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Du bist schön blöd, wenn du in die Pflege gehst

Beatmungschlauch am Kind mit Monitor - Intensivpflege

Das Image der Pflege ist wohl in der Poli­tik schlecht gestellt. Zum einen ver­ste­he ich die Hudelei um den Coro­na-Bonus nicht. Den bekom­men nicht alle Pflege­fachkräfte und einige Abteilun­gen kämpfen jet­zt darum. Dann fol­gt das neue Inten­sivpflegege­setz, IPreG genan­nt, was die außerklin­is­che Pflege mit Pflege­fachkräften im pri­vat­en Haushalt wie bei uns dis­qual­i­fiziert.

In der Häus­lichkeit find­et Betrug statt und sie sei zu teuer. Selb­st­bes­timmtes Leben, wenn du inten­sive Pflege brauchtst, gibt es nur im Heim.

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Oh Vater, wenn die Pflege des Kindes dein Job ist

Du pflegst dein erkrank­tes Kind und kommst in eine Schieflage, da es zu deinem Job wird. Dein Beruf oder dein Studi­um, dein Job für den Leben­sun­ter­halt drückt sich in den Hin­ter­grund mit fatal­en Fol­gen.

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Welche Masken gibt es und wie gut schützen sie wirklich?

Gast­beitrag der Fa. Artwizz // Wer­bung

Für die Men­schen in Jena und Hanau sind sie Pflicht. Allen anderen in Deutsch­land hat Angela Merkel sie im öffentlichen Leben „drin­gend emp­fohlen“: Masken. Aber wie sin­nvoll ist diese Fast-Vorschrift? Immer­hin emp­fiehlt die WHO bis heute auf ihrer Web­site, dass nur kranke Men­schen eine Maske tra­gen soll­ten oder diejeni­gen, die einen Erkrank­ten pfle­gen. Wir wollen es genau wis­sen: Welche Masken gibt es, wie gut schützen sie – und wann nicht.

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Handschuhe allein schützen dich nicht vor Corona

Handschuhe im Schein auf Rot

Wir unter­liegen ein­er Illu­sion, wenn wir denken, uns schützen diese Ein­mal­hand­schuhe, nur weil wir sie tra­gen. Es ist dabei egal, ob sie aus Nitril, Latex oder Vinyl sind.

Denn wenn ich sehe, wie die „Masse“ die Hand­schuhe anwen­det, dann wer­den diese eher zu ein­er Keim­schleud­er.

Ein­mal­hand­schuhe sind ein Prob­lem?

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Drei Ängste wegen dem Coronavirus Sars-CoV‑2

Als guter Kerl muss „Mann“ für seine Fam­i­lie sor­gen und sie schützen kön­nen, so das tra­di­tionelle Män­ner­bild. Doch der Virus Coro­na Sars-CoV­‑2 zeich­net eine andere Sto­ry und verängstigt mich: Mit den tra­di­tionellen Waf­fen des Mannes wie seine Fäuste, Mess­er oder Gewehr, da wird er scheit­ern gegen Sars-CoV­‑2.

Die Waf­fen sind Iso­la­tion und Desin­fek­tion.

Zwei Waf­fen, zwei Dinge, die wie eine Illu­sion wirken in unserem PflegeZ­im­mer oder bei anderen Fam­i­lien mit außerklin­is­ch­er Inten­sivpflege. Sie sind nicht oder in Zukun­ft schw­er einzuset­zen. Warum?

Ich erlebe eine Angst, dreifach:

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Holt die PflegeZeit aus der Depression?

Straße im Sonnenuntergang

Da hat es Peng gemacht, die Falle schnappte zu und schwups war ich in der Depres­sion. Ich muss Dich, liebe Leser­schaft, ent­täuschen, so „ein­fach“ lief es nicht ab. Die Depres­sion (oder das Burn-out) hat sich langsam angeschlichen, mich verän­dert, mich ver­dreht, wie ich auf die Welt schaue. Wenn ich auf die let­zten Jahre blicke, kön­nte es vor drei oder vier Jahre ges­tartet sein. 

