Ob Reha oder Kur vs. Mitspracherecht

Bei einem Lan­des­so­zi­al­ge­richts­ur­teil in Hes­se wur­de das Mit­spra­che­recht bei der Kran­ken­kas­se zur Wahl der Reha­kli­nik bekräf­tigt. Ein Urteil, was in sei­ner Grund­sätz­lich­keit und Gedan­ken viel­leicht auch hilf­reich sein könn­te für die freie Wahl des pas­sen­den Sani­täts­hau­ses. Die­se steht ja nächs­tes Jahr bei vie­len Pati­en­ten in Gefahr.

Doch bin ich beim Arti­el auf imedo:Gesundheitsnews ein biss­chen ver­wirrt, nicht etwa weil das Akten­zei­chen fehlt zu die­sem Urteil, son­dern war ich mir beim Lesen nicht sicher, ob es nun um eine Reha­bi­li­ta­ti­ons­maß­nah­me geht oder einer Kur. Bei­des unter­schei­det sich, so zumin­dest ver­ste­he und lern­te ich es.

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Zweitversorgung: Dieses Jahr nun angepasst

Vors Gericht muss­ten wir noch nicht, aber zwei Mona­te hat sie dies­mal gedau­ert, die jähr­li­che Anpas­sung der Sitz­scha­le. Nein, nicht der Bau oder Umbau des Hilfs­mit­tels sorg­te dafür, son­dern was sich hin­zog war die Geneh­mi­gungs­pra­xis beim Sozi­al­amt und die Ver­tau­schung der Rezep­te bei der Kran­ken­kas­se. Zwei Scha­len, zwei Kos­ten­trä­ger, zwei Rezep­te. Das  kann schon für die nöti­ge Ver­wir­rung sor­gen, auch wenn es zwei glei­che Hilfs­mit­tel sind, so haben sie doch ihren Unter­schied im Alter und ver­lan­gen somit eine jeweils ande­re Erneue­rung mit ande­ren Kos­ten. Häu­fig kann aber die Zweit­ver­sor­gung auch für mehr Trou­ble sor­gen, wo am Ende der Weg zum Sozi­al­ge­richt führt.

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Kinderhospiz: Ohne das Ende eines Widerspruchs ein neuer Antrag

Das ist noch nicht mal das letz­te Wider­spruchs­ver­fah­ren been­det, so folgt schon der nächs­te Antrag „Hos­piz­pfle­ge“ für den Dezem­ber. Dort soll es nicht nach Ham­burg, son­dern nach Düs­sel­dorf ins Regen­bo­gen­land gehen. Vier Wochen im Jahr, so klingt es bei mir immer mal durch, hät­te man ja Anspruch drauf ins Kin­der­hos­piz zu fah­ren. Ein Anspruch, wor­an er sich bin­det, ist mir nur zwei­fel­haft klar. Eine Ursa­che könn­te die Rege­lung bei der Kurz­zeit­pfle­ge sein, die sich, so das Gesetz, auf maxi­mal vier Wochen beschränkt. Wenn man die Kurz­zeit­pfle­ge in Anspruch nimmt, dann reicht die­ses Geld gera­de so für die Hälf­te die­ser Zeit. Für den ande­ren Teil des „Anspruchs“ muss man schau­en, was man selbst noch an finan­zi­el­len Hil­fen von der Pfle­ge­kas­se über hat.

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MDK & Co.: Gutachten per Aktenlage gleich Beschwerde ohne Erfolg

Hät­te ich Ihnen schon vor­her sagen kön­nen.” höre ich es da noch im Hin­ter­grund mur­ren. Eine Beschwer­de über den MDK-Arzt, die man dann noch selbst beim MDK ein­reicht. Es klingt schon na … der Erfolg hat eben auch die Gren­ze, die dort beginnt, wo der Eigen­schutz eines Unter­neh­mens für sich und sei­ne Mit­ar­bei­ter ansetzt.

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Antra mups nun Luxus und das notwendige Maß

Jetzt ist es amt­lich, per Post. Die Kran­ken­ver­si­che­rung hat nicht vor den Eigen­an­teil vom Antra mups zu über­neh­men. Es gäbe kei­ne Aus­nah­men, um die Kos­ten über den bestehen­den Fest­be­trag zu über­neh­men, so heißt in ihrem Schrei­ben vom Wider­spruchs­aus­schuss. Fazit für uns: Antra mups ist ein “Luxus­gut”. Schließ­lich, so heißt es auch: 

(4) Kran­ken­kas­sen, Leis­tungs­er­brin­ger und Ver­si­cher­te haben dar­auf zu ach­ten, daß die Leis­tun­gen wirk­sam und wirt­schaft­lich erbracht und nur im not­wen­di­gen Umfang in Anspruch genom­men wer­den.“ §2 SGB V

Und wei­ter heißt es:

(1) Die Leis­tun­gen müs­sen aus­rei­chend, zweck­mä­ßig und wirt­schaft­lich sein; sie dür­fen das Maß des Not­wen­di­gen nicht über­schrei­ten. Leis­tun­gen, die nicht not­wen­dig oder unwirt­schaft­lich sind, kön­nen Ver­si­cher­te nicht bean­spru­chen, dür­fen die Leis­tungs­er­brin­ger nicht bewir­ken und die Kran­ken­kas­sen nicht bewilligen.

