Schwerstkrank – eine Last für die Gesellschaft

Was bewegt die Men­schen, wel­che die Fra­ge stel­len, ob Schwerst­kran­ke den Sui­zid anstre­ben dür­fen, wenn sie mei­nen, sie fal­len den Ange­hö­ri­gen und der Gesell­schaft finan­zi­ell zur Last?

Für mich beinhal­tet die­se Fra­ge auch Fol­gen­de: Wie weit haben Schwerst­kran­ke eigent­lich ein Recht dar­auf, dass ihre krank­heits­be­ding­ten “Mehr­kos­ten” von der Gesell­schaft getra­gen wer­den? Denn es klingt schon merk­wür­dig, wenn Men­schen mei­nen, sie wol­len ster­ben, weil sie der Gesell­schaft eine Last bil­den. Aber sind nicht auch sie die Gesell­schaft und auch sie, wel­che auf­zei­gen, wie wich­tig und gewinn­brin­gend die Für­sor­ge ist für uns alle.

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Palliativ vs. Suizid: ARTE: Geburt und Tod

Mit­tra­gen und Aus­hal­ten – dies sind die wich­tigs­ten Wör­ter, wel­che ich in dem gest­ri­gen Fern­seh­bei­trag auf ARTE “Geburt und Tod” (Wdh. am Sams­tag) mit­nahm. The­ma war die Geburt in der Kli­nik, deren Umgang mit Schmer­zen, und als “Kon­trast” die Pal­lia­tiv­sta­ti­on im glei­chen Haus mit deren Schmerz­the­ra­pie, wovon ein Teil der Pati­en­ten, wenn sie gut ein­ge­stellt sind mit Medi­ka­men­ten wie Mor­phin­de­ri­va­te, ent­we­der die Sta­ti­on ver­las­sen kön­nen oder ihren letz­ten Weg in ein Hos­piz bestrei­ten. Es war kein groß ange­kün­dig­ter Bei­trag, so wie ich es ver­nahm, aber, wie ich fin­de, ein wich­ti­ger Bei­trag um das Ja für den assis­tier­ten Sui­zid ein­mal in eine ande­re Rich­tung zu len­ken, denn so wur­de gezeigt, wie schwer kran­ke Pati­en­ten mit nur noch kur­zer Lebens­er­war­tung wie­der an Lebens­qua­li­tät gewin­nen, wenn ihnen die Schmer­zen genom­men werden. 

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Ein gescheiterter Unternehmer gleich Ja zur Sterbehilfe?

Anne Will, die Sen­dung vom 11.01.09, habe ich wohl ver­passt. Nein, ich habe sie bewusst nicht gese­hen, denn mir gefiel schon die Anmo­de­ra­ti­on nicht. Der Frei­tod und das Recht darauf, … 

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Der Jungbrunnen und die Selektion des Lebens

Hat­ten Sie schon mal über eine Rücken­marks­trans­plan­ta­ti­on oder ‑spen­de nach gedacht? Das viel­leicht schon, aber bit­te … Bei ARTE kam es ges­tern in der Sen­dung 100 Jahr’, vol­les Haar …” vor und dies zur Behand­lung der Leuk­ämie. Sicher­lich, es ist nur ein Über­set­zungs­feh­ler und soll Kno­chen­mark hei­ßen. Die Wör­ter sind ja fast genau­so lang, da kann es schon mal vorkommen. 

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Das Tabu im (assistierten) Suizid

Der Sui­zid, seit der Puber­tät streift einem das The­ma, nicht nur, es war gegen­wär­tig. Der sich das Leben nahm, den kann­te man über drei Ecken. Erst letz­tens erfuhr ich, dass sich ein ehe­ma­li­ger Mit­schü­ler nach der Schu­le das Leben nahm. Der Sui­zid­ver­such schien mir zu der Zeit als etwas Nor­ma­les. Von einem Tabu konn­te man reden, oder eben auch nicht. Tabui­siert war der Sui­zid in der DDR, zu hoch war die Zahl und dies gera­de unter Jugend­li­chen, zu ein­ge­schränkt waren die Lebens­mög­lich­kei­ten, die einem dazu trie­ben. Hat­te man sich ein­mal falsch poli­tisch posi­tio­niert, so war das Ergeb­nis ein Nein von oben im Lebens­weg, ob es ums Abitur, Stu­di­um oder um die Leh­re ging, und nicht nur dies. Nun, mei­ne Puber­tät begann in der DDR, durch­zog die Wen­de und ende­te nach der Wiedervereinigung.

