Schwere Schmerzkrise und Kind geheilt?

In den letz­ten Wochen hat­te unse­re Lady schwers­te Schmer­zen, was aber kein Grund dar­stell­te, den Not­arzt zu rufen und sie in die Kli­nik ein­zu­wei­sen. Dafür rie­fen wird das SAPV-Team für Kin­der und Jugend­li­che an (SAPV = spe­zia­li­sier­te ambu­lan­te Pal­lia­tiv­ver­sor­gung). Es erfolg­te ein Haus­be­such und die Schmerz­kri­se wur­de mit guten Erfolg behan­delt. Ein Kran­ken­haus­auf­ent­halt wur­de verhindert.

Dies freu­te uns. Doch jetzt erhiel­ten wir vom Team die Nach­richt, die Kran­ken­kas­se hat die Finan­zie­rung der Behand­lung durch das SAPV abge­lehnt. Wir staunten.

Lies mehr!

Schmerz & Palliativ: Hilfsmittel und Medizinprodukt

Ampule FentanylNeben der Unru­he, der Epi­lep­sie sind die Schmer­zen zum all­täg­li­chen Beglei­ter des Inten­siv­kin­des gewor­den. So rich­tig klar kön­nen wir die Ursa­che nicht benen­nen. Ist es die Sko­lio­se, wel­che im letz­ten Jahr sich ver­schlech­ter­te? Ver­mut­lich ja, ver­mut­lich … Deut­lich ist gewor­den, die „alten“ Schmerz­mit­tel (Par­acet­amol, Ibu­profen) schei­tern und somit wird jetzt das Fen­tanyl pro­biert als Nasenspray.

Lies mehr!

SAPV: Wie, welche schwerkranken Kinder bekommen Zugang

Es wur­den wei­te­re Schrit­te gemacht für die Ver­sor­gung von lebens­li­mi­tiert erkrank­ten Kin­dern, wie unserm Inten­siv­kind. Die Emp­feh­lung wur­de erar­bei­tet zur Aus­ge­stal­tung der Ver­sor­gungs­kon­zep­te für die Spe­zia­li­sier­ten ambu­lan­ten Pal­lia­tiv­ver­sor­gung (SAPV) von Kin­dern und Jugend­li­chen. Es wur­de erar­bei­tet von den Spit­zen­ver­band der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen (GKV), die Deut­schen Gesell­schaft für Pal­lia­tiv­me­di­zin (DGP) und dem Deut­schen Hos­piz- und Pal­lia­tiv­Ver­band (DHPV), mode­riert vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit. Dies klingt ins­ge­samt sehr mäch­tig, erkenn­bar ist auf den ers­ten Blick nicht, ob und wel­che Ver­bän­de der pal­lia­ti­ven / pfle­ge­ri­schen Kin­der­ver­sor­gung betei­ligt waren wie der Bun­des­ver­band Kin­der­hos­piz oder der Kin­der­kran­ken­pfle­ge wie der Bun­des­ver­band häus­li­che Kin­der­kran­ken­pfle­ge(1). Im zwei­ten Blick taucht zumin­dest der Deut­sche Kin­der­hos­piz­ver­ein als Mit­glied vom DHPV auf.

Lies mehr!

Ambulant stirbts sich früher?

Häus­li­che Pfle­ge Online berich­tet: Ambu­lant jün­ge­re Men­schen mit Pfle­ge­stu­fe 2 verster­ben dort eher als die Ver­gleichs­grup­pe sta­tio­när, also im Pfle­ge­heim. Stimmt das? Aber vor­weg erst mal, was ist mit jün­ge­re pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen gemeint?  Unter jün­ger ver­steht man hier das Alter ab 40 bis 69 Jah­ren bei den Män­nern bzw. 59 Jah­ren bei den Frauen.

Im Arti­kel heißt es:

Es zeig­te sich eine deut­lich erhöh­te Sterb­lich­keit in den Pfle­ge­stu­fen II und III, wenn der Medi­zi­ni­sche Dienst der Kran­ken­kas­sen zunächst eine ambu­lan­te Betreu­ung ver­an­lasst. Vor allem die Sterb­lich­keit im ers­ten Jahr der Pfle­ge im ambu­lan­ten Bereich ist teil­wei­se deut­lich höher als in sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen. aus: http: //www.haeusliche-pflege.vincentz.net/infopool/nachrichten/articles/179259/Betreuung-juengerer-pflegebeduerftiger-Menschen-Ambulant-vor-stationaer-ab-Pflegestufe-II-nachteilig/ abge­ru­fen 17.9.11. (1)

Lies mehr!