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Die Gesellschaft erwartet … einen harten Mann | Podcast Wegbegleiter

Über die Erfahrung als Mann mit einem schw­er erkrank­ten Kind zu sprechen – es ist immer wieder ein­er Her­aus­forderung für mich. Über Com­put­er, Smart­phone oder auch Per­son­alführung redet es sich ein­fach. Ein Vater zu sein der sein Kind pflegt …

Doch, ich habe mich den Fra­gen von Anne Lam­mer für den Pod­cast Weg­be­gleit­er gestellt.

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Wenn der Windelbedarf traumatisiert

Eine gute Windelver­sorgung ist wie ein Märchen und der Weg über die Krankenkasse und den Windel­provider wird schnell zum Trau­ma.

Ja, das The­ma Windel oder Inkon­ti­nen­zver­sorgung wird nie enden, in dem Sinne: Es gibt keine Diskus­sio­nen mehr darum, warum weshalb wieso unser schw­er erkrank­tes Kind diese Windel braucht und wieso diese tägliche Menge.

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Wir jagen Deine Unterschrift für schwer erkrankte Kinder

Rollstuhl mit Verdeck in der Stadt in Schwarz-Weiß

Denk nicht mal nicht daran hier Nein zu sagen – Okay. Okay, Du hast deine Gründe nicht jede Peti­tion, die nach Dir schre­it auch zu schätzen, sie genauer anzuschauen. Ich stimme Dir zu und bin hier bei Dir.

Doch diese hier ist anders. Sie dreht sich genau darum, um was es vie­len Pflege­fachkräften geht, um was es vie­len Fam­i­lien mit schw­er erkrank­te Kindern geht und der Zukun­ft für pro­fes­sionelle Pflege:

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[Rezension] Kranke Pflege – Gemeinsam aus dem Notstand von Alexander Jorde |Produktplatzierung

Schlauch vom Hustenassistenten mit Blume auf dem Tisch

Pflegenot­stand erk­lärt min­destens, dass Pflegebedürftige schlechter ver­sorgt sind. Es bedeutet auch, dass die Sterblichkeit schw­er erkrank­ter Men­schen sich erhöht. Daneben gäbe es eine Überver­sorgung. Ist der Pflegenot­stand nur ein Witz?

Nein, er ist kein Witz, er ist bit­ter, den er wird von vie­len Men­schen erlebt und viele von denen, so ver­mute ich, nehmen sich als nicht gese­hen wahr.

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Windellieferung erschwert die Kommunikation im Drama

Windeln in Blau

Im Urin der Windeln zu schwim­men, dass es über­läuft ins Bett, in den Roll­stuhlstuhl – ein Geschehen, was die Pflege schw­er macht. Da frage ich mich wieder­holt, ob wir pfle­gen­den Eltern nochmals „ler­nen“ sollen: Pflege macht kein Spass.

Mit unserem Windel­liefer­an­ten kom­men wir nicht so übere­in. Zulet­zt war es mit Liefer­ung im März 2019 eine Umstel­lung der Hart­mann-Windeln, die im ersten Test nicht die bish­erige, benötigte Qual­ität zeigten.

Jet­zt läuft der Dauertest.

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Inklusion, wenn die Schulbegleiterstunden fehlen

Im Netz rufen einige zur Teil­nahme am Inklu­sion­skongress auf und ich erlebe bei Linn wieder: Von Inklu­sion sind wir weit ent­fer­nt, auch wenn sie eine reg­uläre Schule besucht. Es ist keine Inklu­sion, wenn die „Grundbe­din­gun­gen“ wie Schul­be­gleitung und son­der­päd­a­gogis­che Förderung nicht hergestellt sind wie es Linn bedarf. Zumin­d­est nach unser­er Sicht: Sprich, wir erfahren bei Linn über Zeit­en von Leer­lauf, Zeit­en, wo die päd­a­gogis­chen Kräfte mit anderen Schülern oder Din­gen beschäftigt sind als bei Linn, obwohl die Zeit ihr gilt.

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Graue Zeit im Winterblues – Fotografieren lernen

In der Hütte schreibend

Die graue Jahreszeit und die Pflege sind schon zwei, die mich schnell block­ieren wollen, raus zu gehen. Eine Stunde, heißt es, soll am Tag helfen, um den Win­terblues zu lösen.

