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Leben, Tod und Sterben in ARD Themenwoche

Die ARD hat gestern ihre The­men­woche “Leben mit dem Tod” ges­tartet. Viele Beiträge des rechtlich-öffentlichen Fernse­hens und Radios wid­men sich eine Woche lang diesem The­ma, bis hin zur Krim­is­erie “Tatort”.

Einen Überblick zu den Beiträ­gen gibt es unter:

https://web.ard.de/themenwoche_2012/

Ein Teil der Beiträge aus Fernse­hen oder Radio kön­nen in der Mediathek auch nachge­hört wer­den.

Gestern lief im dra­dio Kul­tur die Gesprächssendung “Radiofeuil­leton – im Gespräch” mit einem sehr inter­es­san­ten Beitrag über “Leben mit Tod und Ster­ben”. Die Anrufer/innen in der Sendung sprachen auch das The­ma “Kinder” an.

Die gesamte Diskus­sion kann nachge­hört wer­den unter:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/imgespraech/1923914/

 

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Vergessen die Illusion

Ich habe sie vergessen, die Trau­rigkeit, das Lächeln, dein Lächeln und wie sich deine Haarsträhne ver­fängt in mein­er Hand. Die Gedanken unge­formt, kein Laut, keine Stimme. Ich denke darüber nach, dein Gehen, dein Ver­fan­gen mit dem Tod, dem Ster­ben, wenige Jahre, die du uns begleitest. Eine wertvolle Zeit, welche ist es nicht. Jede Zeit, die ich ver­gaß, die hin­ter mir liegt, die vor mir liegt. Nur im Augen­blick möchte, wird die Zeit mit Unacht­samkeit ges­traft, wenn es einem zuviel wird, wenn man nur darauf wartet, wann der näch­ste Crash fol­gt. Es ist immer ein Karten­haus, das wir bauen, dass wir mit einem Atemzug zer­stören. Es bedarf kein­er Hand, die Illu­sion zu zer­streuen. Es bedarf nur deinem ausste­hen­den Atemzug, das Warten auf dem Näch­sten, um die Illu­sion über unser Sein zu zer­stören.

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Pflege in Rituale – über die Grenze

Die Last der Pflege oder ist es eben die gesund­heitliche Sit­u­a­tion des schw­er kranken Kindes, die einem aufzeigt, wo die per­sön­lichen Gren­zen liegen? Bei­des zeigt nicht die Gren­zen, zumin­d­est mir nicht. Bess­er gesagt, man darf die Gren­ze gar nicht sehen, denn man muss über sie gehen. Oder eben anders: Die per­sön­liche Gren­ze kommt einem vor wie ein Kon­strukt der Angst, einem Bild von dem, was man nicht ken­nen möchte. Jahre­lange Pflege eines schw­er behin­derten Kindes ist möglich, es ist möglich sich damit einen All­t­ag einzuricht­en, sich daran anzu­passen. Warum auch nicht?

Einen All­t­ag einzuricht­en – nun daran kön­nte es wohl scheit­ern, wenn die Krankheit oder eben die gebliebene Gesund­heit jeden Tag meinen, heute zeige ich mal wieder, wie nah das Kind am Tod ist oder eben, was für ein Geschenk es ist für uns, gesund zu sein.

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Gehen vom Leben entscheiden

Man möchte erst gar nicht davon lesen, dass Eltern darüber stre­it­en, ob sie nun die Beat­mung ihres kleinen Kindes abschal­ten oder es bei dieser Ther­a­pie belassen. Ich möchte darüber nicht schreiben und doch spüre ich einen Willen für eine Äußerung. Vielle­icht ist es der Wille, hier eine neue Posi­tion selb­st beim Inten­sivkind zu find­en oder die jet­zige zu prüfen, ob sie die Richtige ist. Eben, ob ich sie in ein­er schw­eren Krise gehen lassen kann oder dafür kämpfe, das Max­i­male her­auszu­holen, was die Medi­zin bietet im Sinne, das Leben zu erhal­ten.