Sozialgericht & Kinderhospiz: Aus für Hospizpflege

Die Kla­ge vor dem Sozi­al­ge­richt Alten­burg um die Ableh­nung der Hos­piz­pfle­ge von der BKK für Heil­be­ru­fe wur­de abge­wie­sen. Als letz­ter Satz heißt es in dem Gerichtsbescheid:

Vor die­sem Hin­ter­grund stimmt die Kam­mer der Auf­fas­sung des MDK zu, dass es sich bei der Unter­brin­gung des Kin­des in einem Kin­der­hos­piz um eine Fehl­be­le­gung han­delt und statt des­sen ein Schwerst­pfle­ge­heim gefun­den wer­den soll­te, das Erfah­run­gen mit
schwerst­pfle­ge­be­dürf­ti­gen, beatmungs­pflich­ti­gen Kin­dern hat.” Sozi­al­ge­richt Alten­burg. S30 KR 372907. 05/2009

Lies mehr!

Kinderhospiz: Kurzzeitpflege aus und keine vollstationäre Pflege

Das dem Pal­lia­tiv­kind die Finan­zie­rung der Hos­piz­pfle­ge abge­lehnt wird, dar­an gewöhnt man sich mitt­ler­wei­le, obwohl man sich die Fra­ge stellt, war­um es dann Kinderhospiz(-dienst)e gibt und irgend­wie doch kei­ne gesi­cher­te Finan­zie­rung, zumin­dest gewin­ne ich so den Ein­druck. Und doch gibt es sie, die ande­ren Kran­ken­kas­sen, die die­se Leis­tung „Hos­piz­pfle­ge“ zahlen.

Aber das uns sogar neben der Hos­piz­pfle­ge für den letz­ten Kin­der­hos­piz-Auf­ent­halt von der BKK für Heil­be­ru­fe die ergän­zen­de voll­sta­tio­nä­re Pfle­ge wei­ter­hin abge­lehnt wird, wirft eine deut­li­che Fra­ge auf: Für wel­che schwe­ren Pfle­ge­si­tua­tio­nen bekommt man eine sol­che Leis­tung, wenn nicht auch für ein Kind, was einen außer­ge­wöhn­li­chen Pfle­ge­auf­wand hat, dies sogar nach den Kri­te­ri­en der spe­zia­li­sier­ten ambu­lan­ten Pal­lia­tiv­ver­sor­gung (SAPV).

 

Lies mehr!

Gut trainiert vs. Kinderhospiz

Das Kin­der­hos­piz – seit Anfang der Woche hat uns das sta­tio­nä­re Haus in Bad Grö­nen­bach wie­der auf­ge­nom­men. Da aber immer noch kei­ne „Aus­sa­ge“ zum Ja oder Nein der Hos­piz­pfle­ge vom Sozi­al­ge­richt vor­liegt, so gab es einen neu­en Antrag bei der Kran­ken­kas­se. Und so wie das „Spiel“ zur­zeit läuft: Es gab wie­der die bekann­te Ableh­nung der Leis­tung und wir gin­gen in den Widerspruch.

Aktu­ell stellt sich für mich hier­zu die Fra­ge, ob es mit der Geneh­mi­gung der Hos­piz­pfle­ge bei den Kran­ken­kas­sen an sich nicht sogar schwie­ri­ger wird. Der Grund: Am 1. August, so beschloss es die Poli­tik, müs­sen die Kran­ken­kas­sen mehr zah­len für die Leis­tung „Hos­piz­pfle­ge“. Einer Fami­li­en aus unse­rer Selbst­hil­fe wur­de plötz­lich für deren letz­ten Auf­ent­halt in einem Kin­der­hos­piz die Hos­piz­pfle­ge nicht geneh­migt. Es ist eine ande­re Kas­se, kei­ne BKK, und es sind pri­mär die glei­chen Grün­de wie bei uns, so ver­stand ich es. Das Kind sei nicht in der Final­pha­se. Dabei hat deren Kind eine Pro­gno­se, wo nach die­ses schon gestor­ben sein müss­te (inner­halb des ers­ten Lebens­jah­res) und es zuvor eben Hos­piz­pfle­ge gab.

Lies mehr!

