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BVMed: Kampagne Körperstolz

Es geht ein­mal um das Tabu, es geht darum zu zeigen, welche Leben­squal­ität wieder gewon­nen wer­den kann bei ver­schieden­sten Behin­derun­gen und Erkrankun­gen, wenn die Betrof­fe­nen die richti­gen Hil­f­s­mit­tel bekom­men. Doch nicht nur dies, son­dern es ist wichtig, dass die Medi­z­in­pro­duk­te eine gute Qual­ität haben.

Tabu? Wenn ein Men­sch Inkon­ti­nent ist, ver­suchen viele Betrof­fene selb­st dies The­ma zu ver­mei­den, zu ver­steck­en. Dies selb­st vor eng­sten Fam­i­lien­ange­höri­gen. Eine Scham, die auch bewirken kann, dass eine schlechte Ver­sorgung von Windeln „geschluckt“ wird. Ein Wider­spruch äußern gegenüber der Krankenkasse, seinen Ärg­er Luft zu machen gegenüber dem San­ität­shaus, würde bedeuten offen über seine Betrof­fen­heit reden zu müssen.

Span­nend finde ich die Geschichte von Peter Her­flog, der über die Nacht kün­stlich, mit Umge­hung des Darmes, ernährt wird. Zu find­en ist dieser unter:

http://www.bvmed.de/de/versorgung/patientengeschichten/koerperstolz-patientengeschichte-ernaehrung-peter-helfrich

Mehr zur Kam­pagne find­et ihr in

http://www.bvmed.de/de/versorgung/patientengeschichten

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Das Tabu im (assistierten) Suizid

Der Suizid, seit der Pubertät streift einem das The­ma, nicht nur, es war gegen­wär­tig. Der sich das Leben nahm, den kan­nte man über drei Eck­en. Erst let­ztens erfuhr ich, dass sich ein ehe­ma­liger Mitschüler nach der Schule das Leben nahm. Der Suizid­ver­such schien mir zu der Zeit als etwas Nor­males. Von einem Tabu kon­nte man reden, oder eben auch nicht. Tabuisiert war der Suizid in der DDR, zu hoch war die Zahl und dies ger­ade unter Jugendlichen, zu eingeschränkt waren die Lebens­möglichkeit­en, die einem dazu trieben. Hat­te man sich ein­mal falsch poli­tisch posi­tion­iert, so war das Ergeb­nis ein Nein von oben im Lebensweg, ob es ums Abitur, Studi­um oder um die Lehre ging, und nicht nur dies. Nun, meine Pubertät begann in der DDR, durch­zog die Wende und endete nach der Wiedervere­ini­gung.

Trotz­dem, das The­ma blieb, in der Krankenpflege war und ist es eine nor­male Äußerung von vie­len älteren Patien­ten, die keine Kraft und keine Lebenslust mehr ver­spürten. Und ein Tabu blieb es trotz­dem, denn nie­mand lehrte einem darüber etwas. Es war ein Tabu genau­so wie es nor­mal war oder ist, dass Dro­gen­ab­hängige sich mit ihren Sucht­stoff ver­suchen, dem Leben ein Ende zu set­zen. Der Blick über das Leben ist zu einem Tun­nel gewor­den, man sieht nicht mehr die blühen­den Blu­men, die Sonne, wie sie kommt und geht oder bess­er: 

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TV: Der Suizid und das Zeigbare

Nun, dass der assistierte Suizid und der Prof­it nahe neben einan­der ste­hen, sollte spätestens jet­zt klar wer­den, wenn der Suizid von Craig Ewert im näch­sten Fernsehkanal, dies­mal in DE, gezeigt wird. Die Ein­schaltquoten brin­gen es, spätestens nach der Sendung ist man als Sender durch die andere Presse im Munde. Eine ethis­che Gren­ze vom Zeig­baren gibt es nicht mehr und dann wun­dert sich die Welt, wenn ein 19 Jähriger Jugendliche mit Depres­sion sich vor laufend­er Web­cam das Leben nimmt und kein­er der Zuschauer (es sollen 1500 gewe­sen sein) “schre­it­et” ein …  

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