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Notarzt vs. gestorbener Patient

Man sollte schon sel­ber fest­stellen kön­nen, ob nun der Ehe­gat­te oder die Gat­tin akut gestor­ben sei und dann erst den passenden Arzt rufen. Nicht in Hek­tik und Not ein­fach die 112 wählen. Denn der Notarzt wäre näm­lich fehl am Platz beim Toden und wur­des so auch ein­er Frau zum zusät­zlichen Ärg­er: Ihr wurde der Ret­tung­sein­satz in Rech­nung gestellt, in dem man den Tod ihres Mannes nur noch fest­stellen kon­nte. Sie klagte dage­gen beim Sozial­gericht, doch erfol­g­los, so kon­nte man 3.11. 2009 in der Mit­teldeutschen Zeitung lesen in „Ärg­er mit Ret­tungs­di­enst“.

Bei einem Kind mit ein­er lebenslim­i­tieren­den Erkrankung kann dies nicht passieren, wenn man sich dafür entsch­ieden hat, alle Wieder­bele­bungsver­suche abzulehnen. Denn dann heißt es: Rufe nicht den Notarzt, denn dieser muss unweiger­lich rea­n­imieren und dieses möcht­en wir nicht. Doch wann ist man an dem Punkt, seinem schw­er kranken Kind nicht mehr die best­möglich erre­ich­bare Ther­a­pie zu zu geste­hen? Eine Frage, der sich diesen Fam­i­lien stellt und man wohl nicht ein­fach beant­worten kann, so mein Ein­druck. Es kommt auf die jew­eilige Sit­u­a­tion, der jew­eili­gen gesund­heitlichen Krise an. Weit­er­lesen

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Begräbnis, dem Wie, die Kosten und Palliativ

Mit einem lebensverkürzt erkrank­ten Kind kommt man nicht an die Fra­gen vor­bei, welche eigentlich erst über den 50 Leben­s­jahr langsam zum The­ma wer­den: Die Vor­sorge, also was ist zu tun im Todes­fall und wo und wie soll mein Kind begraben wer­den. Die erste Zeit ver­drängt man es immer wieder und doch wird klar, man muss sich diesen Gedanken näh­ern. Und wir, so denke ich, sind es auch denen schuldig, welche jahre­lang unsere Lady begleit­et haben, ob es nun die Schwest­ern und Pfleger  vom Pflege­di­enst sind, ob der Kinder­garten, die Ther­a­peuten oder die Ärzte. Alle haben sie ihr Recht, ihren eige­nen, per­sön­lichen Abschied vom Kind zu nehmen.

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15. Mai 2009

Ist es die Hil­flosigkeit als das Kind weint um einen unbekan­nten Schmerzen deren Zuck­en ohne rhyth­mis­che Folge zu erwäh­nen bricht sich in einem Schrei ohne Laut der fehlen­den Stimme gebremst durch die Kanüle unter dem Kehlkopf geset­zt in der Luftröhre eröff­nen neue und alte Gedanken über den Tod der Trau­rigkeit über das Dasein mit der Frage was hätte bess­er sein kön­nen als keine Antwort und es wollte auch keine Antwort wegen der Gewis­sheit nicht bessern zu kön­nen oder braucht der Men­sch eben nur Hoff­nung die meine Hil­flosigkeit wieder bren­nen lässt.

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Lindenstraße: Die eigene Stimme des Kranken

Wenn es Zeit ist zu gehen, dann muss man sich damit abfind­en. So ist das eben.” Erich Schiller in ARD-Serie: Lin­den­straße, Folge 1219, “Ja oder Nein”.

In der Folge wurde es zu einem wichti­gen The­ma, die Frage: Welchen Ein­fluss haben die Ange­höri­gen auf den Schw­erkranken? Kämpft er weit­er gegen die Krankheit, gegen den Tod und erhöht so vielle­icht sog­ar noch sein Lei­den, bloß weil die Ange­höri­gen nicht wollen, dass er die Ther­a­pi­en abbricht, weil er eben die Zeit für sich sieht zu gehen. Bei Eltern schw­er kranker Kinder kann es sog­ar nach schwieriger sein. Lassen sie ihr Kind gehen oder streben sie den näch­sten Ther­a­pi­eschritt an, obwohl sog­ar ärztliche Mei­n­un­gen kaum einen Erfolg sehen?

