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Minimal & IntensivZimmer: Wie viel gebrauchte Mittel

Der Raum vom Inten­sivZ­im­mer, das „Schwest­ernz­im­mer“ davor und unsere Woh­nung ist in der Fläche begren­zt. Wird eine Beat­mungspflege bei einem Men­schen mit schw­er­er Behin­derung wie dem Inten­sivkind nötig, wird klar, ungenutzte Hil­fs- oder Ver­brauchsmit­tel müssen zurück zum San­ität­shaus, der Krankenkasse oder sie müssen entsorgt wer­den. In einem Artikel auf „Die Ent­deck­ung der Schlichtheit“ wird die Frage gestellt: Wie viel brauche ich wirk­lich?1Am Ende des Artikels kommt der Autor zum Schluss, die Frage heißt anders: Was brauche ich nicht mehr?

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Das Leid um den Rollstuhl

Neuer Rollstuhl SeiteansichtDer neue Roll­stuhl vom Inten­sivkind hat­te eine kurze Genehmi­gungsphase gegenüber ein­er lan­gen, sehr lan­gen Bauphase. Genauer gesagt, der Bau dauerte vom Feb­ru­ar bis Ende Okto­ber. Und jet­zt, jet­zt ist er wieder in den Hän­den vom San­ität­shaus, da ver­schiedene Dinge nach justiert und kor­rigiert wer­den müssen:

  • die Kopf­stütze hat nicht genug Platz
  • die Rück­en­lehne, die zu hoch ist
  • die Pol­sterung im Po-Bere­ich
  • der Antrieb in bei­den Rädern, der nicht 100 % syn­chron ist

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Wartezeit: Kleine Eskalation Rollstuhl und nur eine Mail

Wenn ich jet­zt einen Porsche bestelle, dann weiß ich, es kommt ein Jahr Wartezeit auf mich zu. Bei einem Roll­stuhl, aus Erfahrung, gehe ich von guten drei Monat­en aus. Der let­zte Stand war, der Roll­stuhl kön­nte Anfang Sep­tem­ber fer­tig sein, nach fast sieben Monat­en. Ein Wun­schtraum. Seit Anfang Sep­tem­ber erwarte ich eine Mel­dung vom San­ität­shaus, wie der Stand vom Bau ist. Wann wird der Roll­stuhl geliefert? Es meldete sich nie­mand. Also schrieb ich die Kun­den­be­treu­ung an, per Mail. Es gab keine Reak­tion. Weit­er­lesen

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Der Rollstuhl – ein ewiges Projekt

Dies ist der läng­ste Roll­stuhlbau oder Mobil­ität­shil­fen­bau beim Inten­sivkind. Da schwirrt mir die Aus­sage aus den Medi­en im Kopf, die Hil­f­s­mit­tel kämen zu spät beim Patien­ten an, da das Genehmi­gungsver­fahren für diese zu lange bräucht­en. Nein, an der Krankenkasse lag es nicht, die Genehmi­gung bedurfte nur wenige Wochen, doch keine Monate. Warum dauert der Bau des Roll­stuhls solange?

2014 07 19 AusflugRolli

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Ausgebremst – Der Rolli kommt, kommt nicht

Was hil­ft es, wenn die Krankenkasse ihre Entschei­dun­gen über Anträge schneller aus­fer­ti­gen müssen, zumin­d­est ist es das Ziel der Geset­zge­bung des Patien­ten­rechts. Es hil­ft eben nichts, wenn die schnelle Fer­tig­stel­lung des Hil­f­s­mit­tels an den Roll­stuhlbauerIn­nen scheit­ert, aus ver­schieden­sten Grün­den. Das erste Ziel des San­ität­shaus­es war, der Rol­li ist weit vor Pfin­g­sten fer­tig, dann wurde es Juni. Zum Schluss, so meine Ver­mu­tung, hat es ein halbes Jahr gedauert. Zu lange für ein sofort benötigtes, orthopädisch angepasstes Hil­f­s­mit­tel. Sofort hieß für mich zum März bis April. Weit­er­lesen

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Das Ende vom Rehabuggy – der Rollstuhl

Der Roll­stuhl kommt – näch­ste Woche wird das Ende des Rehabug­gys einges­timmt. Es war ein langer Weg. Zuerst kam die Mod­ellschau, erste Tests, dann ging das Rezept für den gewählten Stuhl samt Kosten­vo­ran­schlag zur Kasse. Es fol­gte eine Genehmi­gung mit ein­er Ablehnung von ein, zwei wichti­gen „Details“. Doch als wir die Begrün­dung nach liefer­ten, kam auch für diese Dinge die Kostenüber­nahme.

