Wenn es nur das Schmatzen wäre

Irgend­wie nicht passend. Also ich meine die Sache mit dem Dön­er in der Straßen­bahn. Es ist nicht nur unpassend, nein, es ist, also wirk­lich. Warum ich mich aufrege? Nun der Akt vom Essen in der Straßen­bahn hat eh was ganz Spezielles, ins­beson­dere wenn er noch zu ein­er Geruchs­beläs­ti­gung wird und die Kaugeräusche sich über das Rumpeln der Bahn legen.

Es mag ja vielle­icht noch gehen, wenn der Ess­er am anderen Ende vom Wagen ste­ht, doch wenn dieser neben einem seinen Platz gefun­den hat und dann noch von seinem Dön­er einzelne Kraut­salat­fä­den knapp neben dem Bug­gy lan­den. Da wird es wirk­lich unschön, so dass man nur noch grim­mig seine Tätigkeit anschaut. Dage­gen hil­ft auch nicht, wenn der kauende Mit­bürg­er ein Son­nen­stu­dio besucht und der Haarschnitt samt Bart vom Friseur ange­fer­tigt wurde. Aber man kann da nicht mal meck­ern, solange der Bug­gy unbeschadet bleibt.

Die Bahn war voll, so dass sich sog­ar eine schwan­gere Frau aufregte, ste­hen zu müssen, wobei sie ihre große Tochter sitzen ließ. Sie staunen? Also ich habe es auch nicht ver­standen. Aber ich darf auch nicht meck­ern, schließlich, das Kind hat während der Fahrt seine Nahrung über die Sonde erhal­ten, auch wenn einige Fahrgäste mehr als nur inter­essiert zuschaut­en. Und es hat was, wenn man eine Spritze ableckt wie einen Nuck­el, weil man keine zweite Stof­fwindel mit hat und man den Brei außen an der Spritze nir­gends abstreifen kann. Denn die Klei­dung vom Kinde möchte man doch in dem gewis­sen Grad an Sauberkeit sehen. Aber gegenüber einem Dön­er geht die Geruchs­beläs­ti­gung der Son­denkost gegen Null. Denn wir haben Nach­mit­tags und da gibt es etwas Fruchtiges und es gibt kein Schmatzen beim Kinde.

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