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Das behinderte Kind und (k)ein Schadensfall

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Wat’nen nu? Ist das behin­der­te Kind nun ein Scha­dens­fall oder sind es die Aus­ga­ben. Sie erin­nern sich viel­leicht an die Geschich­te um Emil, ein Jun­ge, der schon im Brauch der Mama die Repu­blik Öster­reich ver­klagt. Der Grund ist eine Recht­spre­chung des Obers­ten Gerichts­hof in Öster­reich, wonach das Wort Scha­den mit der Behin­de­rung und den “Kos­ten” die­ser in Ver­bin­dung gebracht wur­de. Wie nun, jetzt mei­nen Juris­ten, das Kind selbst wur­de nie als Scha­den bezeich­net.

Auch wenn das Kind nicht als Scha­den bezeich­net wor­den sei, aber wenn man bei den Lebens­kos­ten, die von den “nor­ma­len” Lebens­er­hal­tungs­kos­ten, von Scha­den spricht, ändert sich irgend­wie nichts dabei. Es zeigt eben die Denk­wei­se auf, die in Deutsch­land auch nicht gera­de unbe­kannt ist, bei Behin­de­rung von Scha­dens­fall zu spre­chen. Eine Denk­wei­se, die sich zum Bei­spiel schnell vom Begriff “Unfall” her­lei­ten lässt. Er ist durch den Unfall geschä­digt wor­den.  Oder eben an sich, wenn man ein Gesund­heits­we­sen durch Ver­si­che­run­gen auf­baut. Tritt der Ver­si­che­rungs­fall, also der Scha­dens­fall, ein, bezahlt sie. Natür­lich lagert sich der Fall in Öster­reich noch etwas anders. Bei dem Rechts­fall in Öster­reich geht es eben um einen Dia­gnos­tik-Feh­ler in der Schwan­ger­schaft. Die Behin­de­rung wur­de nicht erkannt und die Eltern hat­ten somit den “Scha­den”, was heißt, hät­ten sie es gewusst, so hät­ten sie das Kind abge­trie­ben. Dabei könn­te aber noch ein drit­ter Gedan­ke eine Rol­le spie­len: Das Leben mit einem behin­der­ten Kind wird zu einen “Scha­dens­fall”. Die Eltern rei­ben sich durch die schwie­ri­ge Lebens­si­tua­ti­on auf, die Pfle­ge, die Ent­schei­dun­gen für des­sen Gesund­heit über­for­dern sie. Fal­len sie dadurch ins Burn-Out, so sind sie psy­chisch “geschä­digt”. Sicher­lich, es liegt nicht am Kind, son­den an der feh­len­den Unter­stüt­zung in der Gesellschaft.

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Ein Blog, kleine "Skizzen" aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege "lebt", ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen ... Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady ...

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