selbstbestimmt

Polizeiruf 110: Ungelöst und Sehenswert

Ungelöst ist der Fall des gestrigen Abends nicht, „Rosis Baby“, denn dies würde mit Sicherheit auch den sonntäglichen Zuschauer überfordern, einen Tag vor der Arbeit abends im Bett noch nach dem Täter selbst zu fahnden.Ungelöst ist auch nicht, was mit dem Baby von Rosi, einer jungen Frau mit „geistiger“ Behinderung, passiert. Vielleicht ist hier auch zu viel gelöst worden an dem Punkt: Bekommt ein Mensch mit einer Behinderung ein Kind, so gehört es abgetrieben.

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Heim, Warteplatz und selbstbestimmt

Man könnte es auch als einen sanften Weg zu alternativen Wohnformen bezeichnen, wenn Heime voll sind und und ein Betreiber darüber nachdenkt, „Heimplätze“ außerhalb des Heimes zu schaffen. Eine Idee, die laut dem Artikel: Warteliste für Heimplätze, scheinbar zu einer Umsetzung sich formen soll.Doch bedeutet die Idee nicht, eine Art betreutes Wohnen für den Behinderten nah an seiner Familie, sondern nah am Heim.

Der Grund ist simpel:

„,um den Weg für die Mitarbeiter des Wohnheimes kurz zu halten.“ *1.

Die Schlussfolgerung für den betroffenen Menschen heißt wohl: Zweimal umziehen. Zuerst müssen sie raus aus ihren eigenen vier Wänden in eine Art „Heimstatt“ ziehen, die so eine „Vorstufe“ zur Sondereinrichtung bildet. Raus aus der eigenen Wohnung, da man denkt, die Auswirkung der Behinderung seien im häuslichen Umfeld nicht zu lösen. Und dann, wenn der Pflegeaufwand dementsprechend noch höher geworden ist und ein Heimplatz frei wird, ab ins Heim. Dabei sollte man bei der Idee folgenden Satz aus dem Artikel nicht übersehen:

„Hier könnten Behinderte eine Heimstatt finden, die nicht unbedingt im Wohnheim versorgt werden müssen, denen jedoch für ein selbstbestimmtes Leben im Betreuten Wohnen die Voraussetzungen fehlen, …“ *1

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Das Nichts der Pflegereform

Da wird wohl nichts draus, dass die Pflegereform endlich Grundsteine legt für eine wirkliche Politik, weg vom Heim, für eine gute ambulante Versorgung zu Hause. Ein Reförmchen, so wird sie schon betitelt. Zwar sollen Pflegestützpunkte errichtet werden und für Demenzkranke besser gesorgt werden, aber hilft dies der Angst der Menschen ab, in einem Pflegeheim, fern der Familie, den Abschied vom Leben zu besiegeln. Feierabendheim, dieser Begriff aus der DDR trifft es heute um so besser. Hast du endgültig Feierabend vom Berufsleben, dann kriegste Rente und kommst ins Heim.

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