Physiotherapie jetzt in der Einrichtung(?) – Heilmittelrichtlinie

Die Phys­io­ther­a­pie in der Kita war 2010 ein großes The­ma gewor­den. Einige Eltern der behin­derten Kinder stell­ten sich schon darauf ein, 2011 wird es keine passende Ver­sorgung mehr geben. Ein gewichtiger Hin­ter­grund, neben der ganzen IFF-Geschichte in Thürin­gen, ist die Heilmit­tel­richtlin­ie.

Diese Richtlin­ie, so veröf­fentlichte es der Gemein­same Bun­de­sauss­chuss, erfahre nun ein­er Änderung. Unter anderem soll dadurch die Ther­a­pie in Ein­rich­tun­gen wie die Regelschule möglich sein. Eine Sit­u­a­tion, die trotz beste­hen­der UN-Kon­ven­tion für die Rechte der Men­schen mit Behin­derung, immer noch eine Kampf­zone ist. Je nach Einzelfall kann die Ther­a­pie in der Schule statt find­en oder nicht. Weit­er­lesen “Phys­io­ther­a­pie jet­zt in der Ein­rich­tung(?) – Heilmit­tel­richtlin­ie”

Physiotherapie & Frühförderung: Erstmal wieder gesichert

Die Phys­io­ther­a­pie im inte­gra­tiv­en Kinder­garten vom Inten­sivkind wird (erst­mal) so weit­er bleiben, sprich, die gewohnte Qual­ität wird oder soll erhal­ten bleiben. Möglich wird dies, in dem die inter­diszi­plinäre Früh­förderung (IFF) nicht umge­set­zt wird. Hätte man sie umge­set­zt, so hät­ten sich zum Beispiel die Ther­a­piezeit­en gekürzt, aber lesen Sie selb­st:

Jena: Gefahr sink­ender Stan­dards in inte­gra­tiv­en Kindergärten abgewen­det

IFF in Thüringen: Nur noch eine halbe Stunde Physiotherapie

Eine halbe Stunde Phys­io­ther­a­pie – reicht dies für ein schw­er­st­be­hin­dertes Kind mit Epilep­sie und Tra­cheostoma. Ich denke nicht, doch durch die Tar­ife der neuen Rah­men­vere­in­barung in Thürin­gen für inter­diszi­plinäre Früh­förderung (IFF) wurde gestern in der Kita deut­lich, es wird wohl in Zukun­ft nur eine halbe Stunde Phys­io­ther­a­pie geben am Stück. Aktuell sind es gute 45 Minuten.

Wie wurde dies The­ma? Gestern wurde mit dem Eltern­beirat und der Leitung die Weit­er­führung der Phys­io­ther­a­pie in der inte­gra­tiv­en Kita besprochen und sie wird wohl vor­erst weit­erge­hen. Gesichert wird sie jet­zt erst­mal über einen Träger der Früh­förderung zusam­men mit dem Träger der Kita, wodurch mit den Krankenkassen auch abgerech­net wer­den kann. Weit­er­lesen “IFF in Thürin­gen: Nur noch eine halbe Stunde Phys­io­ther­a­pie”

Frühförderung und die Physiotherapie

Frei assozi­iert ste­ht das Inten­sivkind für ein unendlich­es Arse­nal an Baustellen, ob gesund­heitlich oder eben, um die Ver­sorgung für das Kind aufrecht zu erhal­ten. Man hat ein­fach gar nicht mehr das Gefühl, hier irgend­wo noch ein­mal einen Überblick über die Lage zu find­en, denn kaum hat man eine Baustelle inspiziert, dann eröffnet sich die Näch­ste. Die Neue heißt: Phys­io­ther­a­pie in ihrer inte­gra­tiv­en Tagesstätte. Denn, ob es diese weit­er gibt, ste­ht auf wack­e­li­gen Beinen.

Der Grund ist auf der Web­seite unser­er Selb­sthil­fe­gruppe nach zu lesen.

