SchlagwortFiction

Kein Zauber

In ihrm Blick stehts mit des­sen. was er ver­sucht hat zu begrei­fen. Schmal soll­te sie sein. Mit ihrem Blick stehts die Ver­gang­heit her­vor­zieht, den Schmerz ihrer beklei­det ein Lächeln. Eine Stra­ßen­bahn fuhr vor­über, sie neh­mend, sei­ne Ver­gan­gen­heit ohne Lösung bleibt.

Charlott 2 (g)

Sie brau­chen sich gar nicht so dar­in rein­hän­gen. Es bringt eh nichts, hat­te mir die Frau am Tele­fon gesagt. Bera­tung nennt sich das, Bera­tung für das behin­der­te Kind. Ich glaub, da hät­te ich mir die Mühe spa­ren sol­len. Suchst dir die Num­mern zusam­men, rufst einen Ver­ein an den nächs­ten an und willst es wis­sen, ob das wirk­lich mit dem Aus­weis rich­tig ist: Fritz ist nur noch...

Beatmungsmaschine

Zwi­schen dem Geschmack von bil­li­gem Weiß­wein ver­fan­gen sich lee­re Geräu­sche, ein Klack, ein Säu­seln der Tur­bi­ne von der Maschi­ne die Lun­ge gefüllt, ein Klack, alle Luft ent­weicht geführt durch Plas­tik umhüllt, Druck­kon­trol­liert der Brust­korb vom Kind gesenkt. Ich nip­pe an der Kühle

Stoff

“Hey Mann, es ver­lief alles ein wenig beschis­sen, anders kann ich es nicht sagen. Peter woll­te den Trans­port nicht machen und was ist dann. Das Pro­blem haf­tet an einer mei­ner Fer­se. Der Stoff muss­te rüber und wenn ich es nicht getan hät­te, na dar­über den­ke ich erst­mal gar nicht, oder. An der Gren­ze ver­lief alles gut, Mit einem “Guten Mor­gen” vier Uhr in der Früh. Die Kon­trol­len...

Charlott 1 (e)

Fie­ber und bit­te kei­ne Rede von, jetzt geht doch end­lich mal in die Kli­nik. Der Kin­der­arzt war da und starr­te auf den Jun­gen als woll­te er sagen: dass der noch lebt. Ich fra­ge mich jedes mal bei sei­ner Anwe­sen­heit, ob ich gehen soll, damit er end­lich sein Ste­tho­skop aus­packt, doch wenn ich mich dann der Tür zu bewe­ge oder mei­ne Stimm­bän­der aus­pa­cke für das ers­te Wort...

Charlott 1 (d)

“Schau mal, zu der Zeit, wo alles begann und ver­giss …” Ich leg­te den Hörer auf. Ich lass mich doch hier nicht bequat­schen, was gut war, was nicht und dies von mei­ner Mut­ter. Was habe ich, wir alles erreicht, bewäl­tigt und da müs­se es mir doch gut gehen. Nee, nicht mit mir. Es läuft gera­de nicht toll, mil­de gesagt, und da hilft auch nicht, wenn ich es schön male mit dem, was...

Fünf Minuten

Fünf Minu­ten Zeit um die pas­sen­den Wor­te zu fin­den, spon­tan ohne Vor­war­nung. Fünf Minu­ten steht ein Mann vor sei­ner Woh­nungs­tür, dahin­ter nie­der­ge­sun­ken, wei­nend sei­ne Frau. Die Blu­men hält er in den Hän­den und die Fra­ge, was er habe falsch und die Ant­wort hin­ter ihm, ver­drängt. Der Alko­hol, die Bli­cke in die TV-Ein­heit statt zu ihr, die Kopf­höh­rer erset­zen jedes...

Unscharf

Die Lee­re. Ein­sam ist sie, so wie sie gegan­gen war. Den Stift auf dem Tisch hat sie lie­gen gelas­sen, einen Zet­tel dane­ben mit ihren Wör­tern, die sie mir ver­spro­chen hat­te und in der Lee­re gelas­sen hat. Die Gedan­ken, das Bild von ihr schmilzt in der Wär­me des Ker­zen­lichts, in den Gedan­ken beim letz­ten Besuch im Klos­ter. Ich sol­le mich ent­schei­den, sag­te sie. Es gäbe nur ein...

Wartezimmer

Im Schat­ten ste­hen, die Ziga­ret­te durch zwei Fin­ger dre­hen. Asche ver­liert sich von der Glut. Fal­lend mit dem Gedan­ken, ob sie auch trop­fen könn­te und eine Ant­wort Nein kommt aus ihren Mund als ich mei­ne Lip­pen lös­te. Du rauchst? Ich rau­che, ja. Hast du eine Idee? 

Wir haben darüber

Wir haben dar­über unser Wis­sen gewon­nen und war­ten nun auf den nächs­ten Schritt. Wenn uns das Glück genehm ist, wer­den wir nicht mehr vor die­ser Tür ste­hen, son­dern hin­ter ihr sein. Die Tür muss besei­tigt wer­den. Den­ken sie hier­bei auch dar­an, dass ein sol­cher Schritt vie­le Fol­gen hat. 

Charlott 1 ©

Unzu­frie­den­heit, man­che mei­ner Nach­barn geben mir immer wie­der zu ver­ste­hen, ich sei doch unzu­frie­den. Die blü­hen­de Unzu­frie­den­heit. Ich frag­te mei­ne Mut­ter, was sie meint. Sie zün­de­te sich eine Ziga­ret­te an, blick­te auf mich und ging nach fünf Minu­ten fort. Abends rief sie mich dann an und mein­te: “Ich sehe das ein wenig anders, doch kön­ne ich dir nicht beschei­ni­gen...

Charlott 1 (b)

Vie­le mei­nen, man soll­te immer in Bewe­gung blei­ben. Ich geb mir mühe, doch wür­de ich gern mal ne Pau­se machen. Das Kind, Kind sein las­sen und ihn nicht immer als den klei­nen Pati­en­ten sehen. Die Hälf­te, wenn er doch nur zur hälf­te Kind sein könn­te, aber is nicht, is ein­fach nicht. Die Ärz­te schau­en ihn an und erzäh­len mir was an ihm nicht nor­mal, was krank ist. Als letz­tens...

Charlott 1 (a)

Ich bin die Char­lott und eini­ge Leu­te mei­nen, ich hät­te nichts zu sagen. Ich solls mal las­sen, den Tag durch die Schreib­ma­schi­ne zu quä­len. Hab ich nicht vor, ent­geg­ne­te ich letz­tens und da blie­ben von denen die Mün­der offen ste­hen. Ich glaub, die kön­nens ein­fach nicht ab. Ich fühl mich gut, trotz mei­ner Sto­ry. Ich fühl mich gut, na mein Psy­cho­doc sieht das ein wenig...

Über


Ein Blog, klei­ne “Skiz­zen” aus dem Inten­siv­Zim­mer, der Füh­rung in der Pfle­ge, als pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge, dass Drum­Her­um, wie die Pfle­ge “lebt”, ihr gut tut, die Teil­ha­be wie in der Schu­le, was die Kranken‑, die Sozi­al­kas­sen … Wir mit­ten drin mit der Linn, unse­rer IntensivLady …

Archive

Kategorien

Neueste Beiträge

Neueste Kommentare

Archive

Meta



close-link
Newsletter