Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Wer hat nun Recht – Behindertenpolitik in Thüringen

W

In der Sache um die KiTa-Gebüh­ren, den Eltern­bei­trag, wer­den einem nicht nur Stei­ne oder Hür­den in den Weg gelegt, um eine gute Lösung zu fin­den, nein es kommt viel schlim­mer. Es fin­det sich kein Ver­ant­wort­li­cher. Das Land ver­weist auf die Trä­ger, denn es hät­te sich ja nichts geän­dert und die Trä­ger ver­wei­sen, soweit ich erfuhr, wie­der aufs Land mit der Begrün­dung, wie es die Volks­o­li­da­ri­tät sieht:

Kon­kret: Für Kin­der, die Anspruch auf Ein­glie­de­rungs­hil­fe haben, wur­de bis­her von der Sozi­al­hil­fe auch der Eltern­bei­trag im Pfle­ge­satz mit über­nom­men. Eltern, die für sich für ihre Kin­der mit Behin­de­run­gen für eine Früh­för­de­rung in einer inte­gra­ti­ven Tages­stät­te ent­schei­den, müs­sen seit dem 1. Juli die Kita-Gebüh­ren nun sel­ber tragen.”

Tra­gen hier alle die Schuld? Aber kei­ner will sie tra­gen, son­dern die jetzt feh­len­den Gel­der vom Pfle­ge­satz des Lan­des wer­den auf die Eltern der betrof­fe­nen Kin­der umge­legt, doch klingt es dabei nicht nur logisch, son­dern ist auch logisch: Der Trä­ger könn­te trotz­dem die behin­der­ten Kin­der von der Gebühr befrei­en oder zumin­dest einen Nach­teils­aus­gleich gewäh­ren, sprich Ermä­ßi­gung, aber davon spricht kein Trä­ger, bis­her zumin­dest, denn war­um machen sich die Trä­ger wie AWO, Volks­so­li­da­ri­tät nicht stark gegen­über dem Land und for­dern einen neu­en, bes­se­ren Pfle­ge­satz oder den alten zurück?

Und das Land ist auch in der Schuld, denn mit der Ver­schlech­te­rung des Pfle­ge­sat­zes für inte­gra­ti­ve Kin­der­gär­ten ver­schlech­tert es die Ein­glie­de­rung und es ver­fehlt somit ein Ziel der eige­nen Fami­li­en­po­li­tik: För­de­rung der Inte­gra­ti­on. Man kann halt nicht etwas för­dern, wenn man die För­der­mit­tel streicht. Hin­zu wur­den die behin­der­ten Kin­der im Kita­ge­setz des Lan­des Thü­rin­gen (Thür­Ki­taG) auch unter dem Punkt Eltern­bei­trä­ge nicht berück­sich­tigt. Es steht zwar etwas da von sozi­al­ge­recht drin, doch nur im Zusam­men­hang mit Anzahl wei­te­rer Kin­der und dem Ein­kom­men der Eltern, nicht im Zusam­men­hang mit Mehr­auf­wand durch die Behin­de­rung des Kindes.

Doch wird sich beim Land vor­erst nichts bewe­gen, Grund ist oder wird gesagt: das lau­fen­de Volks­be­geh­ren gegen die Fami­li­en­of­fen­si­ve und solan­ge das läuft ändert kei­ner ein Gesetz, heißt es. Aber man kann sich trotz­dem einen Hoff­nungs­schim­mer am Hori­zont malen: die Kom­mu­ne in Jena, wel­che die KiTa-Gebüh­ren für unse­ren inte­gra­ti­ven Kin­der­gar­ten fest­setzt, könn­te durch die Stadt­po­li­tik zei­gen, wie es zu funk­tio­nie­ren hat mit der Ermä­ßi­gung oder der Befrei­ung für das behin­der­te Kind, doch auch dort ist erst­mal Som­mer, aber viel­leicht fin­det sich dann end­lich ein Ver­ant­wort­li­cher – denn so soll­te die Behin­der­ten­po­li­tik nicht aussehen.

Ich freu mich über Deinen Kommentar

Pflegezirkus // Gestalte die Intensivpflege mit Lebenslimitierung und Behinderung - der Suche der Identität im Mann-Sein darin //

Über

Ein Blog, kleine "Skizzen" aus dem IntensivZimmer, der Führung in der Pflege, als pflegende Angehörige, dass DrumHerum, wie die Pflege "lebt", ihr gut tut, die Teilhabe wie in der Schule, was die Kranken-, die Sozialkassen ... Wir mitten drin mit der Linn, unserer IntensivLady ...

Suche

Archiv

Neueste Beiträge

Kategorien