Fentanyl Nasenspray: Schmerzkrise bei der Heimfahrt

Am let­zten Sam­stag ging es zurück aus dem Kinder­hos­piz Burgholz (Wup­per­tal) - eine kri­tis­che Fahrt. Denn unsere Inten­sivLa­dy hat weit­er­hin und wieder­holt Schmerzkrisen. Diese Krisen kom­men heftig und spon­tan, ohne eine Vor­bere­itung. Damit sie wieder frei wird von Schmerzen, dies von den Schmerzspitzen, bleiben uns fol­gende Möglichkeit­en: Weit­er­lesen “Fen­tanyl Nasen­spray: Schmerzkrise bei der Heim­fahrt”

Pflege und Musik // Der Song bei der Intensivpflege – Woche 41

Let­zte Woche waren wir im Kinder­hos­piz Burgholz (Wup­per­tal) – eine Woche und keine Pflegear­beit im PflegeZ­im­mer, kein Song bei der Inten­sivpflege.

Es war ein schön­er Aufen­thalt – es war ein Raus aus dem All­t­ag, aus der let­zten Krisen­zeit mit Schmerzen unser­er Inten­sivLa­dy, die dann sofort liegen muss, um eine Besserung zu erfahren. Eine Fahrt ins Kinder­hos­piz mit neuen Schmerzmit­tel – die Schmerzen lösten sich nicht, wie gewün­scht, doch waren die Tage ein­fach­er und es gab für uns Zeit zum dur­chat­men, zum SoSein und zum Jagen von Geo­caches.

Eine Woche ohne Musik, ohne einen Song – ein Song läuft irgend­wo, Musik begleit­et – ein Song für die Woche, etwas für die Har­monie, für die Roman­tik, für das Ver­liebt­sein oder was auch immer ….

KlangKuen­stler – Amelie (Rework) jet­zt auf pflege.zitronenzucker.de – der Song der Woche 41 / 2017

Gefun­den auf Youtube: https://youtu.be/nRWRq9uTd5g

Schmerz & Palliativ: Hilfsmittel und Medizinprodukt

Neben der Unruhe, der Epilepsie sind die Schmerzen zum alltäglichen Begleiter des Intensivkindes geworden. So richtig klar können wir die Ursache nicht benennen. Ist es die Skoliose, welche im letzten Jahr sich verschlechterte? Vermutlich ja, vermutlich … Deutlich ist geworden, die „alten“ Schmerzmittel (Paracetamol, Ibuprofen) scheitern und somit wird jetzt das Fentanyl probiert als Nasenspray.
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Kinderhospiz: Eine Reise ins Allgäu

Lange Zeit habe ich nichts über unsere Aufen­thalte im Kinder­hos­piz geschrieben. Dies ist schade, doch wenn ich aus dem All­t­ag “aus­breche” in die Kinder­hos­pizzeit, so muss ich zuerst dur­chat­men, tief ein- und ausat­men und eine Klarheit find­en. Der Schlaf, die Entspan­nung, will den All­t­ag bes­tim­men. Weit­er­lesen “Kinder­hos­piz: Eine Reise ins All­gäu”

Schmerz & Pflegenot

Vorgestern holte die Schmerzkrise wieder den All­t­ag ein vom Inten­sivkind. Oder wird sie zum All­t­ag? Ich hoffe nicht. Ein solch­er Nach­mit­tag macht mich müde, denn set­zt sich die Last das „üblichen“ All­t­ags oben­drauf, gelingt einem ein tiefes Dur­chat­men nicht mehr. Schmerzkrise, die sich über Stun­den hinziehen, da jagt einem das Bild von einem schw­eren Dauer­schmerz durch den Kopf.

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Nach Schmerzkrise, Petechien und Abend

Keine Zeit – so habe ich nicht ein­mal die let­zte Schmerzkrise gut ver­ar­beit­et, in eine Schublade gesteckt – frei nach, es hätte echt schlim­mer kom­men kön­nen. Stopp, Schubladen – frei nach, die funk­tion­ieren nicht und block­ieren mich, meine Trau­rigkeit darüber und den Blick nach vorn. Nach Schmerzkrise fol­gen  Petechien (Hautein­blu­tun­gen) – ob es zwis­chen bei­den einen Zusam­men­hang gibt, weiß ich nicht.