Hospizpflege im Kinderhospiz: Kein Ja mit Versorgungsvertrag

Auch für den letz­ten Auf­ent­halt im St. Niko­laus im All­gäu gibt als letz­te Ent­schei­dung der Kran­ken­kas­se kein Ja für die Hos­piz­pfle­ge. Unser Wider­spruch wur­de vom Wider­spruchs­aus­schuss zurück gewie­sen. Die Grün­de der BKK für Heil­be­ru­fe sei­en laut dem Schrei­ben der Zurück­wei­sung: Es sei für sie nicht ersicht­lich, ob sich unse­re Toch­ter in der letz­ten Lebens­pha­se befän­de, also der Final­pha­se. Die BKK spricht hier von einer Lebens­er­war­tung von Tagen bis Wochen. Nur in Aus­nah­me­fäl­len kön­ne die­se weni­ge Lebens­mo­na­te betragen.

Bei die­ser Aus­sa­ge ver­ste­he ich dann aber nicht, wie­so die Lan­des­ver­bän­de der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen in Bay­ern einen Ver­sor­gungs­ver­trag unter­zeich­nen mit dem Punkt, das Grund­vor­aus­set­zung sei, dass die Kin­der und Jugend­li­chen noch nicht das 19. Lebens­jahr voll­endet haben, an einer fort­ge­schrit­te­nen Erkran­kung lei­den, die nicht heil­bar und womit ledig­lich eine begrenz­te Lebens­er­war­tung besteht. Hin­zu ist eine Kran­ken­haus­be­hand­lung nicht erfor­der­lich und es ist eine pal­lia­tiv-medi­zi­ni­sche Behand­lung not­wen­dig oder erwünscht.

Lies mehr!

Kinderhospiz & Sozialgericht: Klageabweisungsgründe II.

Letz­te Woche habe ich die Grün­de der Kran­ken­kas­se vor­ge­stellt, war­um unse­re Kla­ge um die Hos­piz­pfle­ge für die Auf­ent­hal­te in den Kin­der­hos­pi­zen abge­wie­sen wer­den soll­te vom Sozi­al­ge­richt. Jetzt folgt unse­re Mei­nung dazu, war­um die Kla­ge doch zu zuge­las­sen wer­den sollte:

1. War­um wer­de ein Hos­piz­auf­ent­hal­te eini­ge Zeit im Vor­aus ver­ein­bart? Ger­ne wür­den wir bei Kri­sen sofort ins Kin­der­hos­piz fah­ren. Doch bei über 22.000 Kin­dern mit lebens­li­mi­tie­ren­den Erkran­kun­gen und aktu­ell 9 Kin­der­hos­pi­zen mit 812 Bet­ten bun­des­weit kann ein Hos­piz­auf­ent­halt sel­ten ad hoc statt­fin­den, hin­zu kommt die unge­klär­te Finan­zie­rung, Ableh­nung der Hospizpflege.

Lies mehr!

Kinderhospiz & Sozialgericht: Klageabweisungsgründe

Wenn man beim Sozi­al­ge­richt Kla­ge ein­reicht, da man die Mei­nung ver­tritt, es bestehen gewich­ti­ge Grün­de, war­um einem eine „begehr­te“ Leis­tung zu ste­he, so äußert sich im Gegen­zug die Beklag­te dar­auf. Denn die hat dar­auf ihre Ant­wort, war­um eine Kla­ge vom Gericht abge­wie­sen wer­den soll­te: Die Kla­ge­ab­wei­sungs­grün­de. Im unse­rem einen Fall geht es um die Ableh­nung der Hos­piz­pfle­ge für unse­re Toch­ter, wes­halb wir das Gericht um eine Ent­schei­dung bemü­hen. Die Beklag­te ist die BKK für Heil­be­ru­fe, die ihre Grün­de hat, wes­halb das Sozi­al­ge­richt unse­re Mühen für den Rechts­streit abwei­sen soll­te. Ihre Kla­ge­ab­wei­sungs­grün­de kamen nun am Wochen­en­de mit der Post, wel­che ich hier ger­ne vor­stel­len möchte:

Lies mehr!