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Der Start ins Leben – die Zerbrechlichkeit

Der Men­sch wird in dem Ver­trauen geboren, daß er hier zu Hause sein wird und er sein mit­ge­bracht­es Leben zu sein­er Freude leben darf. Statt dessen merkt er ver­mut­lich in den ersten fünf Minuten seines Lebens, daß er es nicht nur nicht leben kann. Nein, es ist, als ob die Welt ihre gesamten Kräfte darauf konzen­tri­eren würde, nach dem Leben in ihm zu greifen und es zu unter­graben, zu zer­stören und zu erstick­en, es zu unter­drück­en und zu zer­brechen.” aus: Ham­vas, Béla. Kor­ruptheit und Moral. in Let­tre Inter­na­tion­al. Nr. 84. S. 63. 2009.

Darin liegt sicher­lich nicht nur für einem selb­st eine Wahrheit, ob man sie sehen möchte oder nicht: Wie zart und zer­brech­lich doch das Leben ist. Für mich spiegeln sich darin auch mit die ersten Minuten des Inten­sivkindes nach der Geburt. Sicher­lich, nie­mand der Anwe­senden griff nach dem Leben unseres Kindes, son­dern man ver­suchte zu ver­ste­hen, was hat sie, warum ver­läuft der Start gle­ich in eine Krise, auf die Säuglings-Inten­siv, der Neona­tolo­gie. Und doch griff die Wirk­lichkeit der Welt nach ihr, ver­suchte das Leben zu zer­brechen, in dem sie zeigte, welche Vor­raus­set­zun­gen seien müssten, um selb­st­ständig durch das Leben zu kom­men, ohne in die “Trick­kiste” Medi­zin greifen zu müssen.

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Patentenverfügung und der Wille des Kindes

Es gehört sicher­lich zu den heftig­sten und schwierig­sten Auf­gaben von Eltern eines schw­er erkrank­ten Kindes, zu entschei­den, ab wann man das Kind aus dem Leben gehen­lässt. Schwieriger oder leichter wird es vielle­icht, wenn das Kind schon älter ist und selb­st dazu seinen Stand­punkt findet.Ab wann begin­nt der let­zte Schritt im Leben wirk­lich? Wie kann ich wis­sen, ob eine spon­tane Krise bedeutet, dass die Krankheit dem Leben jet­zt das Ende aufge­baut hat? Oder ob diese Krise mit Atem­still­stand und Herzrhyth­musstörung nur ein Aus­rutsch­er ist, eine “banale” Fehlfunk­tion des Gehirns? Zu groß ist diese Last, über­mächtig schwebt sie immer hin­ter einem – rea­n­imiert man das Kind und doch war der Zeit­punkt ungün­stig. Let­z­tendlich gewin­nt man zwar über den Tod, doch erlei­det das Kind einen schw­eren Sauer­stoff­man­gel mit dem Resul­tat: Wachko­ma und somit ein­er weit­eren Min­derung der Leben­squal­ität.
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Kinderhospiz und Hospizpflege gleich Terminalphase vs. Finalphase

Es ist schon merk­würdig oder eben auch erquick­end oder eben auch nicht. Der Wider­spruch­sauss­chuss der BKK für Heil­berufe hat­te getagt. Mit ihm wurde die Ablehnung der Hos­pizpflege für den let­zten Aufen­thalt im Kinder­hos­piz “Regen­bo­gen­land” bestätigt. Aber es hat­te auch nie­mand von uns erwartet, dass sie unseren Wider­spruch anerken­nen wür­den. Erquick­end daran ist: Es gibt neue Argu­mente. Nicht von uns, son­dern von der Kasse oder eben deren Wider­spruch­sauss­chuss. Ein gewichtiges Argu­ment für die Ablehnung ist, dass es sich um einen im Voraus geplanten Hos­piza­ufen­thalt han­delt mit begren­zter Dauer. Das spräche gegen das Vor­liegen ein­er Final­phase. Ja, hier muss ich der Kasse Recht geben, wenn man ver­schiedene Def­i­n­i­tio­nen darüber dur­char­beit­et: Die Final­phase begren­ze sich auf die let­zten 72 Stun­den im Leben. <--break-> 

