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Mülleimer für Windeln

Für die Pflege eines Kindes oder Ange­höri­gen und die Hausar­beit kann man schon sein Geld beim Händler divers­er net­ter Pro­duk­te lassen, ange­fan­gen bei den ver­schieden­sten Putzmit­teln, die sich auf bes­timmte Gegen­stände oder Räume spezial­isieren, über die Seifen oder Cremes für die ver­schieden­sten Lebensla­gen vom Kind bis zum Sin­gle und nicht zu vergessen, unser Händler bietet nicht nur den Mülleimer fürs Bio oder den Rest­müll an, son­dern auch den Eimer für die vollen Windeln.

Und beim Windeleimer gibt es eben die ver­schieden­sten Mod­elle, die alle das Wichtig­ste bieten möcht­en: Geruch­sneu­tral nach außen möcht­en sie sein, damit die häus­liche Atmo­sphäre angenehm beduftet bleibt und die beste Fre­undin beim spon­ta­nen Besuch nicht wieder kehrt macht auf dem Tür­vor­leger und uns ein­lädt in das Café an der Straße­necke. Der Windeleimer sei also die Lösung für diese oder ähn­liche Prob­leme, die Ret­tung pfle­gen­der Ange­höriger oder Eltern vor der endgülti­gen sozialen Isolierung. Doch hat die Pro­duk­t­palette „Windeleimer“ ihre Tück­en nicht nur im Preis, der auch beim Zube­hör so seine „Stärke“ hat. Nein, viele Pro­duk­te, wie sie mir auf den Bild­schirm kamen in den Web­shops find­et man nur in der Baby-Sparte. Aber Baby­windeln sind klein­er als Kinder­windeln und diese sind wiederum klein­er als Windeln für Erwach­sene.

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Die Paketannahme des Hauses ⅦI.

Zum Dank verpflichtet – die Pake­tan­nahme, wenn man sich zu diesem “Ehre­namt” entschei­det, so hat es auch seine net­ten Seit­en. Let­zte Woche kamen für einen Nach­barn gle­ich vier große Pakete, neben zwei anderen kleinen. Die standen nun im Flur mit­ten im Weg und wir waren schon bestürzt darüber, auf was wir uns ein­ge­lassen hat­ten. Was ist, wenn der Nach­bar im Urlaub ist? Aber dem war nicht so, abends, kurz vor der Biok­iste oder dem Pflege­di­enst, ich weiß es nicht mehr genau, da klin­gelte es und der Nach­bar nahm mit großen Dank die Pakete ent­ge­gen, deren Inhalt wohl einen neuen Rech­n­er samt Foto­druck­er enthielt. Wir brachen dafür kein Briefge­heim­nis. Wir schlussfol­gerten nur von der Pack­ung, was eben sehr offen­sichtlich war. Als Dank für unseren “Dienst” wurde mein­er Frau am fol­gen­den Tag eine Flasche Wein mit Gebäck über­re­icht. Hätte nicht sein müssen, aber nett war es eben trotz­dem. Die Pake­tan­nahme, ein “Ehre­namt” mit Dank. Aber mal ganz im Ernst, vielle­icht sollte man die häus­liche Pake­tan­nahme wirk­lich als Ehre­namt betreiben, zwecks der Haftpflicht. Also man gründe eine unselb­sständi­ge Organ­i­sa­tion … Stopp, lei­der fall­en, zumin­d­est in Thürin­gen, Gefäl­ligkeit­shand­lun­gen nicht darunter. Schade eigentlich, so bleibt also die Pake­tan­nahme weit­er­hin mit einem Risiko behaftet: Was ist, wenn der Inhalt vom Paket einen Schaden hat?

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Die Paketannahme des Hauses VII

All­t­agssprach­lich wird als Nach­bar regelmäßig der Bewohn­er des angren­zen­den (Ein­fam­i­lien­haus-) Grund­stücks beze­ich­net. … Auf der anderen Seite gel­ten in städtis­chen Miets- und Mehrfam­i­lien­häusern nur die Bewohn­er ein­er anderen Woh­nung im sel­ben Haus als Nach­barn, in sehr großen Wohnan­la­gen sog­ar nur die Bewohn­er der nahegele­ge­nen – ins­beson­dere auf der­sel­ben Etage befind­lichen – Woh­nun­gen, aber nicht die Bewohn­er der angren­zen­den Häuser und schon gar nicht der Inhab­er eines dort betriebe­nen Geschäfts.” Ober­lan­des­gericht Düs­sel­dorf, (AZ: I‑18 U 163/06) http://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/duesseldorf/j2007/I_18_U_163_06urteil20070314.html

So definiert sich in einem Urteil vom Ober­lan­des­gericht die Nach­barschaft in einem Rechtsstre­it um die Paketabliefer­ung bei einem “Nach­bar”. Wir haben den ersten Advent und ger­ade zur Wei­h­nacht­szeit wird der Paket­di­enst für viele wieder ein guter Fre­und wer­den. Die Fam­i­lie ist weit gestreut über die Repub­lik und wartet auf ein kleines Präsent oder aber man kauft, auf­grund des Zeit­man­gels, eh lieber im Inter­net ein. Und da wird es schon kri­tisch, wenn unser Paket dann im Neben­haus abgegeben wird. Der dor­tige Mieter, bezieht man sich auf das Zitat, zählt dem­nach nicht mehr zum Nach­bar, ein­schränk­end würde ich sog­ar sagen, weil man vielle­icht nicht mal dessen Gesicht ken­nt.

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Das Leben als Hausmann: Die Beziehungen sind es

Sie sind immer noch dabei, Sie ver­fol­gen die Idee, ein guter Haus­mann zu wer­den, mehr noch als das. Sie kön­nen gar nichts anders, sagen Sie. Ihre Frau hat entsch­ieden, die Brötchen bringt sie nach Hause. Ihnen bleiben die Kinder und die Ord­nung in den vier Wän­den. Machen Sie sich nichts draus. Sie sind nicht der Einzige und es gibt Unzäh­lige in ihrer Posi­tion: Die genießen es.

Sie schüt­teln mit dem Kopf. Ich sage Ihnen: Bleiben Sie dran, auch wenn Sie nach dem ersten Kapi­tel ein leicht­es Zögern spürten: Es hätte Sie nicht zum Haus­mann gemacht. Nun, darum kom­men wir zum Näch­sten, was Sie dafür brauchen: Es sind Beziehun­gen. Ich rede da nicht von Affären, ein­er Lieb­schaft mit ein­er Stu­dentin aus dem Hin­ter­hof. Vergessen Sie diesen Gedanken sofort, ein Techtelmech­tel und vielle­icht noch Sex, das bringt bekan­ntlich mehr Aufre­gung, als es Sie befriedi­gen wird.
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Die Paketannahme des Hauses IV.

Eine gute Nach­barschaft­shil­fe in Zeit­en der wach­senden Ver­städterung der Gesellschaft ist eine Möglichkeit, die Iso­la­tion und damit die Vere­in­samung des Einzel­nen, mit deren Fol­gen, zu begeg­nen. Fol­gen, zum einen die seel­is­chen Aus­nah­mezustände wie Depres­sion bis hin zu dem, was unter dem Begriff Krim­i­nal­ität fällt. Nun gut, manche meinen durch Sam­meln von allmöglichen Dat­en und Kam­eras á la Big Broth­er, dem Prob­lem Krim­i­nal­ität begeg­nen zu kön­nen.
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