Stärkung der Hospizversorgung und der Einzelfall

Ob da der MDK Nord­rhein und unse­re Kran­ken­ver­si­che­rung, die BKK für Heil­be­ru­fe, in Düs­sel­dorf zustimmt? – Der Land­tag in Nord­rhein-West­fa­len möch­te die ambu­lan­te Pal­lia­tiv­ver­sor­gung und hos­piz­li­che Beglei­tung sichern und stär­ken. Gut, es geht um die ambu­lan­te Ver­sor­gung von Schwerst­kran­ken und Ster­ben­den, nicht um die sta­tio­nä­re, wel­che bei unse­rer Toch­ter von die Kran­ken­kas­se nicht finan­ziert wird, sprich die Hos­piz­pfle­ge wird nicht gezahlt. Eigent­lich war­ten wir die gan­ze Zeit auf das Ergeb­nis der ers­ten Instanz unse­rer Kla­ge vor dem Sozi­al­ge­richt in Alten­burg. Aber selbst hier lässt man sich wohl Zeit. Doch haben wir über­haupt Zeit? Gera­de ges­tern war wie­der eine schwe­re epi­lep­ti­sche Kri­se, in der wir die Angst hat­ten, ob unse­re Lady es dies­mal gut meis­tert, ob die Not­fall-Medi­ka­men­te grei­fen. Zeit – schließ­lich muss man bei einem nega­ti­ven Urteil auch dar­an den­ken, die zwei­te Instanz zu bemühen.

Lies mehr!

Eltern eines kranken Kindes: Einbezogen vs. unterstützt

Ein­be­zo­gen vs. unter­stützt – Zwei Begrif­fe und was macht deren Unter­schied aus? Letz­tens bin ich bei einer Dis­kus­si­on, bei der die pal­lia­ti­ve-hos­piz­li­che Ver­sor­gung von Schwerst­kran­ken im Vor­der­grund stand, auf die Ver­wen­dung der bei­den Wör­ter gesto­ßen: Ein­be­zo­gen wer­den soll­ten in der Hos­piz­ar­beit die Ange­hö­ri­gen. Es ist ein Leit­ge­dan­ke der Arbeit. Das Wort „unter­stützt“ wur­de nicht ver­wen­det. Der Grund: Ein­be­zo­gen ste­he hier über unter­stützt. Zuerst konn­te ich mit der Argu­men­ta­ti­on mit­ge­hen, doch dann wur­de mir klar: Ein­be­zo­gen kann, je nach Kon­text, über unter­stützt ste­hen, doch ist sei­ne Bedeu­tung brei­ter. Dies im Sin­ne: Von unter­stützt bis hin zum Co-The­ra­peut und Pflegeperson.

Lies mehr!

Patentenverfügung und der Wille des Kindes

Es gehört sicher­lich zu den hef­tigs­ten und schwie­rigs­ten Auf­ga­ben von Eltern eines schwer erkrank­ten Kin­des, zu ent­schei­den, ab wann man das Kind aus dem Leben gehen­lässt. Schwie­ri­ger oder leich­ter wird es viel­leicht, wenn das Kind schon älter ist und selbst dazu sei­nen Stand­punkt findet.Ab wann beginnt der letz­te Schritt im Leben wirk­lich? Wie kann ich wis­sen, ob eine spon­ta­ne Kri­se bedeu­tet, dass die Krank­heit dem Leben jetzt das Ende auf­ge­baut hat? Oder ob die­se Kri­se mit Atem­still­stand und Herz­rhyth­mus­stö­rung nur ein Aus­rut­scher ist, eine “bana­le” Fehl­funk­ti­on des Gehirns? Zu groß ist die­se Last, über­mäch­tig schwebt sie immer hin­ter einem – reani­miert man das Kind und doch war der Zeit­punkt ungüns­tig. Letzt­end­lich gewinnt man zwar über den Tod, doch erlei­det das Kind einen schwe­ren Sauer­stoff­man­gel mit dem Resul­tat: Wach­ko­ma und somit einer wei­te­ren Min­de­rung der Lebensqualität.

Lies mehr!

