Wenn es nur das Schmatzen wäre

Irgend­wie nicht passend. Also ich meine die Sache mit dem Dön­er in der Straßen­bahn. Es ist nicht nur unpassend, nein, es ist, also wirk­lich. Warum ich mich aufrege? Nun der Akt vom Essen in der Straßen­bahn hat eh was ganz Spezielles, ins­beson­dere wenn er noch zu ein­er Geruchs­beläs­ti­gung wird und die Kaugeräusche sich über das Rumpeln der Bahn leg­en.

Es mag ja vielle­icht noch gehen, wenn der Ess­er am anderen Ende vom Wagen ste­ht, doch wenn dieser neben einem seinen Platz gefun­den hat und dann noch von seinem Dön­er einzelne Kraut­salat­fä­den knapp neben dem Bug­gy lan­den. Da wird es wirk­lich unschön, so dass man nur noch grim­mig seine Tätigkeit anschaut. Dage­gen hil­ft auch nicht, wenn der kauende Mit­bürg­er ein Son­nen­stu­dio besucht und der Haarschnitt samt Bart vom Friseur ange­fer­tigt wurde. Aber man kann da nicht mal meck­ern, solange der Bug­gy unbeschadet bleibt.

Die Bahn war voll, so dass sich sog­ar eine schwan­gere Frau aufregte, ste­hen zu müssen, wobei sie ihre große Tochter sitzen ließ. Sie staunen? Also ich habe es auch nicht ver­standen. Aber ich darf auch nicht meck­ern, schließlich, das Kind hat während der Fahrt seine Nahrung über die Sonde erhal­ten, auch wenn einige Fahrgäste mehr als nur inter­essiert zuschaut­en. Und es hat was, wenn man eine Spritze ableckt wie einen Nuck­el, weil man keine zweite Stof­fwindel mit hat und man den Brei außen an der Spritze nir­gends abstreifen kann. Denn die Klei­dung vom Kinde möchte man doch in dem gewis­sen Grad an Sauberkeit sehen. Aber gegenüber einem Dön­er geht die Geruchs­beläs­ti­gung der Son­denkost gegen Null. Denn wir haben Nach­mit­tags und da gibt es etwas Fruchtiges und es gibt kein Schmatzen beim Kinde.

Teile diesen Beitrag

Dirk Strecker

Er arbeitet im und führt das PflegeTeam von Linn im Arbeitgebermodell (PflegeTeam bei Zitronenzucker) - gepaart mit seinen Erfahrung aus der Leitungsarbeit in ambulanten Kinderkrankenpflege / Intensivpflege. D.S. administriert Selbsthilfe-Webprojekte und wirkt vor Ort mit bei Themen der Selbsthilfe, Integration - Inklusion und der Kinderhospizarbeit. Er war Koordinator für den Kinderhospizdienst und berät jetzt beim Bundesverband Kinderhospiz.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.