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Hilfsmittel: Homecare-Service ohne Kostenklärung?

Welchen Home­care-Ser­vice für die Tra­cheostom­aver­sorgung soll ich nehmen? Eine Frage, die sich eine Mut­ter in der Klinik nicht stellen musste, wie ich erfuhr. Statt, dass man ihr eine Liste von Fir­men gab, soll es geheißen haben, die Fir­ma XY mache es. Es fragte sie auch kein­er, von welchen San­ität­shäuser das Kind ver­sorgt werde.

Ein Weg, der für die Mut­ter nicht ohne Prob­leme ver­lief. Zum einen war das Kind ver­sorgt durch eine Fir­ma, die alles lieferte für das Absaugen. Denn das Kind wurde vor dem Luftröhren­schnitt mehrfach täglich oral abge­saugt. Zum anderen ver­traute sie auf das Sach­leis­tung­sprinzip der Krankenkassen.
Dies war fatal.  Im drit­ten Monat Zuhause nach dem Klinikaufen­thalt, eröffnete ihr der neue, anver­traute Home­care-Ser­vice, dass die Krankenkasse noch keine Rech­nung gezahlt hätte. Sie, die  Mut­ter, sei dran schuld, sie hätte nicht mit­geteilt, dass eine andere Fir­ma die Absaugung ver­sorge. Dadurch würde nicht die Fall­pauschale für das Tra­cheostoma greifen, was die Krankenkasse zahlen müsste.

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Die insolvende Krankenkasse

Hat man eigentlich etwas falsch gemacht, wenn die eigene Krankenkasse vor der Insol­venz ste­ht? Ich weiß nicht, aber mit ein Stück Angst trägt man ab dem Zeit­punkt schon, denn ein Inten­sivkind „erzeugt“ nicht nur punk­tuelle Kosten, son­dern Monat um Monat. Zahlt die Krankenkasse nicht mehr, so kann es für den „Leis­tungser­bringer“ ärg­er­lich wer­den und, je nach sein­er finanziellen Stärke, muss er wohl dem Inten­sivkind kündi­gen, oder wie. Es ist also diese Angst, die man in sich trägt und man ist ein­fach block­iert. Denn man war froh, dass einem die Ver­sorg­er oder eben Leis­tungser­bringer über Jahre an der Seite blieben.

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Stabilität in der Hilfsmittelversorung

Sta­bil­ität in der Hil­f­s­mit­telver­sorgung, ein Traum. Aber was bedeutet Sta­bil­ität für uns mit einem schw­er­stpflegebedürfti­gen Kind. Punkt eins, ein kon­stan­ter Ansprech­part­ner. Jedes Jahr, wenn die Dauerverord­nung neu geschrieben wird und neue Kosten­vo­ran­schläge an die Kranken­ver­sicherung gehen, kommt sie hoch, diese Angst: Hof­fentlich bleibt auch dieses Jahr unser gewählter Home­Care-Ser­vice der Ver­tragspart­ner der Kasse. Ist dieser ein Ver­tragspart­ner, so ist eben auch die Gewis­sheit hoch für uns, sie wählen keinen anderen. Weit­er­lesen

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Hilfsmittel für den Verbrauch: Wie bestelle ich richtig

Es taucht sie immer wieder auf, die lei­di­ge Diskus­sion bei den ärztlichen Rezepten für Hil­f­s­mit­tel, ich meine bei den Ver­brauchs­ma­te­ri­alien wie Absaugka­theter oder Fil­ter für die Beat­mung. Die Diskus­sion dreht sich jet­zt aber nicht darum, ob Hil­f­s­mit­tel für den Ver­brauch zum Bud­get des Artzes gehören oder nicht. Sie gehören nicht dazu. Nein, die Diskus­sion dreht sich um die Art und Weise des Ablauf von der Rezep­tierung der Ver­brauchsmit­tel der Bestel­lung beim Home-Care-Ser­vice und Liefer­ung. Bei uns läuft es so:

Es wird bei unserem Home-Care-Ser­vice oder eben dem San­ität­shaus bestellt per Mail, Tele­fon oder Fax. Ein Teil, wo eben das Dauer­rezept gilt, wird geliefert und wir unter­schreiben den Liefer­schein, Kopie bleibt hier. Der andere Teil, nun der wird nach Dringlichkeit und der Frage, ob ein Kosten­vo­ran­schlag sein muss, auch mit geliefert oder eben nicht.

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Rehabuggy im Test und die Kritik

Man möchte sie nicht mis­sen, die Zeitschriften, welche sich den The­men rund um die Behin­derung wid­men. Es ist kein Medi­um für den Massen­markt, somit wird man eine solche Zeitung auch nicht im gut sortierten Zeitschriften­laden find­en. Doch habe ich auch so meine Bauch­schmerzen, wenn ich die eine oder andere Zeitung abon­nieren müsste. Let­ztens lag wieder die Hand­i­cap auf meinem Tisch, die Aus­gabe vom Früh­jahr 2009. Sechs Kinder­wa­gen im Test hieß auf der Vorder­seite, doch als ich die Artikel zu den einzel­nen Rehabug­gys las, kam die Ernüchterung. Die Beiträge lasen sich für mich eher wie eine Pro­duk­tvorstel­lung als eine aus­re­ichende kri­tis­che Auseinan­der­set­zung, ein wirk­lich­er Test. Zwei Bug­gys kan­nte ich schon von anderen Eltern, einen Typ haben wir selb­st im Gebrauch. Hier­bei merkt man, die inter­es­sante Kri­tik kommt häu­fig erst durch die län­gere Benutzung im All­t­ag, so unsere Erfahrung.

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Jena: Plenumsdiskussion zur aktuellen Hilfsmittel-Versorgung am 7. April

Der eine oder andere hat sicher­lich schon vom Bünd­nis “Meine Wahl” gehört oder gele­sen, welch­es sich gegen die geplanten Ein­schränkun­gen der Patien­ten wen­det in der Ver­sorgung von Hil­f­s­mit­tel wie bei Inkon­ti­nenz, also Windeln oder Katheter, oder an sich bei der Wahl des San­ität­shaus­es. Ein Ergeb­nis der Gesund­heit­sre­form. Doch sorgt diese Entwick­lung bei den Kassen, auf­grund auch erschreck­ender Medi­en­berichte wie bei Frontal 21, für Diskus­sion und Stoff nicht nur zum Nach­denken. Deshalb gibt es in Jena am 7. April 2009 eine öffentliche Ver­anstal­tung zum The­ma: Entspricht die Ver­sorgung mit Hil­f­s­mit­teln noch den Anforderun­gen von chro­nisch kranken und behin­derten Men­schen? Ort: Hör­saal 4 der Friedrich-Schiller-Uni­ver­sität Jena, Cam­pus auf dem Ernst-Abbe-Platz Zeit: 16.00 – 19.00

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Unerwartete Inspektion des Pflegebettes

Da war das San­ität­shaus nicht ger­ade up-to-date. Heute kam der Kon­trolleur für die Tech­nik vom Pflege­bett, ein­mal jährlich soll es sein. Doch er stand zuerst am Haus der alten Adresse. Unser Name war am Klin­gelschild ver­schwun­den, logisch nach 10 Monat­en Wegzug. Dabei war es indi­rekt unser Fehler, da wir den Wegzug “schein­bar” dem San­ität­shaus nicht gemeldet haben. Bei der Menge an “Ver­sorg­ern” wie San­ität­shäuser oder auch Ärzte für das Kind, da ver­liert man schon mal den Überblick und ver­gisst seine neue Adresse allen bekan­nt zu geben.