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Kinderradio: Das Tabu Tod

Man redet nicht gerne über den Tod. Warum? Nun eine kleine Antwort liefert einem der Kakadu, das Kinder­pro­gramm von Deutsch­landra­dio Kul­tur. Es sei eben, weil wir nicht gerne über unschöne Dinge reden, eben weil auch die Angst dahin­ter lauert, es könne dann einen selb­st tre­f­fen. Das dieses Tabu nicht richtig ist, wird eini­gen klar, wenn sie damit in Berührung kom­men. Und reden darüber hil­ft mit diesem Tabu “Ster­ben und Tod” umzuge­hen. Aber auch wie man mit dem seel­is­chen Schmerz umge­hen kann, wenn nun ein beson­der­er Mit­men­sch nicht mehr unter uns weilt, sei es vielle­icht der Groß­vater – darüber sprach man auch in der Sendung des Kakadu am Fre­itag, den 27. Feb­ru­ar, mit den jüng­sten Zuhör­er vom Kul­tur­ra­dio. Nach­hören kann man dies über die Web­seite der Sendung. Ein genan­ntes Bild, wie man das Ster­ben betra­cht­en kann, hat mir beson­ders gefall­en: Als sei der Weg zum Tod eine Reise auf eine schwarze Wand zu, welche sich dann aber mehr und mehr öffnet und es warm wird, fre­undlich und hell … Aus­ges­part wurde in dieser hal­ben Stunde aber auch nicht das The­ma Lebens­müdigkeit bei den alten Men­schen und das frei­willige Ster­ben wollen und wie man dem auch in bes­timmten Fällen begeg­nen kann.

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Palliativ vs. Suizid: ARTE: Geburt und Tod

Mit­tra­gen und Aushal­ten – dies sind die wichtig­sten Wörter, welche ich in dem gestri­gen Fernse­hbeitrag auf ARTE “Geburt und Tod” (Wdh. am Sam­stag) mit­nahm. The­ma war die Geburt in der Klinik, deren Umgang mit Schmerzen, und als “Kon­trast” die Pal­lia­tivs­ta­tion im gle­ichen Haus mit deren Schmerzther­a­pie, wovon ein Teil der Patien­ten, wenn sie gut eingestellt sind mit Medika­menten wie Mor­phin­derivate, entwed­er die Sta­tion ver­lassen kön­nen oder ihren let­zten Weg in ein Hos­piz bestre­it­en. Es war kein groß angekündigter Beitrag, so wie ich es ver­nahm, aber, wie ich finde, ein wichtiger Beitrag um das Ja für den assistierten Suizid ein­mal in eine andere Rich­tung zu lenken, denn so wurde gezeigt, wie schw­er kranke Patien­ten mit nur noch kurz­er Lebenser­wartung wieder an Leben­squal­ität gewin­nen, wenn ihnen die Schmerzen genom­men wer­den. <--break->

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Kinderhospizarbeit und das Leid der Finanzierung

Es ist wohl schon ein lei­di­ges The­ma, wie es um die Finanzierung der Kinder­hos­pizarbeit aussieht. Nicht nur dass unsere Krankenkasse, die BKK für Heil­berufe, die Hos­pizpflege für unsere Tochter ablehnt für die sta­tionären Aufen­thalte in den Kinder­hos­pizen, was somit für Schwierigkeit­en sorgt, die notwendi­ge Ent­las­tung bei schw­eren Krisen zu erhal­ten, die eben auch ganz schnell mit dem Tod enden kön­nen. Ohne die Hos­pizpflege kommt es aber auch zu ein­er fehlen­den Finanzierung für die Häuser, wom­it sie über das “geplante” Maß die Pflege mit Spenden­geldern finanzieren müssen. Und zu dieser Ablehnung kommt es wohl zum einen, weil man, so wie ich es  ver­ste­he, die Maßstäbe der Erwach­se­nen anset­zt auf die Pal­lia­tivsi­t­u­a­tion von Kindern und die Änderung der let­zten Gesund­heit­sre­form 2007 hierzu keine Anerken­nung find­et, eben die beson­deren Belange der Kinder. Und dazu gibt es auch Prob­leme in der Finanzierung der ambu­lanten Kinder­hos­pizarbeit, also der Fam­i­lien­be­gleitung, wie ich dem Artikel Kinder­hos­pizvere­in fordert bessere Finanzierung der ambu­lanten Arbeit” auf epd-sozial (1) ent­nehmen kann bei ein­er Ver­anstal­tung in Düs­sel­dorf zum Tag der Kinder­hos­pizarbeit. Uns trifft dies noch nicht,  da es in Jena bish­er keine ehre­namtliche Fam­i­lien­be­gleitung gibt, obwohl der Startschuss für die “Aus­bil­dung” von Ehre­namt­lerin­nen  in diesem Monat gefall­en ist. Doch dauert diese ein gutes Jahr.

