Palliativ vs. Suizid: ARTE: Geburt und Tod

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Mit­tra­gen und Aus­hal­ten – dies sind die wich­tigs­ten Wör­ter, wel­che ich in dem gest­ri­gen Fern­seh­bei­trag auf ARTE “Geburt und Tod” (Wdh. am Sams­tag) mit­nahm. The­ma war die Geburt in der Kli­nik, deren Umgang mit Schmer­zen, und als “Kon­trast” die Pal­lia­tiv­sta­ti­on im glei­chen Haus mit deren Schmerz­the­ra­pie, wovon ein Teil der Pati­en­ten, wenn sie gut ein­ge­stellt sind mit Medi­ka­men­ten wie Mor­phin­de­ri­va­te, ent­we­der die Sta­ti­on ver­las­sen kön­nen oder ihren letz­ten Weg in ein Hos­piz bestrei­ten. Es war kein groß ange­kün­dig­ter Bei­trag, so wie ich es ver­nahm, aber, wie ich fin­de, ein wich­ti­ger Bei­trag um das Ja für den assis­tier­ten Sui­zid ein­mal in eine ande­re Rich­tung zu len­ken, denn so wur­de gezeigt, wie schwer kran­ke Pati­en­ten mit nur noch kur­zer Lebens­er­war­tung wie­der an Lebens­qua­li­tät gewin­nen, wenn ihnen die Schmer­zen genom­men werden. <--break->

Sicher­lich, und dies wur­de auch geäu­ßert, kann eine Schmerz­be­hand­lung lang­wie­rig sein bis man die Sym­pto­ma­tik unter Kon­trol­le hat. Und manch­mal ver­läuft die­se pal­lia­ti­ve The­ra­pie eben auch nicht so opti­mal, so wie es gewünscht ist von allen Sei­ten, also den Ärz­ten und Pfle­ge­per­so­nal wie auch dem Betrof­fe­nen. Doch, was wei­ter hin­ten im Bei­trag geäu­ßert wur­de, so spielt auch der psy­chi­sche Schmerz, das wach­sen­de Bewusst­sein am Lebens­en­de zu ste­hen, mit eine wich­ti­ge Rol­le. Ein­drucks­voll blieb für mich das Bild im Kopf, wie man es schaf­fen kann über ver­schie­de­ne Wege, dass die letz­te Lebens­pha­se doch noch lebens­wert wird durch ein frei sein vom kör­per­li­chen Schmerz. Aber war­um brin­ge ich dies The­ma mit dem Weg des assis­tier­ten Sui­zids in Ver­bin­dung. Nun, mir scheint, als “näh­re” sich die­ser sehr von der Vor­stel­lung unter qual­voll ster­ben zu müs­sen, also dass die letz­te Pha­se im Leben mit einer unheil­ba­ren Erkran­kun­gen nichts über hat als Schmer­zen. Lie­ber sorgt man mit sei­nem vor­zei­ti­gen Tod vor, um einer mög­li­chen Leid­stre­cke zu ent­ge­hen. Doch, wie ist es, gera­de auch für die Ange­hö­ri­gen, wenn das Leben in den letz­ten Tagen doch lebens­wert wäre. Vorraus­set­zung ist natür­lich eine funk­tio­nie­ren­de Pal­lia­tiv­ver­sor­gung, die auch finan­ziert wird von den Kran­ken­kas­sen (sie­he Pro­blem SAPV). Und möch­te man den Wil­len zum assis­tier­ten Sui­zid poli­tisch nicht nur Wör­ter ent­ge­gen set­zen, so gehört hier eben ein poli­ti­scher Hand­lungs­wil­le hin, die Pal­lia­tiv­ver­sor­gung umzusetzen.

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Ein Blog, klei­ne “Skiz­zen” aus dem Inten­siv­Zim­mer, der Füh­rung in der Pfle­ge, als pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge, dass Drum­Her­um, wie die Pfle­ge “lebt”, ihr gut tut, die Teil­ha­be wie in der Schu­le, was die Kranken‑, die Sozi­al­kas­sen … Wir mit­ten drin mit der Linn, unse­rer IntensivLady …

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