Indi­rekt, nun wir hat­ten aber bekan­nt gegeben, dass wir umziehen wer­den, weil wir auch von denen ein Kosten­vo­ran­schlag ein­holten für den Umzug des Pflege­bettes, sie waren halt über 100 Euro teur­er als andere Häuser, und Indi­rekt auch, weil bei der Ver­sorgung mit dem Ste­htrain­er unsere neue Adresse schon bekan­nt war. Denn dies San­ität­shaus machte den zweit­en Kosten­vo­ran­schlag, somit lag denen auch ein Rezept mit unser­er neuen Adresse vor. Sicher­lich, es war halt eine andere Abteilung, ein ander­er Sach­bear­beit­er. Eine andere Kun­den­datei?   

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Frontal 21: Medizinische Hilfsmittel und der Sparwille

Das mit dem Abbau der Wahl­frei­heit von Hil­f­s­mit­tel­pro­duk­ten und San­ität­shäuser oder dem Home-Care-Ser­vice die Patien­ten­rechte weit­er schrumpfen, hat­te ich vor kurzem erst ange­sprochen. Die Sit­u­a­tion, ob man sie nun drama­tisiert oder nicht, sie bedeutet eine Ver­schlechterung der Ver­sorgung von Men­schen mit Behin­derung und schw­er Kranken. Dieses soll heute in Frontal 21 im ZDF (21.00 Uhr) The­ma sein. Anschauen lohnt sich bes­timmt und wenn dann einige Unternehmen Pleite gehen, weil sie kein “Ver­tragspart­ner” bei Krankenkassen mehr wer­den und so ein Monopol entste­ht, dann hil­ft auch keine Auss­chrei­bung mehr, um “Dis­coun­ter­preise” im Gesund­heits­markt zu schaf­fen. Und das Qual­ität ihren Preis hat, also dass man bei Bil­lig­pro­duk­ten am Ende draufzahlt, lernte sicher­lich der eine oder andere “Schnäp­pchen­jäger” schnell. Bei uns kön­nte es die Krankenkasse ger­ade ler­nen beim The­ma “Gener­i­ka”.

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Der Rang, Noten fürs Gesundheitssystem

Dinge mit Hilfe einer Rangfolge zu vergleichen, ist beliebt. Ob Hochschule, Webseite und demnächst offiziell noch die Pflegeheime. Für alles gibt es Punkte, Noten und wer dann die meisten Punkte erzielt oder die beste Note, ist in der Hierarchie ganz oben, bei dem soll die Qualität dann stimmen. Auch für den Vergleich der europäischen Gesundheitssysteme gibt es ihn, den „Euro Health Consumer Index". Und wo liegt Deutschland? Es geht 2008 weiter bergab in der Rangliste. Doch bei jeder Erhebung, wie an sich im Umgang mit Daten und Statistiken gilt: Wer ist der Autor und wie hat er seine Daten, Informationen gesammelt? Und zweitens, was nützt ein Ranking wem? Für den Konsumenten, wenn ja, wäre es ein Vergleich, wie gut nun das „Produkt“ sei in Bezug zu anderen. Ob beim Sieger wirklich alles so toll ist oder ob der Sieger nur ganz oben "sitzt", da es nichts besseres gäbe …

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Die Sitzschale vom “richtigen” Sanitätshaus

Auch im dritten Jahr der Zweitversorgung mit der Sitzschale im

Kindergarten sorgte für Hin und Her - der richtige Kostenvoranschlag

Wie es nächstes Jahr mit der Versorgung von Hilfsmittel für behinderte Kinder aussieht, lässt sich nichts sagen wegen der Gesundheitsreform. Dieses Jahr zumindest hat es für uns noch mal geklappt mit der Genehmigung der Sitzschale von unserm selbst gewählten Sanitätshaus. Zwar landete zuerst die falsche Verordnung beim Sozialamt, nämlich die, welche für die Krankenkasse geschrieben wurde und dann wollte das Sozialamt ihr Sanitätshaus, also deren Vertragspartner, nur nehmen. Welche Rolle dabei die Kostenvoranschläge der beiden Sanitätshäuser spielten, ließ sich nicht feststellen. Weiterlesen

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Tücken bei der Zweitversorgung

Der Weg zur Sitzver­sorgung muss wohl erneut gegan­gen wer­den, denn da reicht es nicht aus, dass es erst einen zweit­en Kosten­vo­ran­schlag beim Sozialamt geben muss, bevor die Sitzschale für die Kita endlich angepasst wer­den kann ans gewach­sene Kind. Es wäre ja zu schön und doch hat­te der Weg zum zweit­en Kosten­vo­ran­schlag auch etwas Gutes, da so auffiel: Das Sozialamt hat das falsche Rezept von der Krankenkasse erhal­ten. Wie kommt das?

