Intensivkind zu Hause: Lernen Sie die Pflege II.

Puppe in halb PuppenbuggyIn dem Bei­trag „Inten­siv­kind zu Hau­se: Ler­nen Sie die Pfle­ge!“1 stel­le sich die Fra­ge, wie kann ich als Mut­ter oder Vater in die Pfle­ge mei­nes chro­nisch kran­ken Kind ein­ge­ar­bei­tet werden.

Start in der Klinik

Kommt es zu einer lang­an­hal­ten­den „Pfle­ge­si­tua­ti­on“ beim Inten­siv­kind, geht dies häu­fig mit einem Kli­nik­auf­ent­halt ein­her. Somit kann die ers­te Ein­ar­bei­tung in die spe­zi­el­le Pfle­ge schon auf Sta­ti­on statt­fin­den und dies soll­te es auch. Denn zum einen muss bei einem Inten­siv­kind erfasst wer­den, wie weit kön­nen die Eltern die Pfle­ge selbst über­neh­men, für wel­che Maß­nah­men braucht es einen Pflegedienst.

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Ein Ostergruß von der Krankenkasse

Ges­tern kam von der Kran­ken­kas­se Post, die Geneh­mi­gung über die bean­trag­te Lage­rungs­hil­fe “Mal­ta” von der Fa. Ens­te Phy­sio­form Reha 1. Ein Oster­gruß! Auch wenn die Post nicht so aus­ge­wie­sen ist, ist sie es für uns. Denn wir war­ten schon seit sechs Mona­ten auf eine end­gül­ti­ge Ent­schei­dung2 nach unse­ren Ein­spruch, ob wir die­se Posi­tio­nie­rungs­hil­fe geneh­migt bekom­men oder nicht. Der Preis des Hilfs­mit­tels liegt um die 530€.

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Minimal & IntensivZimmer: Wie viel gebrauchte Mittel

Der Raum vom Inten­siv­Zim­mer, das „Schwes­tern­zim­mer“ davor und unse­re Woh­nung ist in der Flä­che begrenzt. Wird eine Beatmungs­pfle­ge bei einem Men­schen mit schwe­rer Behin­de­rung wie dem Inten­siv­kind nötig, wird klar, unge­nutz­te Hilfs- oder Ver­brauchs­mit­tel müs­sen zurück zum Sani­täts­haus, der Kran­ken­kas­se oder sie müs­sen ent­sorgt wer­den. In einem Arti­kel auf „Die Ent­de­ckung der Schlicht­heit“ wird die Fra­ge gestellt: Wie viel brau­che ich wirk­lich?1Am Ende des Arti­kels kommt der Autor zum Schluss, die Fra­ge heißt anders: Was brau­che ich nicht mehr?

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Krankenkasse: Einwegsensor und Lagerungshilfe

Die Ein­weg­sen­so­ren für den Puls­oxy oder SpO2-Moni­­tor sind wie­der im Pro­gramm. Unse­re Begrün­dung, dass wir 2010 auf die Ein­weg­sen­so­ren umge­stie­gen sind  hat sich die Home­ca­re­fir­ma wie auch die Kran­ken­kas­se angeschlossen … 

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Einwegsensor zu Dauer mal Pauschalversorgung

Ges­tern ver­such­te ich zu klä­ren, ob wir auf den Dau­er­sen­sor in der SpO2 – Über­wa­chung umstei­gen müs­sen. Ich rief die Kran­ken­kas­se an. Eine Frau mit erkäl­te­ter Stim­me erklär­te mir, die Ein­weg­sen­so­ren sei­en nicht abge­lehnt. Ich wur­de stut­zig. Sie sag­te wei­ter, die sei­en in der Pau­schal­ver­sor­gung beim Moni­tor drin. Zuvor führ­te ich aus, wenn sie, die Kran­ken­kas­se die­se ableh­nen, dann bräuch­ten wir und der Arzt einen Bescheid dar­über. Es besteht eine ärzt­li­che Ver­ord­nung. Sie ver­trat die Mei­nung, sie brau­che uns kei­nen ableh­nen­den Bescheid aus­stel­len. Ich ver­stand nichts mehr.

