nach Hau­se kommt – sicher­lich, auf das ein jeder wie­der­um ver­zich­ten würde.

Doch, so erfah­re ich es wie­der­holt, die Hil­fe durch den Pfle­ge­dienst ist nicht die Unter­stüt­zung, die die Fami­lie Zuhau­se in der Säug­lings­pfle­ge braucht. Denn der Pfle­ge­dienst küm­mert sich nur um das erkrank­te Kind, dafür wird sei­ne Anwe­sen­heit von der Kran­ken­kas­se finan­ziert. Er ist nicht für für das / die Geschwisterkind/er zu ständig.

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Elternbefragung und die Entlastungsangebote für die Familien

Letz­tes Jahr wur­de vom Kin­der­netz­werk eine Stu­die vor­ge­stellt, die ver­sucht hat, die Pro­ble­me, Belas­tun­gen und büro­kra­ti­schen Hür­den her­aus zu arbei­ten. Der „Stu­di­en­ge­gen­stand“ waren die Fami­li­en mit einem chro­nisch kran­ken und / oder behin­der­ten Kind. Davon gibt es rund zwei Mil­lio­nen Kin­der in Deutschland.

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Intensivkind & Pflegedienst: Die Entscheider im Sorgerecht Lebensqualität

Wie­der­holt tref­fe ich auf die erzäh­len­de Erfah­rung, dass der Pfle­ge­dienst mit dem Arzt über ein Inten­siv­kind die The­ra­pie ver­han­delt. Die Eltern wer­den nicht eingebunden.
„Geht gar nicht“ klin­gelt es gleich bei mir und ich höre ande­re Eltern als Bestätigung.

Puppe mit Katheter im Haar
Pup­pe mit Kathe­ter im Haar

Sicher­lich, der Pfle­ge­dienst muss dem Arzt eine Rück­mel­dung geben. Er oder die Ärz­tin hat über die Ver­ord­nung die Auf­ga­ben benannt, was ein Pfle­ge­dienst zu leis­ten habe. Die Kran­ken­kas­se hat den aus­ge­wähl­ten Pfle­ge­dienst beauf­tragt. Kann der Pfle­ge­dienst den ver­ord­ne­ten Pfle­ge­um­fang nicht erfül­len, dann muss der Arzt infor­miert wer­den und mit sei­nen Pati­en­ten die Gestal­tung der Pfle­ge besprechen. 

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Großeltern, Kinderhospiz und das Private

Sie­ben Jah­re ist das Inten­siv­kind alt und wir haben uns nie getrennt, sehe ich ab von den Näch­ten auf den Inten­siv­sta­tio­nen, in der Reha­kli­nik und ein oder zwei Näch­ten zuhau­se mit Pfle­ge­dienst. Es war kei­ne Tren­nung über eine län­ge­re Zeit, über meh­re­re hun­dert Kilo­me­ter und jetzt ist das Inten­siv­Zim­mer still. Ohne Kind, kei­ne Pfle­ge­fach­kraft und kei­ne säu­seln­de Beatmungs­ma­schi­ne. Es ist gut so – zu einer gesun­den Bezie­hung gehört die Tren­nung, das Allein­sein voneinander … 

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Intensivkind: Die gute, nein böse Schwester

Die böse Schwes­ter – die gute Schwes­ter, so wür­den oder könn­ten Eltern die Pfle­gen­den vom Inten­siv­kin­de ein­tei­len, liest man in einem Fach­ar­ti­kel der neu­en Zeit­schrift “beatmet leben”. Ob die­se Ein­tei­lung stimmt? Ich selbst kann dies nicht bezeu­gen bei ande­ren. Zumin­dest bei uns gibt es die­se Ein­tei­lung nicht. Obwohl, die gute Schwes­ter gibt es schon, doch ist eine Schwes­ter böse, dann wird ihr die Tür erst gar nicht geöffnet.

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Behinderte Kind: Die Pflege – Die Crux mit der Arbeitzeit

Fazit ist doch, so ist es mir noch in Erin­ne­rung, zufrie­den und gesund bleibt der Arbeit­neh­mer, wenn er sei­nen Arbeits­ab­lauf, sei­ne Zeit beim Job selbst gestal­ten kann, also über Pla­nungs­si­cher­heit ver­fügt, auch über die Arbeits­zei­ten hin­aus und sei­ne Auf­ga­ben sich selbst ein­tei­len kann, wann er wel­che erledigt.