Doch die Pflege von Linn hält mich auf und wenn ich raus schaue, wo alles grau in grau legt, es keine harten oder weichen Schat­ten gibt, keine leuch­t­en­den Far­ben tanzen, die Reflex­io­nen fehlen auf den Fen­stern oder dem Pfützen.

Ich verbleibe drin und frage: Belebt hier die Fotografie mich? Doch, Ja, wenn ich den ersten Schritt schaffe: Ich gehe raus, auch wenn es eine kurze Zeitspanne wie eine halbe Stunde ist. Diese lässt sich regelmäßig mit der Pflege vere­in­baren, auch wenn unsere angestell­ten Pflegekräfte kein Dienst haben. 

Also geht es raus. Denn die Fotografie stärkt mich. Und, mit Gewis­sheit, wer­den es keine Bilder, die ich anderen zeigen will, die mein Port­fo­lio erweit­ern. Aber es fördert mich, wie ich fotografiere.

Ich lerne dazu, wie ich mit der Kam­era bess­er arbeit­en kann, wie die Blende oder der ISO-Ein­stel­lung hier und dort funk­tion­ieren. Es hil­ft mir, an der Fotografie dran zu bleiben und es schenkt mir kleine Augen­blicke, für dich dankbar bin. 

War ich unter­wegs mit dem Fotoap­pa­rat, erlebe ich abends ein gutes Gefühl, wie als würde mich etwas stärken wollen. Lass ich es geschehen.

Fotos find­et Ihr unter: fotos.zitronenzucker.de

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Fotografie – Auszeit von der Pflege

Medikamente Flaschen in SW

Über 14 Jahre sind wir als Vater, als Mut­ter in der Pflege unser­er Tochter gefan­gen. Gefan­gen ist ein schw­eres Wort und nimmt die Ver­ant­wor­tung der Frage ab: Haben wir uns nicht dafür entsch­ieden, unsere schw­er erkrank­te Tochter Zuhause zu pfle­gen?

Dies stimmt, wir haben damals dem ja gesagt, wie es ver­mut­lich viele junge Eltern entschei­den wür­den, wenn sie ihr Baby auf dem Arm tra­gen und nicht wis­sen, wie die Zukun­ft wird.

Eben welche Last eine tägliche Schw­erst- und Inten­sivpflege mit sich bringt.

Was es für eine Last ist, spürte ich deut­lich bei unserem ersten Aufen­thalt in einem sta­tionären Kinder­hos­piz, damals 2007 in Ham­burg. Denn plöt­zlich fällt diese tägliche Pflegear­beit weg und wir schliefen die ersten Tage dort lang und viel. 

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Gefangen Zuhause mit defekten Absauggerät

Ich trug die Idee Euch ein gutes Jahr 2019 zu wün­schen ohne Anhang aus der häus­lichen Inten­sivpflege, ein­fach so. Doch das Absaug­gerät, die mobile, blieb heute Nach­mit­tag plöt­zlich still. Wir schal­teten sie ein und aus, immer wieder. Sie blieb still.

Okay oder eben nicht, denn es bedeutet wir sind jet­zt Zuhause gefan­gen, denn Linn, unser Inten­siv­teen, hat nur ein mobiles Absaug­gerät, welch­es mit Akku betrieben wird. Ohne ein solch­es Gerät geht es nicht raus. Die morgi­gen Wege zum Arzt und zur Apotheke werde ich wohl anders pla­nen.

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Workshop am 10.11.18 zum persönlichen Budget

Der Vere­in Eltern­men­toren Jena e.V. hat einen Work­shop ins Leben gerufen zum per­sön­lichen Bud­get. Wer jet­zt fragt, was dies ist oder schon mal “aus der Ferne” davon gehört hat – hier gäbe es die Lösung. Inter­es­sant ist er für Fam­i­lien mit behin­derten Kindern, welche zum Beispiel eine Schul­be­gleitung haben oder einen Pflege­di­enst mit häus­lich­er Krankenpflege. 

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