Behindertenbeauftragte mit Barrieren

Der Brief ans Sozialmin­is­teri­um Thürin­gens ging heute raus mit dem The­ma, das Aus für die Phys­io­ther­a­pie im inte­gra­tiv­en Kinder­garten. Ein The­ma, was eben auch den Beauf­tragten der Bun­desregierung für die Belange behin­dert­er Men­schen ange­ht. Zumin­d­est glaube ich es. Aber ihm das ein­fach per Fax zu kom­men zu lassen. Siehe da, es kostet, der Bürg­er mit Behin­derung wird zur Kasse gebeten, wenn er seine ver­let­zten Rechte dem Beauf­tragten mit­teilen möchte. Eine Bar­riere, denn es gibt zwar ein Kon­tak­t­for­mu­lar mit der Begren­zung auf 3000 Zeichen und eben keine ein­fache E-Mail Adresse mehr.

Weit­er­lesen “Behin­derten­beauf­tragte mit Bar­ri­eren”

Thüringen: Frühförderung und Physiotherapie

Es ist wieder zum The­ma gewor­den: die Phys­io­ther­a­pie in der inte­gra­tiv­en Kindertagesstätte. So musste ich heute erfahren, dass die Krankenkassen den alten Rah­men­ver­trag für die Früh­förderung jet­zt ein­seit­ig zum 30.9. aufge­hoben hät­ten.

Ist dies so, so ist es ein Prob­lem, da es immer noch keine Lösung in Jena in der Kita von unser­er Lady gibt, wie es dann mit der Phys­io­ther­a­pie weit­er gehen kann. Ein Prob­lem? Nicht ganz, denn auch wenn die Krankenkassen den Rah­men­ver­trag aufheben, ist es noch nicht her­aus, ob sie die Phys­io­ther­a­pie weit­er finanzieren wür­den. Und, so ver­ste­he ich es, gegen die “Aufkündi­gung” kann man wohl erst vorge­hen, weil es ein­seit­ig nicht gin­ge, wenn die Krankenkassen auch wirk­lich nicht mehr die Leis­tung in der inte­gra­tive Kita bezahlen.

Die Hoff­nung, unsere Lady bekommt trotz­dem weit­er­hin die Ther­a­pie, ist nicht groß und somit muss man wohl erst ein­mal eine Nach­frage ans Sozialmin­is­teri­um vom Land starten, was denn hier nun dran sei.

Und neben­bei: Das Wort Inklu­sion wird immer häu­figer zum Schlag­wort, wenn man so durch Netz stöbert. Ohne Heilmit­teln in den Ein­rich­tun­gen wie Phys­io­ther­a­pie wird es nichts mit Inte­gra­tion und somit erst recht nichts mit Inklu­sion. Denn ger­ade diese Ther­a­pi­en sich­ern mit die Förderung und Reha­bil­i­ta­tion ab. Eine Ther­a­pie am Nach­mit­tag ist für viele Kinder mit Behin­derung nicht möglich.

Frühförderstelle – Wie ist sie zu finden?

Nicht immer läuft in der Entwick­lung des Kindes alles so “fortschrit­tlich”, wie es sich die Eltern oder Ärzte wie auch Erzieher wün­schen. Es hinkt den anderen Kindern im gle­ichen Alter hin­ter­her, ohne aber dass man gle­ich von Behin­derung sprechen muss. Es braucht mehr gezielte Förderung in einem oder mehreren Teil­bere­ichen, um dort beste­hende Defizite auszu­gle­ichen. Dadurch wird es unter anderem vor ein­er Behin­derung geschützt. Eine Auf­gabe, welch­er sich Heilpäd­a­gogen stellen bei Kindern bis zur Schule in der Früh­förderung.

Wie findet man die ambulante Frühförderstelle?

Wie ich jet­zt hörte von einem Fall in Thürin­gen, emp­fahl ein Kinder­arzt die Früh­förderung den Eltern für den Nach­wuchs, doch hat­te er keine Adresse zur Hand. Zuerst denkt man wohl, die erste Adresse sind die Vere­ine der Behin­derten­hil­fe wie die Leben­shil­fe oder die Diakonie. Doch kann man auch hier scheit­ern, wenn die vor Ort eben keinen solchen Dienst betreiben.