Kinderhospiz und Hospizpflege gleich Terminalphase vs. Finalphase

Es ist schon merk­wür­dig oder eben auch erqui­ckend oder eben auch nicht. Der Wider­spruchs­aus­schuss der BKK für Heil­be­ru­fe hat­te getagt. Mit ihm wur­de die Ableh­nung der Hos­piz­pfle­ge für den letz­ten Auf­ent­halt im Kin­der­hos­piz “Regen­bo­gen­land” bestä­tigt. Aber es hat­te auch nie­mand von uns erwar­tet, dass sie unse­ren Wider­spruch aner­ken­nen wür­den. Erqui­ckend dar­an ist: Es gibt neue Argu­men­te. Nicht von uns, son­dern von der Kas­se oder eben deren Wider­spruchs­aus­schuss. Ein gewich­ti­ges Argu­ment für die Ableh­nung ist, dass es sich um einen im Vor­aus geplan­ten Hos­piz­auf­ent­halt han­delt mit begrenz­ter Dau­er. Das sprä­che gegen das Vor­lie­gen einer Final­pha­se. Ja, hier muss ich der Kas­se Recht geben, wenn man ver­schie­de­ne Defi­ni­tio­nen dar­über durch­ar­bei­tet: Die Final­pha­se begren­ze sich auf die letz­ten 72 Stun­den im Leben. 

Lies mehr!

Petition: Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Mit der Ver­sor­gung von Ster­ben­den wird man in Deutsch­land sicher­lich nicht wei­ter kom­men, wenn nicht end­lich der gesetz­li­che Wil­le bei den Kran­ken­kas­sen auch umge­setzt wird. Dies betrifft bei uns die Hos­piz­pfle­ge im Kin­der­hos­piz (Belan­ge der Kin­der). Doch in der ambu­lan­ten Ver­sor­gung von Ster­ben­den ist dies noch gra­vie­ren­der. Damit aber end­lich die spe­zia­li­sier­te ambu­lan­te Pal­lia­tiv­ver­sor­gung (SAPV) umge­setzt wird, so gibt es aktu­ell eine Online-Peti­ti­on zum Mit­zeich­nen. Aus der Begrün­dung der Petition:

Lies mehr!

Palliativ vs. Suizid: ARTE: Geburt und Tod

Mit­tra­gen und Aus­hal­ten – dies sind die wich­tigs­ten Wör­ter, wel­che ich in dem gest­ri­gen Fern­seh­bei­trag auf ARTE “Geburt und Tod” (Wdh. am Sams­tag) mit­nahm. The­ma war die Geburt in der Kli­nik, deren Umgang mit Schmer­zen, und als “Kon­trast” die Pal­lia­tiv­sta­ti­on im glei­chen Haus mit deren Schmerz­the­ra­pie, wovon ein Teil der Pati­en­ten, wenn sie gut ein­ge­stellt sind mit Medi­ka­men­ten wie Mor­phin­de­ri­va­te, ent­we­der die Sta­ti­on ver­las­sen kön­nen oder ihren letz­ten Weg in ein Hos­piz bestrei­ten. Es war kein groß ange­kün­dig­ter Bei­trag, so wie ich es ver­nahm, aber, wie ich fin­de, ein wich­ti­ger Bei­trag um das Ja für den assis­tier­ten Sui­zid ein­mal in eine ande­re Rich­tung zu len­ken, denn so wur­de gezeigt, wie schwer kran­ke Pati­en­ten mit nur noch kur­zer Lebens­er­war­tung wie­der an Lebens­qua­li­tät gewin­nen, wenn ihnen die Schmer­zen genom­men werden. 

Lies mehr!

Das Tabu im (assistierten) Suizid

Der Sui­zid, seit der Puber­tät streift einem das The­ma, nicht nur, es war gegen­wär­tig. Der sich das Leben nahm, den kann­te man über drei Ecken. Erst letz­tens erfuhr ich, dass sich ein ehe­ma­li­ger Mit­schü­ler nach der Schu­le das Leben nahm. Der Sui­zid­ver­such schien mir zu der Zeit als etwas Nor­ma­les. Von einem Tabu konn­te man reden, oder eben auch nicht. Tabui­siert war der Sui­zid in der DDR, zu hoch war die Zahl und dies gera­de unter Jugend­li­chen, zu ein­ge­schränkt waren die Lebens­mög­lich­kei­ten, die einem dazu trie­ben. Hat­te man sich ein­mal falsch poli­tisch posi­tio­niert, so war das Ergeb­nis ein Nein von oben im Lebens­weg, ob es ums Abitur, Stu­di­um oder um die Leh­re ging, und nicht nur dies. Nun, mei­ne Puber­tät begann in der DDR, durch­zog die Wen­de und ende­te nach der Wiedervereinigung.