Und so ließt man wie­der die Bestä­ti­gung, zu lange Arbeits­zei­ten machen krank. Nicht nur ist mir noch in Erin­ne­rung, es sol­le auch die Pro­duk­ti­vi­tät sen­ken, stän­dig über das Limit zu arbei­ten. Und wie, so stellt man sich gleich die Fra­ge, ist es in der Pfle­ge von schwerst­pfle­ge­be­dürf­ti­gen Ange­hö­ri­gen zu Hau­se? Da gibt es kei­ne begrenz­te Arbeits­zeit und auch nicht unbe­dingt eine Pla­nungs­si­cher­heit. Nun gut, ein Stück All­tags­pla­nung muss man als Pfle­ge­per­son auf­bau­en, also eine Struk­tur in den Tag brin­gen. Um sie­ben ist die Mor­gen­wä­sche, um acht das Früh­stück, um elf Win­del­wech­sel und so wei­ter. Zwi­schen­drin wird mehr­fach gela­gert, der Trans­fer vom Bett in Stuhl und zurück. Dane­ben sorgt der Haus­halt auch noch für genug „Zutun“, ob es nun die Wäsche ist oder das Bad müss­te wie­der mal geputzt wer­den. Eine Pau­se, die hat man viel­leicht zur Mit­tags­ru­he oder auch nicht.

Und dann kommt noch die Nacht mit ihren Zei­ten: Win­del­wech­sel, Lagern von links in die Mit­te, von der Mit­te auf die rech­te Sei­te. Alle drei Stun­den oder sogar zwei, je nach­dem. Eine 40-Stun­den-Woche ist ein Traum und das „Gehalt“, das Pfle­ge­geld, wenn es klappt mit der Pfle­ge­stu­fe, dann kön­nen es gute 600 Euro im Monat ausmachen.

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Spätabtreibung, Bedenkzeit und die Münze

Ent­schei­dun­gen müs­sen im Leben getrof­fen wer­den und es gibt dabei vie­le, wo man nicht die Chan­ce hat einen Kom­pro­miss zu schlie­ßen und wo es eben kein Zurück­spu­len gibt, wie bei: ich möch­te ein Kind oder ich möch­te keins. Doch lau­tet, wenn man so durch die Medi­en streift, wohl die Fra­ge nicht allein, ich möch­te ein Kind, ja oder nein. Son­dern sie lau­tet als For­de­rung: Ich möch­te ein gesun­des Kind!

Und da wären wir bei der Prä­na­tal­dia­gnos­tik, die, wenn man sie „zu lässt“, auch Ergeb­nis­se lie­fert. Die­se for­dern, je nach­dem, die nächs­te Fra­ge her­aus: Die Abtrei­bung, dem Ja oder Nein für ein Kind mit einer Erkran­kung. Hier gibt es nun im bun­des­deut­schen Recht Ände­run­gen, die gelobt und kri­ti­siert wur­den. Eine Ände­rung ist die Bedenk­zeit, die­se sol­le bei Spät­ab­trei­bung drei Tage betra­gen, es sei denn, dass Leben der Schwan­ge­ren ist gefährdet.

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Integration – Begleitung der Familie mit behindertem Kind

In der “Woche fürs Leben 2009 (vom 25. April bis 2. Mai) rufen die Kir­chen für eine bes­se­re Inte­gra­ti­on von Men­schen mit kör­per­li­cher oder geis­ti­ger Behin­de­rung auf. Doch wie macht man sie mög­lich, wenn selbst Betrof­fe­ne und deren Fami­lie nicht über ihre Rech­te wis­sen dabei? Über die Rech­te zu wis­sen, wäre das eine, das ande­re sind aber auch Ange­bo­te, die ein­fach feh­len, wenn eine Fami­lie mit der Dia­gno­se “Behin­de­rung des Kin­des” kon­fron­tiert wird. Jetzt wird man mir ent­ge­gen­hal­ten, Behin­de­rung ist kei­ne Dia­gno­se, sie ist mehr eine “Sto­ry” der Ab- und Aus­gren­zung vom Nor­mal. Behin­dert ist man nicht, behin­dert wird man durch die gege­be­nen Struk­tu­ren. Die Dia­gno­se ist eine Erkran­kung, die ein Han­di­cap, ein Anders bewirkt auf Dauer.

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Studium und Kind

ALG II im Studium

Stand Frühjahr 2006

Grund­sätz­lich gilt, wäh­rend des regu­lä­ren Stu­di­ums, wel­ches för­de­rungs­fä­hig ist nach dem BAFöG, bekommt Ihr selbst kein ALG II. Doch gibt es natür­lich Situa­ti­on, wo trotz­dem ein Anspruch ent­ste­hen kann:

  • Wenn Ihr euch wäh­rend des Stu­di­ums beur­lau­ben las­sen müsst, sei wegen Schwan­ger­schaft, Eltern­zeit oder auch einer Erkrankung

In die­sen Fäl­len (und ihr seit län­ger als 3 Mona­te beur­laubt) hat man Anspruch auf ALG II, wobei natür­lich die Kri­te­ri­en wie Ver­mö­gen auch erfüllt sein müs­sen. Anmer­kung: Wenn ihr stu­die­ren­de Eltern seit könnt ihr bei gerin­gen Ein­kom­men, wie BAFöG oder bei gerin­gen Zuschüs­sen von den Eltern, Sozi­al­geld für das Kind bean­tra­gen und für euch selbst Wohn­geld. Das Sozi­al­geld müsst ihr bei der ARGE / ALG II Stel­le beantragen.

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