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Krankenkasse: Zurück zum Dauersensor

Masimo Einwegssensor am Finger2010 hat­ten wir das The­ma Dau­er­sen­sor been­det. In dem Jahr sind wir zu den Ein­weigsen­so­ren für die Mes­sung vom SpO2 (Sauer­stoff­ge­halt im Blut) über­ge­gan­gen. Der Grund war:

 

 

  • der Dau­er­sen­sor ging in kur­zen Zeit­ab­stän­den kaputt[1]
  • der Dau­er­sen­sor führ­te zu Druck­stel­len mit Deku­bi­tus Grad 1

Ins­be­son­de­re durch die wie­der­hol­ten Defek­te des Sen­sor lies sich die dama­li­ge Kran­ken­kas­se über­zeu­gen, auf die Ein­weg­sen­so­ren umzu­stei­gen. Die Ver­schleiß der Ein­wegs­sen­so­ren war somit wirt­schaft­li­cher gegen­über den Dau­er­sen­sor, so unse­re Schlussfolgerung.

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Was kostet die Pflegestunde: Wahlrecht des Patienten

Wie ich las bei PPM, ist die Ver­gü­tung der Pfle­ge­leis­tung nach Zeit mit der Pfle­ge­re­form 201415 gestri­chen. Sie ist nicht mehr im Programm.

Was ist Vergütung nach Zeit?

Mit der letz­ten Reform waren die Pfle­ge­diens­te ver­pflich­tet ihre Leis­tun­gen auch mit einem Zeit­ta­rif anzu­bie­ten oder kurz: Die Pfle­ge kos­tet pro Stun­de den Betrag X. Die Redak­ti­on von PPM fin­det die Abschaf­fung der Zeit­ver­gü­tung einen guten Schritt. Ich selbst sehe es aus fol­gen­den Grün­den anders:

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Tracheostoma: Die gewünschte Absaugung

Letz­tens, als unse­re mobi­le Absau­gung sich wie­der ver­ab­schie­de­te, erklär­te, sie müs­se mal zurück zur Home­ca­re­fir­ma, kam die Fra­ge: Ob auch ein ande­res Modell als Ersatz­ge­rät gin­ge? Nein! Aber war­um ist es … 

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Wartezeit: Kleine Eskalation Rollstuhl und nur eine Mail

1410815230 thumbWenn ich jetzt einen Por­sche bestel­le, dann weiß ich, es kommt ein Jahr War­te­zeit auf mich zu. Bei einem Roll­stuhl, aus Erfah­rung, gehe ich von guten drei Mona­ten aus. Der letz­te Stand war, der Roll­stuhl könn­te Anfang Sep­tem­ber fer­tig sein, nach fast sie­ben Mona­ten. Ein Wunsch­traum. Seit Anfang Sep­tem­ber erwar­te ich eine Mel­dung vom Sani­täts­haus, wie der Stand vom Bau ist. Wann wird der Roll­stuhl gelie­fert? Es mel­de­te sich nie­mand. Also schrieb ich die Kun­den­be­treu­ung an, per Mail. Es gab kei­ne Reaktion.

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Konflikt: Sozialarbeit und Patientenwahlrecht

Dienst­leis­ter ist nicht gleich Dienst­leis­ter. Sie ken­nen es sicher­lich als Kun­de,  wenn sie ihr Auto in die Werk­statt brin­gen oder einen Tisch­ler beauf­tra­gen. Sie wäh­len ihre Werk­statt, sie wäh­len die­sen einen Tisch­ler aus. Als Pati­ent oder Ver­si­cher­ter besteht auch ein Wahl­recht, sei es die Arzt­wahl, die Wahl des Sani­täts­hau­ses oder des Pfle­ge­diens­tes. Doch zu ihren „all­täg­li­chen“ Wahl­recht als Kun­de gibt es als gesetz­lich Kran­ken­ver­si­cher­ter einen Unter­schied. Der Ver­si­cher­te kann wäh­len, ja,  ihm wur­de auch ein sol­ches Recht ein­ge­räumt, doch der Auf­trag­ge­ber für den Dienst­leis­ter ist die Kran­ken­kas­se. Die Kran­ken­ver­si­che­rung prüft, unter ande­rem, die Wirt­schaft­lich­keit Ihrer Dienst­leis­ter-Wahl. Ist Ihre Wahl als Ver­si­cher­ter nicht wirt­schaft­lich oder die Kran­ken­kas­se kommt mit dem Dienst­leis­ter auf kei­nen Kon­sens, kei­nen Ver­trag, dann wird es mit ihrem Wahl­recht als Ver­si­cher­ter schwie­rig. Ob dies zu lösen ist, ist ein ande­res Thema.