(1) Link defekt: www.epd.de/west/west_index_62103.html

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(K)eine Frage: der mutmaßlliche Wille dem Leben zu entgleiten

Es ist das Kind unheil­bar krank – nicht nur, son­dern der “Übeltäter” für die  Erkrankung sorgt auch noch für einen abbauen­den Prozess – da stellte sich mir schon häu­fig die Frage, wie weit kann und darf man gehen. Eine Ther­a­pie gegen der Erkrankung gibt es eh nicht und wie geht man mit schw­eren Krisen um, ab wann lässt man sie gehen. Eine Frage dazu dreht sich auch um einen möglichen “mut­maßlichen” Willen, wie man es beim durch­schnit­tlich inter­lek­tuell Begabten disku­tiert, mit welchen gesund­heitlichen Prob­le­men sie noch leben wolle und wann sie gehen möchte. Aber diesen kön­nen wir eben nicht erfassen. Sicher­lich, trotz aller Medi­zin und Tech­nik, die Krisen, woran die Kinder mit dem Syn­drom (PCH 2) ster­ben, sind nicht unter ein­er Kon­trolle zu bekom­men, der Abbau vom Gehirn und deren dadurch erzeugte “Störung” in der inter­nen Kom­mu­nika­tion der Ner­ven­zellen oder den einzel­nen Zen­tren treibt die fehlende Möglichkeit ein­er Behand­lung voran.

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Kinderhospizarbeit: Bärenherz Wiesbaden zu Gast bei Beckmann

Es ist gar nicht so ein­fach zu beschreiben oder zu erk­lären, welche Arbeit in einem Kinder­hos­piz geleis­tet wird. Zumin­d­est ist vie­len klar, es ist nicht das, was ein Kranken­haus leis­tet. Möchte man sich aber weit­er ein­er Antwort auf diese Frage näh­ern, so möchte ich jet­zt auf die Mediathek vom ARD-Fernse­hen ver­weisen. Zu Gast waren bei der Talk­show “Beck­mann” Ute Büschl und Annette Huwe vom sta­tionären Kinder­hos­piz “Bären­herz” in Wies­baden. Der Aufhänger war die Ver­lei­hung des “Bam­bi” im let­zten Jahr an das Kinder­hos­piz-Team.Ein inter­es­santes Inter­view der bei­den Frauen, da es zum einen auf die per­sön­liche Sit­u­a­tion ein­er betrof­fe­nen Mut­ter, Ute Büschl, eing­ing, welche Stütze das Kinder­hos­pizes für sie war als ihre Tochter starb. Daran geknüpft wurde, was das Kinder­hos­piz für die Fam­i­lien bietet und wie die Kinder und Fam­i­lien mit ihrer Lebenssi­t­u­a­tion umge­hen. Aber auch wie das Haus den Fam­i­lien hil­ft nach dem Tod des Kindes, und eben auch wie es sich unter­schei­det vom Hos­piz für Erwach­sene.

Ein Unter­schied, der auch beim The­ma Kos­ten­träger Krankenkasse gut deut­lich wurde. Somit blieb das The­ma “Finanzierung” dieser Arbeit nicht aus­ges­part, somit die fehlende Leis­tun­gen der Krankenkassen oder eben wie Krankenkasse die Kosten­leis­tung “Hos­pizpflege” ver­ste­hen. Als Beispiel wurde genan­nt, dass die Krankenkasse nach 10 Wochen anrufe, wenn das Kind noch nicht gestor­ben sei, mit Mei­n­ung, dass es für diesen Pflege­satz nicht mehr im Hos­piz bleiben könne.

Zitate aus dem Inter­view find­et man auf der Web­seite von der Stiftung Bären­herz. Das gesamte Inter­view gibt es aktuell in der Mediathek zu sehen.