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Kein Ja für das “häusliche” Sterbezimmer

Wenn Sie viel­leicht dach­ten, die Ableh­nung der Hos­piz­pfle­ge beim Inten­siv­kind sei ein Ein­zel­fall. Unse­res Wis­sens muss ich die dies ver­nei­nen. Und es beschränkt sich nicht nur auf die sta­tio­nä­re Versorgung … 

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Kinderhospiz, Pflege und das Vierte

Ges­tern kam die Fra­ge wie­der auf bei einem Tele­fo­nat, wie es wohl all­ge­mein funk­tio­niert mit der Finan­zie­rung der Kin­der­hos­pi­ze und der feh­len­den Geneh­mi­gung der Hos­piz­pfle­ge. War­um? Nun das Kin­der­hos­piz in Tam­bach-Dietharz (Thü­rin­gen) hat jetzt sei­ne Bau­ge­neh­mi­gung bekom­men. Ein Kin­der­hos­piz bei uns in der Nähe, kei­ne zwei Stun­den in Rich­tung Thü­rin­ger Wald. Und unser “Begeh­ren” für die sta­tio­nä­re Hos­piz­pfle­ge für den kom­men­den Auf­ent­halt in Ham­burg wur­de, wie zu erwar­ten, abge­lehnt. Der vier­te Antrag, die vier­te Ableh­nung. Soll­ten wir aufgeben?

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Pflegestufe drei: Die Anerkennung durch, vor, mit Gericht

Die Pfle­ge­stu­fe zu erhal­ten, wel­che man selbst berech­ne­te durch die Richt­li­nie oder wozu sogar der Pfle­ge­dienst mein­te, es müss­te doch … Es war ein lan­ger Weg. Unser Ziel war es, ab … 

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Acht Ärzte – einer entscheidet

Laut einem Arti­kel auf HNA​.de: Herz­pa­ti­ent ringt um Reha­wird einem herz­kran­ken Mann die Anschluss­heil­be­hand­lung (AHB) ver­wehrt. Sie­ben Ärz­te wür­den die­se Reha­maß­nah­me emp­feh­len mit der Aus­sa­ge, der Mann sei fit genug. … 

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Die Eitelkeit des Mannes

Eine Perü­cke für den Mann, ja muss denn das sein? Nun, letzt­end­lich laut dem Lan­des­so­zi­al­ge­richt Rhein­land-Pfalz, muss zumin­dest die Kran­ken­kas­se die Kos­ten beim Mann dafür nicht über­neh­men, auch wenn der Haar­aus­fall durch eine Erkran­kung besteht. Ob dies nun rich­tig oder falsch ist, sei dahin gestellt, aber die Ent­schei­dung, dass sie so aus­fällt, hat mich nicht über­rascht, eben mit der Begrün­dung, dass die Glat­ze beim Mann nun mal bio­lo­gisch auch häu­fig auftritt.

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Was bedeutet Intensivkind? – ein neuer Versuch der Definition

Die Bedeu­tung des Inten­siv­kin­des dreht sich schein­bar viel weni­ger um das Kind selbst, also dass es sich um ein Kind han­delt, wel­ches beatmet und/oder sauer­stoff­pflich­tig, zumin­dest tra­cheo­to­miert ist, oft hinzu … 

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Tage, zwei Ablehnungen von Hilfsmitteln

Kaum hat man eine Sache bei der Kran­ken­kas­se der Madame “BKK für Heil­be­ru­fe” durch­ge­kämpft, kom­men schon die nächs­ten zwei Ableh­nun­gen ins Haus geflat­tert. Jetzt mer­ke ich lang­sam, was es bedeu­tet, ein Inten­siv­kind zu haben: Es bedeu­tet ein ewi­ger, inten­si­ver Kampf um Hilfs­mit­tel. Doch schlim­mer ist es dann noch, wenn im Wider­spruchs­ver­fah­ren der Reha­her­stel­ler eines bean­trag­ten Hilfs­mit­tels der Kran­ken­kas­se die Argu­men­te für die Ableh­nung in den Mund legt.

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Schwere der Behinderung proportional zur Menge an Klagen

Mich wür­de mal inter­es­sie­ren, ob es eine Unter­su­chung gibt oder gab, die einen Zusam­men­hang versucht(e) her­zu­stel­len: Müs­sen Schwer­be­hin­der­te häu­fi­ger Wider­spruchs­ver­fah­ren bis zum Gericht bestrei­ten als Behin­der­te mit nied­ri­ge­rem Grad der Behinderung? 

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Darlehen jetzt Zuschuss!