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Krankenkasse & Homecare: Genehmigung, Lieferscheine und Rechnung aufheben

Lie­fer­schei­ne der Home­ca­re­fir­men über Hilfs­mit­tel und Geneh­mi­gun­gen der Kran­ken­kas­se oder ande­rer Ämtern (Sozi­al- / Inte­gra­ti­ons­amt; Pfle­ge­kas­se) dru­deln beim Inten­siv­kind mehr­fach im Monat ein. Im Schnitt kommt ein dicker A4-Ord­ner im Jahr zusam­men. Dazu kom­men die Rech­nun­gen über Zuzah­lun­gen / Eigen­an­tei­le und über die Pfle­ge­sach­leis­tun­gen an den Pfle­ge­dienst. Im Forum Reha­kids wur­de die Fra­ge gestellt: Muss ich die Lie­fer­schei­ne aufheben?
Und ich erwei­te­re die Fra­ge: Wenn ja, wie lange?

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Der Rollstuhl – ein ewiges Projekt

Dies ist der längs­te Roll­stuhl­bau oder Mobi­li­täts­hil­fen­bau beim Inten­siv­kind. Da schwirrt mir die Aus­sa­ge aus den Medi­en im Kopf, die Hilfs­mit­tel kämen zu spät beim Pati­en­ten an, da das Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren für die­se zu lan­ge bräuch­ten. Nein, an der Kran­ken­kas­se lag es nicht, die Geneh­mi­gung bedurf­te nur weni­ge Wochen, doch kei­ne Mona­te. War­um dau­ert der Bau des Roll­stuhls solange?

2014 07 19 AusflugRolli

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Ausgebremst – Der Rolli kommt, kommt nicht

Was hilft es, wenn die Kran­ken­kas­se ihre Ent­schei­dun­gen über Anträ­ge schnel­ler aus­fer­ti­gen müs­sen, zumin­dest ist es das Ziel der Gesetz­ge­bung des Pati­en­ten­rechts. Es hilft eben nichts, wenn die schnel­le Fer­tig­stel­lung des Hilfs­mit­tels an den Roll­stuhl­baue­rIn­nen schei­tert, aus ver­schie­dens­ten Grün­den. Das ers­te Ziel des Sani­täts­hau­ses war, der Rol­li ist weit vor Pfings­ten fer­tig, dann wur­de es Juni. Zum Schluss, so mei­ne Ver­mu­tung, hat es ein hal­bes Jahr gedau­ert. Zu lan­ge für ein sofort benö­tig­tes, ortho­pä­disch ange­pass­tes Hilfs­mit­tel. Sofort hieß für mich zum März bis April.

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Pflegende Angehöriger nur Kümmerer oder mehr als das

Ich bin eine ein­ge­tra­ge­ne Pfle­ge­per­son und bei „good​-care​.de“ wur­de mein Rol­le erwei­tert oder ein­ge­schränkt. Je nach dem, wel­che Blick­win­kel ich ein­neh­men will: Ich sei ein Küm­me­rer. Als Lai­en­pfle­ge­kraft pfle­ge ich nicht, son­dern küm­me­re mich, denn als Laie in der Pfle­ge wür­de ich nicht das unter Pfle­ge ver­ste­hen, was die pro­fes­sio­nel­len Pfle­ge­fach­kräf­te als Pfle­ge ansehen.

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Rollstuhl, Pauschale und der März

Der Roll­stuhl ist geneh­migt samt Kraft­kno­ten, Schie­be­hil­fe und dem “Out­door-Vor­bau”. Ges­tern war die ers­te Sit­zung für den Bau. Das Kind wur­de aus­ge­mes­sen und die Dis­kus­si­on gestar­tet, was wird defi­ni­tiv gebraucht und was könn­te gestri­chen wer­den. Der Roll­stuhl ist geneh­migt bedeu­tet: Es gibt einen Pau­schal­preis für die grö­ße­ren Pos­ten wie der Sitz­scha­le oder dem Fahr­ge­stell. Wenn ein­zel­ne, klei­ne Pos­ten in dem gro­ßen Pos­ten mit Pau­schal­preis gestri­chen wer­den kön­nen, erhöht dies, ver­mut­lich, den Gewinn vom Reha­haus oder anders, sie kön­nen bes­ser wirt­schaft­lich arbeiten.

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Outdoor-Rad, neuer Rollstuhl in Beratung

Der Win­ter zeig­te sich bis­her mil­de, heu­te war erst der Schnee in Jena. Dies war gut so, denn die Repa­ra­tur des Out­door-Rades zog sich knap­pe zwei Wochen hin. Letz­ten Frei­tag wur­de es uns wie­der gelie­fert. Es wird als Garan­tie­leis­tung gehand­habt und der Her­stel­ler hat bei sei­nem Pro­dukt sogar nach gebes­sert. Die Schweiß­ver­bin­dung wur­de ver­grö­ßert, also das Rohr wur­de jetzt kom­plett rund-her­um ange­schweißt, auch auf der unbe­schä­dig­ten Seite.

