Pflegewirtschaft

Pflegeempfänger und dem Pflegekunden

Seit meiner Ausbildungszeit, wenn auch mit Pausen, bin ich mit dem Fachgebiet Pflege verwachsen. Doch erst heute lernte ich das Wort „Pflegeempfänger“ kennen. In der Klinik sprechen sie vom Patient, in Pflegeheimen kenn ich den Begriff Heimbewohner oder Klient. Im ambulanten Bereich lernte ich die Worte Kunde oder Pflegekunde kennen. Geläufig war mir die / der Zupflegende oder die / der Gepflegte.

Der Begriff „Pflegeempfänger“ klingt professionell wie Pflegekunde und für mich steckt darin ein Bruch. Professionell, weil die „Pflege“ als ein Produkt verstanden wird. Ich verstehe die Pflege nicht als ein abgeschlossenes Produkt1, es übersetzt sich für mich nicht aus der Bedeutung „sorgen für“ oder „betreuen“ 2. Doch stimme ich für das Produkt „Pflege“, betrachte ich einzelne, abgeschlossene Pflegeverrichtungen, zum Beispiel das endotracheale Absaugen. Es stellt ein Ergebnis durch eine Handlung dar: Der Schleim in der Luftröhre wurde entfernt und der Gasaustausch in der Lunge kann ungehindert verlaufen; die Sauerstoffsättigung auf dem Monitor steigt.

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Pflegevollversicherung

Der Weg zu einer Vollversicherung der Pflege und keine „Teilkasko“ ist zu begrüßen. Sicherlich, diese Leistung wird es nicht zum Nulltarif geben. Es muss bei der Idee klar sein, die Pflege eines Angehörigen wird zu einem Armutsrisiko für die Pflegenden. Eine Vollversicherung bei richtiger Ausgestaltung dieser wird zu einer sozialen Absicherung der Familie. Denn wer pflegt, muss in vielen Fällen seinen Job verlassen und bei fehlenden Einkommen und Vermögen bleibt nur das ALG 2 oder Hartz  IV. Gut, gut, es gäbe das Pflegegeld. Ein kleiner Betrag gegenüber einen Facharbeiterlohn. Wenn dann noch bei einer Schwerstpflege Pflegedienst eingekauft werden muss, dann bleibt vom Pflegegeld nicht viel übrig. Die Idee, ich pflege meine Mutter oder Tochter zu Hause, wird zu einem finanziellen Alptraum. Der Ausweg Pflegeheim oder aber wir als Familie sind schon unter die magische Grenze vom Schonvermögen gesprungen, dass endlich das Sozialamt die Pflege gut mitfinanziert.

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Mit dem Intensivkind auf die Kur gehen

Mit dem Intensivkind zur Kur fahren – ein Gedanke, den ich in unseren gesamten Lebenzeit vom der Madame nicht weiter bedacht hatte. Es scheint / schien mir zu aussichtslos. Das Thema wurde von mir verdrängt, das Thema wurde für mich ein Tabu. Ein schwerstpflegebedürftiges Kind und eine Kur ist No Go, es ist wie Intensivkind und wir fahren alle vier zum Urlaub ins Ausland, No Go.

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Männertag, Roboter und Pflege(not)

Gestern war Männertag und haben Sie daran gedacht? So wie ich es verstehe ist dieser Tag nicht mit dem Herrentag zu verwechseln. Die Idee dahinter sei die Gesundheit der Männer, bei dem ein ausschweifender Alkoholkonsum ein Kontra ist.

Denken wir an die Gesundheit des Mannes, dann sind wir vom Krankenpflegeberuf nicht weit entfernt. Es ist schade, dass die Männergesundheit nicht ein Thema war im „Radiofeuilleton – Im Gespräch“ auf Dradio Kultur. Dagegen schwappte das Thema Alten- und Krankenpflege mit ein in der Gesprächsrunde. Das Hauptthema war „Mein persönlicher Roboter – Science Fiction oder bald Realität?“ Es wurde im Gespräch die Idee erläutert, dass man wohl Roboter in der Pflege bei der Essensaufnahme und der Körperpflege einsetzen könne. Dies mit der Meinung, die Pflegekräfte hätten dann mehr Zeit sich seelisch um die Patienten zu kümmern.

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Entlastungsangebote: Ich werd kein Pflegefall

Da beschließt der DBfK und die Barmer GEK eine Rahmenvereinbarung für die Entlastung der pflegenden Angehörigen, also mich, und ich finde neben der Nachricht im Internet auf die Schnelle nichts Eindeutiges, was sie beschlossen haben. Ich bekomme somit den Eindruck, es geht an den Bedürfnissen, meinen Bedürfnissen vorbei. Denn schon diese Aussage von Herrn Wagner des DBfK:

„Endlich können pflegende Personen diese dringend benötigte Leistung beanspruchen, um nicht selbst zum Pflegefall zu werden.“ aus: Bibliomed – News: DBfK und Barmer GEK wollen Angehörige entlasten. 28.6.2012 https://www.bibliomed.de/news/-/content/detail/705767. abgerufen 29.6.2012

wirken auf mich unglaubwürdig, wenn nicht eindeutig (kommende) Leistungen benannt werden und bei solchen Verträgen keine Mitarbeit von Betroffenen erkennbar ist, die es auch organisiert gibt wie „wir pflegen“.

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Pflegenotstand vs. Vergütung der Krankenpflege

Über 70.000 Treffer zeigt aktuell Google an, wenn ich die Zeichenkette „Pflegenotstand Deutschland“ eingebe. Ein aktuelles Thema, mit bedingt durch den Fachkräftemangel. Der Pflegenotstand, so darf ich erwarten, wird sich weiter verschärfen, wenn die Vergütung der Alten- und Krankenpflege nach unten geschraubt wird. Dies geschah aktuell in Mecklenburg-Vorpommern durch einen Schiedsspruch bei den Verhandlungen der Vergütung Häuslicher Krankenpflege.