Ges­tern, Sams­tag den 27.05.06 war ein abschlie­ßen­der Arti­kel (“Jena­er Stu­dent beim Sozi­al­ge­richt erfolg­reich”) in der Ost­thü­rin­ger Tages­zei­tung (OTZ Lokal­teil Jena) über die (gewe­se­ne) Pro­ble­ma­tik (ich erhal­te als beur­laub­ter Stu­die­ren­der kein ALG II). In die­sem Arti­kel wird deut­lich, dass “jen­ar­beit” jetzt die Rechts­auf­fas­sung zum alten Bun­des­so­zi­al­hil­fe­ge­setz (§ 26) ana­log zum aktu­el­len Sozi­al­ge­setz­buch II aner­kennt, wor­in die Auf­fas­sung besteht, dass beur­laub­te Stu­die­ren­de nicht mehr för­de­rungs­fä­hig sind laut dem BAFöG und Hil­fe zum Lebens­un­ter­halt bekom­men kön­nen bei Bedürf­tig­keit (im Stadt­rat rede­te man bei Här­te­fall) und dies nicht als Dar­le­hen, son­dern als Zuschuss. 

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Darlehen jetzt Zuschuss -

Heu­te war eine Erör­te­rung über die einst­wei­li­gen Anord­nung beim Lan­des­so­zi­al­ge­richt in Erfurt, wo die Rechts­ver­tre­ter bei­der Par­tei­en anwe­send waren. Das Ergeb­nis: die Leis­tun­gen zum Lebens­un­ter­halt wer­den mir als Zuschuss gewährt, … 

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Zur Bedeutung eines behinderten Kindes

Was bedeu­tet es, als Eltern ein behin­der­tes Kind in die­ser Welt zu bekom­men, was sie lie­ben, es anneh­men und ver­su­chen in dem Rah­men aller Mög­lich­kei­ten dem klei­nen Men­schen die Viel­falt wie Schön­heit der Welt zu zei­gen, nahe zu bringen? 

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Sozialdezernent vs. Studierender in Pflege- und Elternzeit

Heu­te ist ein offe­ner Brief zum Sozi­al­de­zer­nent der Stadt Jena raus gegan­gen mit fünf Fra­gen.  “Sehr geehr­ter Herr Sozialdezernent,wie sich sicher­lich erfah­ren haben, bekom­men bedürf­ti­ge, beur­laub­te Stu­die­ren­de mit gewich­ti­gem Grund … 

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Stadt Jena vs. Intensivkind / Studium und Kind unvereinbar

In Jena – eine Stadt, die schon seit der Wen­de immer um ihren Groß­stadt­sta­tus kämpft, ist nun klar, sie ist auch die Stadt in Deutsch­land, in der Stu­die­ren­de mit Kind ohne sozia­le Absi­che­rung blei­ben, wenn die­se in Eltern­zeit gehen oder vor dem Kind in den Schwan­ger­schafts­ur­laub und dafür ihr Stu­di­um unter­bre­chen, län­ger als 3 Monate. 

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Geburtstag – 2.

Kaf­fee gekocht und doch kei­ne Tor­te gefun­den. Geburts­tag, heu­te hat die Madame ihren zwei­ten Geburts­tag und ich habe Scheu, auf ihr letz­tes Lebens­jahr zurück zu bli­cken. Wer weiß, was noch … 

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Wie können wir in Zukunft unsere Miete und Essen zahlen? (II)

Update: als PDF-Datei der offe­ne Brief (pdf)und eine tie­fer­ge­hen­de Erklä­rung (pdf) zum, ich hof­fe, bes­se­ren Ver­ständ­nis. Update II:unter FAQ fin­det Ihr Ant­wor­ten zu Fra­gen zu die­sem The­ma. Für die Stadt­ver­wal­tung der Stadt Jena bin ich immer noch nicht ALG II berech­tigt und auch nicht geeig­net für die Sozi­al­hil­fe. Dies bedeu­tet, letzt­end­lich, ich bin für sie auch nicht hil­fe­be­dürf­tig, obwohl ich mei­nen Lebens­un­ter­halt nicht aus eige­nen Kräf­ten bestrei­ten kann und auch nicht aus­rei­chend Hil­fe von ande­rer Sei­te erlan­ge (BAFöG gibt es halt nur, wenn man zur Uni oder zur Schu­le geht). Aber sie erken­nen an, dass ich kre­dit­wür­dig bin und so “drü­cken” sie mir ein Dar­le­hen auf. Kre­dit­wür­dig und doch kön­nen wir kei­nen Kre­dit abzah­len. Irgend­wie wider­spricht sich das alles und es treibt einen zur Ver­zweif­lung. Hin­zu macht die Stadt Jena mir das Recht auf Eltern­zeit strei­tig, mei­ner Mei­nung nach, da sie mich in einer finan­zi­ell unge­si­cher­ten Situa­ti­on las­sen. Wie bit­te soll ich mit Exis­tenz­sor­gen das Inten­siv­kind noch gut pflegen? 

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