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Rollstuhl & Outdoor-Rad mit gerissener Schweißnaht

Das Ende vom Bug­gy hat­te ich nicht aus­führ­lich bespro­chen, obwohl die­ser Wech­sel auf den Roll­stuhl nicht geräusch­los ver­lief. Er fraß sei­ne Zeit für die Anträ­ge, Anpas­sung und Klä­run­gen. Am Ende war es wie der Wech­sel einer Sitz­scha­le auf die nächs­te und alle atme­ten auf. Das Hilfs­mit­tel hät­te eher da sein kön­nen. Ein gutes Jahr und schon kommt es zu einem Bruch einer Schweiß­naht. Zum Glück betrifft es nicht das Haupt­ge­stell vom Roll­stuhl, son­dern des­sen Vor­bau, dem Out­door-Rad. Die­ser Bau zer­fiel in zwei Teile.

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SAPV: Wie, welche schwerkranken Kinder bekommen Zugang

Es wur­den wei­te­re Schrit­te gemacht für die Ver­sor­gung von lebens­li­mi­tiert erkrank­ten Kin­dern, wie unserm Inten­siv­kind. Die Emp­feh­lung wur­de erar­bei­tet zur Aus­ge­stal­tung der Ver­sor­gungs­kon­zep­te für die Spe­zia­li­sier­ten ambu­lan­ten Pal­lia­tiv­ver­sor­gung (SAPV) von Kin­dern und Jugend­li­chen. Es wur­de erar­bei­tet von den Spit­zen­ver­band der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen (GKV), die Deut­schen Gesell­schaft für Pal­lia­tiv­me­di­zin (DGP) und dem Deut­schen Hos­piz- und Pal­lia­tiv­Ver­band (DHPV), mode­riert vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit. Dies klingt ins­ge­samt sehr mäch­tig, erkenn­bar ist auf den ers­ten Blick nicht, ob und wel­che Ver­bän­de der pal­lia­ti­ven / pfle­ge­ri­schen Kin­der­ver­sor­gung betei­ligt waren wie der Bun­des­ver­band Kin­der­hos­piz oder der Kin­der­kran­ken­pfle­ge wie der Bun­des­ver­band häus­li­che Kin­der­kran­ken­pfle­ge(1). Im zwei­ten Blick taucht zumin­dest der Deut­sche Kin­der­hos­piz­ver­ein als Mit­glied vom DHPV auf.

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Private Krankenkasse, Spam und Kulanz

Es macht die pri­va­ten Kran­ken­kas­sen nicht glaub­wür­di­ger, wenn deren Ange­bo­te stän­dig als Spam mein Mail­post­fach fül­len. Ich wür­de spa­ren, die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung sei bil­li­ger, ein Ver­gleich lohnt.

Kann ein Ange­bot gut sein, wenn es mit der Metho­de «Spam» bewor­ben wer­den muss? Nein, schließ­lich spricht Spam dafür, dass «etwas» nicht stimmt. Was ist falsch an einer pri­va­ten Kran­ken­kas­se? Der Preis – ist sie wirk­lich bil­li­ger, wenn sie die glei­chen Leis­tun­gen abdeckt wie die Gesetz­li­che? Dies kann und will ich nicht beant­wor­ten, auf­fäl­lig fin­de ich aber, wenn ich lese, dass die PKV Hos­piz­leis­tun­gen schlecht finanziere.

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Tracheostoma: Empfehlung für die Versorgung

Für die rich­ti­ge Pfle­ge sor­gen, dass ist beim Inten­siv­kind der ers­te Grund­satz. Die rich­ti­ge Pfle­ge, dahin­ter ver­birgt sich all das Fach­wis­sen und Kön­nen für das “Hand­werk” Pfle­ge. Der BVMed hat eine Emp­feh­lung ver­öf­fent­licht für die Ver­sor­gung von tra­cheo­to­mier­ten Pati­en­ten. Ein Bro­schü­re, die nicht nur für Fach­pfle­ge­kräf­te in der Beatmungs- und Tra­cheo­s­tom­a­pfle­ge wich­tig sein kann, son­dern auch für Eltern / Ange­hö­ri­gen von Intensivkindern.

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