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Pflegehilfsmittel nicht oder doch ärztliches Rezept

Gar nicht so einfach, den Inkontinenz-Bettschutz – den wieder verwendbaren – bei der Pflegekasse zu beantragen. Da lese ich auf den Webseiten, ich bräuchte kein ärztliches Rezept. Also müsste ich nur bei der Pflegekasse anrufen und dann regelt es sich. Es ist ein Pflegehilfsmittel, was den Leistungen der Pflegekasse zu geordnet wird. Von der Apotheke bekomme ich dazu sogar ein Formular, ein ärztliches Rezept sei nicht nötig.

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Gute Pflege, guter Lohn und die Pflegenot

Gute Pflege möchte gut entlohnt werden. Eine Losung, die beim Fachkräftemangel auf dem Pflegemarkt logisch sein sollte. Wenn Fachkräfte gebraucht werden und diese unzureichend gefunden werden, steigt deren Wert und somit dürfte ihnen ein höheres Gehalt als bisher sowie bessere soziale Leistungen zu stehen vom Arbeitgeber.

Auch wenn Pflegedienste, Krankenhäuser oder Pflegeheime dies erkennen, ist denen wiederum die Hand zum Handeln gebunden. Wer einen guten Lohn zahlen möchte, muss entsprechende Einnahmen haben. Einnahmen, die auch gebraucht werden, um das eingestellte Personal gut zu schulen und weiter zu bilden, eine Forderung von der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Der Forderung stimme ich zu, genauso den Punkt familienfreundliche Arbeitsplätze.

Alles Themen, die mit einer guten Finanzierung der Pflege durchführbar sind. Familienfreundlich könnte zum Beispiel die Schaffung von Betriebskindergärten sein. Gute Finanzierung – wer soll das bezahlen? Die Kranken- und Pflegekassen müssen mit knappen Finanzmitteln arbeiten, den Kommunen mit ihren Sozialämtern gehe es auch nicht besser.

Heißt dies dann gute Pflege, guter Lohn und wir wissen nicht, wie wir es finanzieren? 

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Fachkraft in der Pflege

Wenn Sie in die Autowerkstatt fahren, möchten sie sicherlich gewiss sein, wer sich dort als Fachkraft betitelt, verfügt auch über die Ausbildung hierzu. Sagen Sie Ja? Ich hoffe es. Was erwarten Sie, wenn man von einer Pflegefachkraft spricht? Ich persönlich – gut, ich komme aus Krankenpflege – sehe in einer Pflegefachkraft eine Person, die eine mehrjährige Ausbildung hinter sich hat wie eben bei einem Facharbeiter üblich.

Doch wird der Begriff Fachkraft nicht so angewendet, sondern auch schon eingesetzt für kleine Kurse für Nichtpflegeberufe. Etwas, was mit den schwierigen Ruf der (Kinder-)Krankenpflege bzw. Altenpflege sicherlich zu schaffen hat. Aber auch wird einem schnell die Aussage verleidet, Pflege kann doch jeder. Geprägt wird die mit durch die laufende Politik über Hilfskräfte und Ausbildungsvoraussetzung für den Pflegeberuf.

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Pflegenoten und zum Teuer in der Pflege

Haben Sie sich ihren Pflegedienst nach Pflegenoten ausgesucht? Ich bin da vorsichtig und vertraue ihr eher den Kriterien, die man über die Selbsthifle oder dem Pflegestützpunkt bekommt. Das beste Beispiel über die schlechte Qualität des Notensystems kam mir heute zwischen „die Finger“:

„Selbst eklatante Pflegemängel – etwa bei der Wundversorgung oder beim Essen und Trinken – können durch eher zweitrangige Merkmale wie etwa ein hübsches Zimmer ausgeglichen werden.“ Pflegeversicherung wird teurer. aerzteblatt.de. 21.11.2010.

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Gesundheitsuni Jena vs. Schwerstpflege

Die Gesundheitsuni in Jena – ein Programm für Patienten und pflegende Angehörige, wie aber auch den Profi aus dem Fach „Gesundheit“. Doch es ist einfach die Zeit, die mir fehlt, dass ich mich bei solchen Wissenskurse für die (Selbst-)Pflege fit machen kann oder eben einfach um den eigenen Horizont zu erweitern. Könnte ich meinen, doch ist es nicht die Zeit primär.

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Hauptschule & Krankenpflege: Der Pflegenotstand

Der eine oder andere wird es sicherlich erfahren haben, Vorausetzung für die Krankenpflege-Ausbildung ist nicht mehr der Realschulabschluss, sondern es reicht der Hauptschulabschluss.

Ein trauriger Schritt – die Motivation der Politik, so wie ich es vernahm, sei der Pflegenotstand. Schlussfolgere ich richtig, dann heißt dies, wir brauchen für diesen Beruf kein gut qualifiziertes Personal. Ich will nicht sagen, dass HauptschülerInnen keinen guten Job machen würden oder warum gibt es überhaupt noch den Realschulabschluss.

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Pflegeabos beim Discounter

Der Preis guter Pflege soll möglichst billig sein. Zumindest wenn man der Umfrage vom Nachrichtenmagazin „profil“ (AT) glauben möchte, denn dort würden 70 Prozent der Österreicher billige Pflegekräfte aus dem Ostblock befürworten. Doch billig heißt auch ohne Ausbildung in der modernen Pflege und Lohndumping für die dortigen professionellen Pflegekräfte und somit Verschlechterung der Krankenpflege.  

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