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Die Grippe fesselt vs. die leichte Lektüre

Ja, da macht die Influen­za, also die “richtige” Grippe, nicht ein­mal bei mir Geimpften halt, schlägt zu und fes­selt mich Pflegeper­son ans Bett. Zum Glück ist das Kind gesund genug für die Kita und mit Ibupro­fen schaffe ich auch den Weg hin und zurück, um mich dann wieder dem Bett zu wid­men. Und wenn man nicht schlafen kann, pro­biert man es mit dem Lesen, leichte Lit­er­atur, so hofft man, aber dann trifft man selb­st bei der Lek­türe auf das The­ma Ster­ben und der Hoff­nung oder wie man es sich nicht wün­scht, in einem hefti­gen Anfall: 

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Hospizarbeit: Reden übers Sterben im Wohnheim

Früher hät­ten behin­derte Kinder mehr Zeit in Kranken­häusern ver­bracht, heute lebten immer mehr in Wohn­heimen.” aus: Richtige Worte für sen­si­bles The­ma find­en. Min­den­er Tage­blatt. abgerufen 19.01.2009 (1)

Dieser Satz erschließt sich mir nicht so richtig. Sicher­lich, man sieht sie nicht, die Kinder mit Hand­i­cap, welche in Wohn­heimen leben und ich habe auch keine Sta­tis­tik zur Hand, ob die Zahl der behin­derten Kinder im Heim gestiegen sei. Doch an sich würde es bedeuten, die Eltern hät­ten früher ihr Kind im Kranken­haus unterge­bracht, diese Zeit­en seien also vor­bei. Jet­zt kom­men die behin­derten Kinder ins Wohn­heim. Doch ver­mute ich eher, dass ein guter, wenn sog­ar der größte Teil der Kinder mit Behin­derung bei ihren Eltern lebt. Hinzu gibt es kaum Wohn­stät­ten, die Inten­sivkinder mit Beat­mung betreuen. Denn diese Frage musste ich bei unserem ALG-II Prob­lem damals klären. Es gab nichts in unserem näheren Umland.

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Ein gescheiterter Unternehmer gleich Ja zur Sterbehilfe?

Anne Will, die Sendung vom 11.01.09, habe ich wohl ver­passt. Nein, ich habe sie bewusst nicht gese­hen, denn mir gefiel schon die Anmod­er­a­tion nicht. Der Fre­itod und das Recht darauf, aufge­hangen an einem Suizid eines bekan­nten Großun­ternehmers. Mein erster Gedanke, dies kann nicht gut sein und es lässt sich auch nicht alles in ein solch­es Fernse­hfor­mat pressen. Ein­er­seits ver­stand ich auch die Aufre­gung nicht. Schließlich sei es nichts ungewöhn­lich­es, wenn sich gescheit­erte Geschäftsmän­ner das Leben nehmen. Sie ste­hen sozusagen vor dem Aus, ihr Werk, ihr Kön­nen ist gescheit­ert.

Ander­er­seits empfinde ich es auch ver­let­zend auf­grund ein­er per­sön­lich­es Krise eines bekan­nten Men­schen, der darin kein Ausweg mehr sah als den Tod, dieses The­ma medi­al auszuschlacht­en bis hin zur Ster­be­hil­fe-Debat­te und der Ver­such der Euthanasie-Ver­harm­lo­sung eines Disku­tan­ten, wie ich es wohl nach­le­sen durfte im Blog:Biopolitik.

Ob der gestor­bene Unternehmer für die Ster­be­hil­fe gewe­sen wäre, bloß weil er sich das Leben nahm, finde ich zu kurz gefasst, um daraus gle­ich eine daran angelehnte Sendung zu basteln. Der Men­sch in ein­er solchen Sit­u­a­tion ist in ein­er schw­eren Krise, wie in einem Tun­nel gefan­gen. Nicht umson­st gehört der Suizid zum ärztlichen Not­fall. Es ist ein seel­is­ch­er Aus­nah­mezu­s­tand, nur noch den Weg zu sehen, sein Leben zu ver­nicht­en, eben vielle­icht weil man nicht mehr in den Spiegel schauen kann. Weil man sich schämt oder das Leben nur als eine erdrück­ende leere, aber schwere, Last empfind­et. Für die Ange­höri­gen taucht dann die Frage auf: Was hätte man machen kann, um den Suizid zu ver­hin­dern? Was habe ich falsch gemacht? Genau­so zu kurz gedacht finde ich, diese The­men ohne eine tiefer­ge­hende Auseinan­der­set­zung, wie es zum Beispiel ARTE am The­menabend gestal­tet, an sich unglück­lich. Denn für dieses The­ma gehört mehr dazu, als nur Zuschauerquoten zu erzeu­gen mit den Schlag­wörtern wie Recht auf Fre­itod, wie es mir noch in den Ohren liegt aus der Ankündi­gung.