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Schmerz, Krise und nur Opioid

Der Tag begin­nt ruhig, das Inten­sivkind schläft nach der mor­gendlichen Pflegerunde wieder und die Fahrt geht ab in die Schule. Mit­tags klin­gelt das Mobile, unser Kind hat Ärg­er, jam­mert, wim­mert – die ersten Antworten auf das Rät­sel wer­den gesucht. Ist es die Obsti­pa­tion, muss sie abge­führt wer­den, bed­ingt sich der Schmerz durch Blähun­gen? Alle Maß­nah­men lösen den Schmerz nicht auf, der sich in eine Krise steigert. Parac­eta­mol, Bus­co­pan, Metami­zol und Ibupro­fen been­den ihn nicht. Ein Zusam­men­hang mit der Epilep­sie erk­lärt sich auch nicht. Das Inten­sivkind bleibt im Schmerz gefan­gen, eine chemis­che Ruhek­lärung sagt nein – er bleibt. Erst ein Opi­oid bringt die Ruhe, erk­lärt dem Schmerz sein Aus.

Aufat­men bei allen, die Angst mit den Bildern im Kopf löst sich. Bilder von der Klinik, von stark­er Sedierung, einem Leben, in der die jet­zige Leben­squal­ität ein­bricht, sich ein Bankrott erk­lärt der Hand­lungs­fähigkeit, das Leben zu gestal­ten. Diese Bilder ver­schwinden, der Kopf wird klar­er und deut­lich wird wieder, es bedarf nur weniger Stun­den und die Leben­s­pla­nung, eine Idee von Sta­bil­ität im All­t­ag, ist hinüber.

Welttag für die Menschen mit Behinderung & Schmerzkrise

Vor zwei Tagen wurde der Welt­ag der Men­schen mit Behin­derung began­gen und was macht das Inten­sivkind hierzu? Es rutschte in eine schwere Schmerzkrise. Vielle­icht wollte sie damit aus­drück­en, wie es um die Ver­sorgungssi­t­u­a­tion der Men­schen mit Behin­derung bestellt ist. Immer noch sind sie Bittsteller, wie wir ger­ade im let­zten hal­ben Jahr erleben durften als um die Hil­f­s­mit­tel ging. Und dies nur als ein Beispiel.

Schmerzkrise und der Schmerz war ein­fach nicht zu lösen, zu unter­drück­en oder zu block­ieren. Über mehrere Stun­den kämpfte sie damit und sorgte somit für weit­ere Prob­leme. Ein Prob­lem dabei ist der erhöhte Muskel­tonus und somit eine schmerzhafte Spastik. Ein anderes kommt wieder vom Magen her, der saure Reflux und somit Sod­bren­nen. Ein Rauskom­men aus diesem – in dem Abend­stun­den hat­te es dann Klack gemacht mit Metami­zol und war­men Essen im Bauch. Ich hoffe, eine solche Episode wird dem Inten­sivkind nicht so schnell wieder begeg­nen und uns auch nicht.

Schmerzkrise und dem

Wenn das Fernse­hbild hängt in sein­er eige­nen Sto­ry, nur ein Rauschen der Stimme, eine Geschichte auf dem Bild­schirm, die man nicht braucht. Das Kind weinend, fiebrig und kämpfend mit ein­er Unruhe im Schoß, zu groß, um es noch hal­ten zu kön­nen. Die Zeit tickt von 21 zur 22 zur 23 hin zur Null. Hätte der Abend, ja hätte man den Abend auch ohne Schmerz tra­gen oder eben ver­leben kön­nen. Die Chemie im Zäpfchen und die Tropfen. Sie ver­sagte, zeigte keine Hil­fe und man suchte nach ein­er Antwort, wie lange kann man dies noch tra­gen, müssen wir den Notarzt rufen für eine poten­teres Mit­tel, für eine Sedierung mit Hyp­noti­ka. Ein Anruf, ein Weg in der Krise in die Klinik mit der Ahnung, auch keine passende Antwort zu find­en auf das Warum, warum dieser Schmerz und doch kehrte vor der Erschöp­fung des eige­nen Wil­lens, der eige­nen Kraft die Ruhe ein. Keine fremde Hil­fe, keine helfende Hand außer die des Pflegers. Eine Antwort, die sich zeigte, die erzählt von ein­er Entzün­dung in Rich­tung Harn­blase. Doch dann fällt die Null zusam­men mit dem Schlaf, zusam­men in einem Traum der Erschöp­fung geprägt vom Chaos.