Trotz­dem, das The­ma blieb, in der Kran­ken­pfle­ge war und ist es eine nor­ma­le Äuße­rung von vie­len älte­ren Pati­en­ten, die kei­ne Kraft und kei­ne Lebens­lust mehr ver­spür­ten. Und ein Tabu blieb es trotz­dem, denn nie­mand lehr­te einem dar­über etwas. Es war ein Tabu genau­so wie es nor­mal war oder ist, dass Dro­gen­ab­hän­gi­ge sich mit ihren Sucht­stoff ver­su­chen, dem Leben ein Ende zu set­zen. Der Blick über das Leben ist zu einem Tun­nel gewor­den, man sieht nicht mehr die blü­hen­den Blu­men, die Son­ne, wie sie kommt und geht oder besser: 

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Sterbehilfe in Analogie gebrannt die Würde

Letz­te Lebens-Minu­ten, letz­te Wor­te, vor allem dar­über, was Schlim­me­res als der Tod dro­hen könn­te, dann ein Glas mit einem töd­li­chen Mix – so wird heu­te das Recht auf Selbst­be­stim­mung interpretiert”

heißt im FAZ-Blog: Bio­po­li­tik (“Sui­zid vor lau­fen­der Kame­ra insze­niert”) zu der Sui­zid-Doku , die letz­te Woche im bri­ti­schen Fern­se­hen gesen­det wur­de. Immer wie­der setz­te sich in die­sem Jahr das The­ma „assis­tier­te Sui­zid“ oder „Ster­be­hil­fe“ neben mir. Ich konn­te es nicht igno­rie­ren, denn es war auch gera­de dann prä­sent, wenn wir im Kin­der­hos­piz waren, wie als wäre es eine direk­te Ana­lo­gie zu unse­rem Weg. Neh­men wir somit ein­fach den letz­ten Satz auf und stel­len ihn als Fra­ge: Ist der assis­tier­te Sui­zid, die Ster­be­hil­fe eine Ana­lo­gie zum Weg unse­res Kin­des? Eine schlech­te Fra­ge, so ver­gaß ich ganz das „Wie“. 

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Leise laut lauscht das Palliativ versus Sterbehilfe

Eine Ver­bes­se­rung der Pal­lia­tiv­pfle­ge in Deutsch­land dürf­te viel­mehr den Ruf nach einer Lega­li­sie­rung der akti­ven Ster­be­hil­fe lei­ser wer­den las­sen.“ S. 24,Kruse, Andre­as: Lin­dern, wenn Hei­len unmög­lich ist. In: Gehirn & Geist. 12/2005

Gute drei Jah­re liegt die­se Ver­öf­fent­li­chung nun zurück und die Ster­be­hil­fe ist, ver­folgt man die Medi­en, lau­ter gewor­den und stellt sich sogar dif­fe­ren­zier­ter dar, indem sie ein Recht auf den Sui­zid her­vor­hebt. Das ein­zi­ge, was als lau­tes „Kampf­mit­tel“ dage­gen gesetzt wird, sind der Wil­le für Geset­ze. Nicht etwa Geset­ze oder deren Nach­bes­se­rung, die die Pal­lia­tiv­ver­sor­gung stär­ken, das Recht auf Hos­piz­pfle­ge her­vor­he­ben. Nein, die For­de­rung bezieht sich auf das Ver­bot der Ster­be­hil­fe. Aber eine Lösung des Pro­blems damit ist nicht erkennbar.

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Sterbehilfe und der Wert des Lebens

Bekommt der Tod sei­nen Preis, dann bleibt sie nicht aus, die Dis­kus­si­on um den Wert­des Lebens, also auch der Ach­tung der Unver­sehrt­heit des Lebens und die Wür­de jedes Einzelnen.Aber auch … 

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8.000 – der Wert der aktiven Sterbehilfe!?

Hät­ten Sie es gedacht, für 8.000 Euro hilft Ihnen jemand, dass Sie end­lich vom Leben los­las­sen kön­nen. Ich nicht. Dass der Tod nicht kos­ten­los ist, ist mir in einer Gesell­schaft, wo das Geld ein wich­ti­ger, wenn nicht sogar der wich­tigs­te Maß­stab ist, um Wer­te zu bestim­men, bekannt. Spä­tes­tens wenn man über den Vor­sor­ge­ord­ner vom Bestat­ter aus­füllt, stellt sich die Fra­ge nach der Sterbeversicherung.Also 8.000 Euro, soviel soll die Ster­be- oder Sui­zid­hil­fe, form­schön auch “assis­tier­ten” Frei­tod benannt, beim ehe­ma­li­gen Innen­se­na­tor von Ham­burg, Dr. Kusch, kos­ten, im Prin­zip für unheil­ba­re Kran­ke mit dem nicht­krank­haf­ten Wil­len, Ster­ben zu wol­len. Doch das Gift kann so teu­er nicht sein. Kali­um­chlo­rid kos­tet ein paar Euro, nimmt man noch die Sprit­ze, Kanü­le und ein Schlaf­mit­tel dazu, dann sind es viel­leicht bei einer teu­ren Apo­the­ke ins­ge­samt um die hun­dert Euro. Nun gut, ein bekann­tes ande­res Gift, das Botu­li­num­to­xin (Botox) in rei­ner Form, hat für eine töd­li­che Dosis ihren Preis im Tau­sen­der­be­reich. Doch wird der Ersti­ckungs­tod dort nicht gera­de als ange­nehm beschrieben.

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