Trotz­dem, das The­ma blieb, in der Kran­ken­pfle­ge war und ist es eine nor­ma­le Äuße­rung von vie­len älte­ren Pati­en­ten, die kei­ne Kraft und kei­ne Lebens­lust mehr ver­spür­ten. Und ein Tabu blieb es trotz­dem, denn nie­mand lehr­te einem dar­über etwas. Es war ein Tabu genau­so wie es nor­mal war oder ist, dass Dro­gen­ab­hän­gi­ge sich mit ihren Sucht­stoff ver­su­chen, dem Leben ein Ende zu set­zen. Der Blick über das Leben ist zu einem Tun­nel gewor­den, man sieht nicht mehr die blü­hen­den Blu­men, die Son­ne, wie sie kommt und geht oder besser: 

Lies mehr!

Sterbehilfe in Analogie gebrannt die Würde

Letz­te Lebens-Minu­ten, letz­te Wor­te, vor allem dar­über, was Schlim­me­res als der Tod dro­hen könn­te, dann ein Glas mit einem töd­li­chen Mix – so wird heu­te das Recht auf Selbst­be­stim­mung interpretiert”

heißt im FAZ-Blog: Bio­po­li­tik (“Sui­zid vor lau­fen­der Kame­ra insze­niert”) zu der Sui­zid-Doku , die letz­te Woche im bri­ti­schen Fern­se­hen gesen­det wur­de. Immer wie­der setz­te sich in die­sem Jahr das The­ma „assis­tier­te Sui­zid“ oder „Ster­be­hil­fe“ neben mir. Ich konn­te es nicht igno­rie­ren, denn es war auch gera­de dann prä­sent, wenn wir im Kin­der­hos­piz waren, wie als wäre es eine direk­te Ana­lo­gie zu unse­rem Weg. Neh­men wir somit ein­fach den letz­ten Satz auf und stel­len ihn als Fra­ge: Ist der assis­tier­te Sui­zid, die Ster­be­hil­fe eine Ana­lo­gie zum Weg unse­res Kin­des? Eine schlech­te Fra­ge, so ver­gaß ich ganz das „Wie“. 

Lies mehr!

Ein Nein, Widerspruch und die Hospizpflege

Ist es nicht nett? Unser letz­ter Antrag für die Hos­piz­pfle­ge (Kin­der­hos­piz Regen­bo­gen­land) wur­de bear­bei­tet und es gibt kei­ne Über­ra­schung. Er wur­de, wie alle Anträ­ge davor, abge­lehnt. Also nichts neu­es und ich fin­de, es reiht sich auch ganz gut ein zum gro­ßen Nein der Kran­ken­kas­sen beim SAPV. Denn wer braucht noch eine qua­li­ta­tiv gute Ver­sor­gung auf dem Ster­be­bett … Ein Nein, was für mich indi­rekt auch för­der­lich wirkt auf das star­ke „Ja“ zur Ster­be­hil­fe. Schließ­lich nur mit Wor­ten wird man die Angst vorm Ster­ben ohne Wür­de und Lebens­qua­li­tät nicht begeg­nen kön­nen, egal ob beim „Pal­lia­tiv­kind“ oder beim tod­kran­ken Erwach­se­nen. Es bedarf der Umset­zung einer Palliativversorgung.

Lies mehr!

Alles Nachträgliche zum Hospiztag 08

Ich habe ihn nicht ver­ges­sen, den Welt­hos­piz­tag, am 11.10., und den deut­schen Hos­piz- und Pal­lia­tiv­tag, der war am 14.10. Nein, ver­ges­sen nicht. Ich habe es nicht gewusst, hin­zu das die bei­den Tage so nah anein­an­der lie­gen, ist viel­leicht nicht gera­de vom Vor­teil in der Öffent­lich­keits­ar­beit. Aber oder nicht des­to trotz, es gibt für die­se Tage zwei “spon­ta­ne” Mel­dun­gen. Ein­mal ein poli­ti­sche Wil­lens­er­klä­rung aus der SPD für eine “ordent­li­che” Umset­zung der Pal­lia­tiv­ver­sor­gung und, was für die Pal­lia­tiv­me­di­zin wich­tig ist, im Bun­des­tag haben sich Exper­ten für den Ein­satz von Can­na­bis als Arz­nei aus­ge­spro­chen. Damit wür­de ein offi­zi­el­ler Ein­satz in der Schmerz­the­ra­pie mög­lich wer­den, wenn ande­re Mit­tel aus­ge­schöpft oder “Fehl am Platz” sind.

Lies mehr!