Suizid

Schwerstkrank – eine Last für die Gesellschaft

Was bewegt die Menschen, welche die Frage stellen, ob Schwerstkranke den Suizid anstreben dürfen, wenn sie meinen, sie fallen den Angehörigen und der Gesellschaft finanziell zur Last?

Für mich beinhaltet diese Frage auch Folgende: Wie weit haben Schwerstkranke eigentlich ein Recht darauf, dass ihre krankheitsbedingten „Mehrkosten“ von der Gesellschaft getragen werden? Denn es klingt schon merkwürdig, wenn Menschen meinen, sie wollen sterben, weil sie der Gesellschaft eine Last bilden. Aber sind nicht auch sie die Gesellschaft und auch sie, welche aufzeigen, wie wichtig und gewinnbringend die Fürsorge ist für uns alle.

Lies Mehr!

Palliativ vs. Suizid: ARTE: Geburt und Tod

Mittragen und Aushalten – dies sind die wichtigsten Wörter, welche ich in dem gestrigen Fernsehbeitrag auf ARTE „Geburt und Tod“ (Wdh. am Samstag) mitnahm. Thema war die Geburt in der Klinik, deren Umgang mit Schmerzen, und als „Kontrast“ die Palliativstation im gleichen Haus mit deren Schmerztherapie, wovon ein Teil der Patienten, wenn sie gut eingestellt sind mit Medikamenten wie Morphinderivate, entweder die Station verlassen können oder ihren letzten Weg in ein Hospiz bestreiten. Es war kein groß angekündigter Beitrag, so wie ich es vernahm, aber, wie ich finde, ein wichtiger Beitrag um das Ja für den assistierten Suizid einmal in eine andere Richtung zu lenken, denn so wurde gezeigt, wie schwer kranke Patienten mit nur noch kurzer Lebenserwartung wieder an Lebensqualität gewinnen, wenn ihnen die Schmerzen genommen werden. <--break->

Lies Mehr!

Der Jungbrunnen und die Selektion des Lebens

Hatten Sie schon mal über eine Rückenmarkstransplantation oder -spende nach gedacht? Das vielleicht schon, aber bitte … Bei ARTE kam es gestern in der Sendung „100 Jahr‘, volles Haar …“ vor und dies zur Behandlung der Leukämie. Sicherlich, es ist nur ein Übersetzungsfehler und soll Knochenmark heißen. Die Wörter sind ja fast genauso lang, da kann es schon mal vorkommen. 

Lies Mehr!

Das Tabu im (assistierten) Suizid

Der Suizid, seit der Pubertät streift einem das Thema, nicht nur, es war gegenwärtig. Der sich das Leben nahm, den kannte man über drei Ecken. Erst letztens erfuhr ich, dass sich ein ehemaliger Mitschüler nach der Schule das Leben nahm. Der Suizidversuch schien mir zu der Zeit als etwas Normales. Von einem Tabu konnte man reden, oder eben auch nicht. Tabuisiert war der Suizid in der DDR, zu hoch war die Zahl und dies gerade unter Jugendlichen, zu eingeschränkt waren die Lebensmöglichkeiten, die einem dazu trieben. Hatte man sich einmal falsch politisch positioniert, so war das Ergebnis ein Nein von oben im Lebensweg, ob es ums Abitur, Studium oder um die Lehre ging, und nicht nur dies. Nun, meine Pubertät begann in der DDR, durchzog die Wende und endete nach der Wiedervereinigung.

Trotzdem, das Thema blieb, in der Krankenpflege war und ist es eine normale Äußerung von vielen älteren Patienten, die keine Kraft und keine Lebenslust mehr verspürten. Und ein Tabu blieb es trotzdem, denn niemand lehrte einem darüber etwas. Es war ein Tabu genauso wie es normal war oder ist, dass Drogenabhängige sich mit ihren Suchtstoff versuchen, dem Leben ein Ende zu setzen. Der Blick über das Leben ist zu einem Tunnel geworden, man sieht nicht mehr die blühenden Blumen, die Sonne, wie sie kommt und geht oder besser: 

Lies Mehr!

Sterbehilfe in Analogie gebrannt die Würde

„Letzte Lebens-Minuten, letzte Worte, vor allem darüber, was Schlimmeres als der Tod drohen könnte, dann ein Glas mit einem tödlichen Mix – so wird heute das Recht auf Selbstbestimmung interpretiert“

heißt im FAZ-Blog: Biopolitik („Suizid vor laufender Kamera inszeniert„) zu der Suizid-Doku , die letzte Woche im britischen Fernsehen gesendet wurde. Immer wieder setzte sich in diesem Jahr das Thema „assistierte Suizid“ oder „Sterbehilfe“ neben mir. Ich konnte es nicht ignorieren, denn es war auch gerade dann präsent, wenn wir im Kinderhospiz waren, wie als wäre es eine direkte Analogie zu unserem Weg. Nehmen wir somit einfach den letzten Satz auf und stellen ihn als Frage: Ist der assistierte Suizid, die Sterbehilfe eine Analogie zum Weg unseres Kindes? Eine schlechte Frage, so vergaß ich ganz das „Wie“. 

Lies Mehr!

Leise laut lauscht das Palliativ versus Sterbehilfe

„Eine Verbesserung der Palliativpflege in Deutschland dürfte vielmehr den Ruf nach einer Legalisierung der aktiven Sterbehilfe leiser werden lassen.“ S. 24,Kruse, Andreas: Lindern, wenn Heilen unmöglich ist. In: Gehirn & Geist. 12/2005

Gute drei Jahre liegt diese Veröffentlichung nun zurück und die Sterbehilfe ist, verfolgt man die Medien, lauter geworden und stellt sich sogar differenzierter dar, indem sie ein Recht auf den Suizid hervorhebt. Das einzige, was als lautes „Kampfmittel“ dagegen gesetzt wird, sind der Wille für Gesetze. Nicht etwa Gesetze oder deren Nachbesserung, die die Palliativversorgung stärken, das Recht auf Hospizpflege hervorheben. Nein, die Forderung bezieht sich auf das Verbot der Sterbehilfe. Aber eine Lösung des Problems damit ist nicht erkennbar.

Lies Mehr!

8.000 – der Wert der aktiven Sterbehilfe!?

Hätten Sie es gedacht, für 8.000 Euro hilft Ihnen jemand, dass Sie endlich vom Leben loslassen können. Ich nicht. Dass der Tod nicht kostenlos ist, ist mir in einer Gesellschaft, wo das Geld ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Maßstab ist, um Werte zu bestimmen, bekannt. Spätestens wenn man über den Vorsorgeordner vom Bestatter ausfüllt, stellt sich die Frage nach der Sterbeversicherung.Also 8.000 Euro, soviel soll die Sterbe- oder Suizidhilfe, formschön auch „assistierten“ Freitod benannt, beim ehemaligen Innensenator von Hamburg, Dr. Kusch, kosten, im Prinzip für unheilbare Kranke mit dem nichtkrankhaften Willen, Sterben zu wollen. Doch das Gift kann so teuer nicht sein. Kaliumchlorid kostet ein paar Euro, nimmt man noch die Spritze, Kanüle und ein Schlafmittel dazu, dann sind es vielleicht bei einer teuren Apotheke insgesamt um die hundert Euro. Nun gut, ein bekanntes anderes Gift, das Botulinumtoxin (Botox) in reiner Form, hat für eine tödliche Dosis ihren Preis im Tausenderbereich. Doch wird der Erstickungstod dort nicht gerade als angenehm beschrieben.

Lies Mehr!

Bleiben wir im Kontakt!

Abonniere unseren Newsletter
close-link