Weit­er­lesen “Früh­förder­stelle – Wie ist sie zu find­en?”

Jena, Frühförderung und ein Muss vor Ort?

Was wäre, wenn es auf­grund der jet­zi­gen, neuen Bedin­gun­gen für die Früh­förderung von behin­derten Kindern, es in Jena keine Früh­förder­stelle mehr gäbe? Ein Ding der Unmöglichkeit in ein­er Stadt mit 100.000 Ein­wohn­ern wür­den vielle­icht einige sagen. Schließlich, es gäbe nach dem Sozialge­set­zbuch doch ein Recht auf heilpäd­a­gogis­ch­er Früh­förderung. Ja, dies schon, wenn es da heißt:

(1) Heilpäd­a­gogis­che Leis­tun­gen nach § 55 Abs. 2 Nr. 2 wer­den erbracht, wenn nach fach­lich­er Erken­nt­nis zu erwarten ist, dass hier­durch 1. eine dro­hende Behin­derung abgewen­det oder der fortschre­i­t­ende Ver­lauf ein­er Behin­derung ver­langsamt oder 2. die Fol­gen ein­er Behin­derung beseit­igt oder gemildert wer­den kön­nen. Sie wer­den immer an schw­er­st­be­hin­derte und schw­er­st­mehrfach­be­hin­derte Kinder, die noch nicht eingeschult sind, erbracht. (2) In Verbindung mit Leis­tun­gen zur Früherken­nung und Früh­förderung (§ 30) und schul­vor­bere­i­t­en­den Maß­nah­men der Schul­träger wer­den heilpäd­a­gogis­che Leis­tun­gen als Kom­plexleis­tung erbracht.” § 56 SGB IX. aus bundesrecht.juris.de

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Jena: behinderte Kind: Physiotherapie und offener Leserbrief

Es bleibt in Thürin­gen, zumin­d­est in Jena, wohl aktuell ein Prob­lem: die Sicherung der Heilmit­tel, also der Phys­io­ther­a­pie, Logopädie und die Ergother­a­pie, in den inte­gra­tiv­en Kindergärten. Ein neuer Rah­men­ver­trag für die Regelung der Früh­förderung ist der Aus­gang. Obwohl dieser Ver­trag nichts über die Ein­rich­tun­gen ver­han­delt, doch so bet­rifft er diese. Der Grund: der alte Ver­trag „besprach“ die inte­gra­tiv­en Ein­rich­tun­gen und deren Heilmit­te­lange­bot, legte also die Heilmit­telver­sorgung zum Teil fest. Der Neue, eigentlich sollte er ja bess­er sein, er soll das Inter­diszi­plinäre in der Früh­förderung umset­zen. Aber was ist, wenn sich keine Früh­förder­stelle find­et, die den neuen Rah­men­ver­trag für gut befind­et, son­dern eher als ein Risiko betra­chtet, da Dinge für sie ungek­lärt sind. Und dies ist aktuell in Jena der Fall.  Somit sieht es auch schlecht aus für die Ver­sorgung der behin­derten Kinder in der inte­gra­tiv­en Kita wie unser­er Madame. Aber lesen Sie doch am besten selb­st: Offen­er Leser­brief: „Frühe Hil­fe rech­net sich“ (Freies Wort v. 18.02.2009)

Integration & Kita: Vor die Tür gesetzt

Nicht jede Inte­gra­tion in einem Kinder­garten klappt. Manch­mal, ins­beson­dere bei schw­er betrof­fe­nen Kindern, muss man sich tren­nen, also eine andere Ein­rich­tung suchen für das Kind oder es muss doch zu Hause bleiben, was für die Eltern eine immense Belas­tung ist, auch finanziell, wenn ein Ver­di­ener dadurch aus­fällt. <--break->

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