Nun, bei­de Rezepte, also das für die Sitzschale zu Hause, welche Eigen­tum der Krankenkasse ist, und der in der Kita, gin­gen an die Krankenkasse mit den Kosten­vo­ran­schlä­gen vom Reha­haus. Der oder die Bear­bei­t­erIn reichte dann ein Rezept von den bei­den an das Sozialamt weit­er, aber let­z­tendlich das falsche, wie wir vor vier Tagen fest­stellen mussten. Der Kosten­vo­ran­schlag ans Sozialamt, den wir vom Reha­haus erhiel­ten, war die Ver­sorgung für die Sitzschale der Krankenkasse.

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Die Zweitversorgung zum Dritten

Auch im drit­ten Jahr stößt man bei der Zweitver­sorgung der Sitzschale für die Kita auf Hür­den. Warum? Warum nicht? Dies­mal ist nicht der Stre­it, welch­es Amt oder Behörde nun die zweite Sitzschale zahlt, wie beim ersten mal. Es ist gek­lärt, das Sozialamt in Jena hat sich zur Ver­sorgung bekan­nt. Die Hürde ist auch nicht, dass dem Kind der Bedarf stre­it­et gemacht wird. Die jet­zige Hürde heißt: Baut der Ver­tragspart­ner vom Sozialamt die Sitzschale oder unser gewähltes Reha­haus?

Eine Frage, die ich heute ver­sucht habe zu klären auf dem Amt. Wobei dies auch mal ganz nett ist von Angesicht zu Angesicht die “Wün­sche” und Gründe vorzu­tra­gen und nicht per Post oder Tele­fon. Doch muss wohl die Klärung noch auf sich warten oder sagen wir es anders: Der Ver­tragspart­ner vom Amt sorgt jet­zt für den zweit­en Kosten­vo­ran­schlag (Prü­fung nach dem Wirtschaftlichkeits­ge­bot). Es ist sozusagen noch nichts entsch­ieden, welch­es Sani­haus nun den Auf­trag bekommt.

Wir wollen gerne die Ver­sorgung mit unseren bish­eri­gen Reha­haus. Warum? Es han­delt sich um eine anatomisch angepasste Sitzschale, die eben auch die Punk­te beachtet wie die Sko­liose, die Spastik oder der gesamte Muskel­tonus. Dafür braucht es einen Rehat­e­ch­niker, der darin Erfahrung hat und das Kind ken­nt. Dies ist beim bish­eri­gen Tech­niker der Fall und das seine Bauweise gut ist für unser Kind, zeigt eben auch, wie gut es in der Schale sitzt, lange darin sitzen kann ohne Prob­leme zu bekom­men.

Neben­bei stellt sich mir die Frage, ob man hier eine Wahl­frei­heit hat. Und wenn das Amt seinen Ver­tragspart­ner nimmt, trotz aller vor­ge­tra­gen Gründe z.B. wie eine mehrfache Nach­bear­beitung wegen fehlen­der Ken­nt­nis vom Kind oder das wir kein Risiko ein­er Fehlver­sorgung einge­hen wollen, was wir schon ein­mal hat­ten: Fährt man hier­bei mit dem per­sön­lichen Bud­get bess­er?

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Wahlfreiheit bei medizinischen Hilfsmitteln erhalten

Näch­stes Jahr geht es los, dann kön­nen Sie, lieber Leser als geset­zlich Ver­sichert­er, vielle­icht noch von Glück reden, wenn ihr bish­eriger Home­Care-Ver­sorg­er oder ihr San­ität­shaus Sie noch ver­sor­gen darf mit Hil­f­s­mit­teln oder Ver­brauchs­ma­te­ri­alien, denn dann kön­nen die Krankenkassen den Ver­sorg­er bes­tim­men, auch wenn dieser weit weg ist, weil er bil­liger sei oder da die Krankenkasse dort eine große Ladung “Hil­f­s­mit­tel” abn­immt und somit Son­derkon­di­tio­nen erhält.

Doch das dies nicht ger­ade gut sein muss, ins­beson­dere weil die Ver­sorgung vor Ort weg­brechen kann, sowie der Ser­vice drunter lei­det. Und hinzu ver­liert man dabei noch “seinen” Rehat­e­ch­niker, der einen als Patient mit all seinen Beson­der­heit­en ken­nt.

Let­z­tendlich beste­ht dabei auch die Gefahr, dass die kleinen “speziellen” Ver­sorg­er, wie für die Beat­mung und Tra­cheotomie, von Markt ver­schwinden und nur die Großen übrig bleiben. Die, wenn es keine Konkur­renz mehr gibt, bes­tim­men dann den Preis und nicht die Kasse.

Doch es regt sich “Protest” dage­gen: http://www.buendnis-meine-wahl.de/

sowie weit­ere Infos: www.presseportal.de/pm/71746/1213034/aktionsbuendnis_meine_wahl

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Der Pürierstab und sein Ersatz

Haben es ganz ein­fach vergessen. An den Orten, wo man sich nieder lässt, zu denen man dann eine Fre­und­schaft bindet und doch wieder ver­lassen muss. Etwas bleibt immer zurück. Zumeist die Erin­nerung, da man an sich sein Hab doch ganz gut beisam­men hat. Nun, die Beto­nung hier­bei liegt auf das Wort: “Gut”. Denn es soll nicht nur die Erin­nerung der anderen an uns an diesen Ort weilen, son­dern nun auch unser Püri­er­stab. Er hat jet­zt seinen Ort im Kinder­hos­piz gefun­den. Für uns ist dies fatal, da jeden Tag die Nahrung für das Kind aufs Fein­ste zerklein­ert, so dass sie passt durch den kleinen Konus der Spritze, die diese wiederum durch die Nahrungssonde in den Magen drückt.

Fatal? Gestern gab es erst­mal Flüssig­nahrung und heute waren wir unter­wegs in der Stadt um den “Ersatz” zu ordern. Doch den gibt nicht, zumin­d­est nicht der Püri­er­stab mit min­destens 600 Watt Leis­tung, mit welchem man auch Fleisch oder Rosenkohl zerklein­ern kann und der zum beste­hen­den Sor­ti­ment passt. Zwei Läden, davon ein Haushalts­dis­counter, wur­den durch­laufen. Nichts da, die Massen­ware im Regal zeigen stolz auf ihre 300 Watt oder 450 Leis­tung. Ja, wer püri­ert schon sein Fleisch? Die Früchte sollen es sein für den Joghurt. Da stellt sich dann einem doch die Frage, ob es dies Gerät jet­zt zum Hil­f­s­mit­tel im Rehabe­darf avanciert wurde. Also ob ein solch­er Stab sich mit 600 Watt vom Sta­tus “Gebrauchs­ge­gen­stand des täglichen Lebens” abhebt und nur noch seine Ver­wen­dung find­et in beson­deren Lebensla­gen, die sich durch Hand­i­cap und Krankheit sich ergeben. Sollte ich eher im Sani­haus nach­fra­gen und diesen dann über die Krankenkasse ordern?

Doch daraus wird nichts. Dies Gerät ist noch zu alltäglich, denn in einem anderen Geschäft ste­hen dann zwei Mod­elle ander­er Fir­men mit 700 Watt, gut geeignet um auch die qua­dratis­che Form vom Eiswür­fel zu zer­schnei­den. Und hinzu mit dem demographis­chen Wan­del der Gesellschaft ändert sich vielle­icht auch die all­ge­meine Esskul­tur, zumin­d­est bei denen, wo die Zah­n­prothe­sen nicht das leis­ten, was der Zah­narzt ver­sprach. Dann ist er gefordert, um den ersten Kau­vor­gang der Mahlw­erkzeuge im Mund abzunehmen.

Doch für uns, weil es das begehrte Mod­ell nicht vor Ort gibt, bleibt nur eins: Es über das Inter­net zu ordern.